Audi A4
2,5-Liter-TDI-V6 mit 121 PS — frühe Generation mit Gleitnockenfolger und Grauguss-Nockenwellen. Diese Ausführung neigt stärker zu Nockenwellenverschleiß als spätere BDG/BDH-Varianten mit Rollennockenfolger. Auf Ölnebel und Druckverlust achten; kurze Ölwechselintervalle (10.000 km) zwingend.
Angst-Motor — teure Schwäche droht
165 PS 2.5L mit bekanntem Problem: Nockenwellen-Einlaufen durch Gleitschlepphebel. Das Risiko teurer Reparaturen überlagert jeden Fahrspaß.
Motor-Schwachstellen 5
Der BFC besitzt Gleitschlepphebel und gegossene Nockenwellen, die zum Einlaufen neigen. Einlaufspuren entstehen ab ca. 120.000–180.000 km. Im Extremfall springt ein Schlepphebel heraus und es droht Totalschaden.
Symptome: Schleichender Leistungsverlust, Hydrostößel-Klappern, Abgas aus Einlassventilen spürbar, Fahrzeug erreicht nicht mehr Höchstgeschwindigkeit.
Das Steuergerät der Bosch VP44-Einspritzpumpe fällt aus. In etwa 95% der Fälle ist nur das Steuergerät defekt, nicht die mechanische Pumpe. Der Motor läuft erst normal und geht dann plötzlich aus.
Symptome: Motor stirbt während der Fahrt ab und lässt sich nicht mehr starten. Fehlercodes 1268 (Mengenstellglied), 0526 oder 01318 (keine Kommunikation Steuergerät).
Das Zweimassenschwungrad verschleißt beim 2.5 TDI V6 mit Schaltgetriebe durch das hohe Drehmoment. Ein Austausch ist oft im Paket mit Kupplung und Ausrücklager sinnvoll.
Symptome: Dumpfes Klappern beim Anfahren und im Leerlauf, Vibrationen im Antriebsstrang, ruckartiges Anfahren.
Der 2.5 TDI V6 hat konstruktionsbedingt ein sehr schmales Leistungsband und ein ausgeprägtes Turboloch. Software-Optimierungen können das Verhalten verbessern, aber nicht grundlegend ändern.
Symptome: Schlechtes Ansprechverhalten unterhalb 1800 U/min, spürbare Verzögerung beim Beschleunigen aus dem Rollbetrieb, träger Motor bei Zwischengas.
Die vorderen Kurbelwellendichtringe und Ölwannendichtungen sind bekannte Verschleißpunkte beim 2.5 TDI V6. Ölverlust ist häufig, bleibt aber oft lange unbemerkt.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug, Ölnebel im Motorraum, sinkender Ölstand ohne erkennbaren Verbrauch.
Fahrzeug-Schwachstellen 11
Die erste Multitronic-Generation (01J) hat bekannte Schwächen im Steuergerät und bei den Reibbelägen. Getriebeausfälle ab 100.000 km häufig.
Die Vierlenker-Vorderachse neigt zum Querlenker-Verschleiß. Gummilager und Buchsen werden spröde. Die obere Befestigungsschraube rostet fest und bricht beim Ausbau häufig ab.
Thermostat fällt häufig aus. In Offenstellung bleibt Motor unterkühlt (Heizung kalt, hoher Verbrauch), in Geschlossenstellung droht Überhitzung. Beim Wechsel gleichzeitig Wasserpumpe tauschen.
Spurstangenköpfe und Lenkungslager verschleißen durch hohes Frontgewicht früh. Spröde Gummiteile reißen und erzeugen Lenkungsspiel. Häufiger TÜV-Mangel.
Der Klimakompressor fällt bei höheren Laufleistungen aus, häufig bedingt durch mangelhaften Klimaservice. Gesamtkosten für Kompressortausch liegen bei 700–1.300 €.
Wasser dringt durch verstopfte Klimakondensat-Abläufe oder defekte Dichtungen im Wasserkasten in den Fahrgastraum ein. Folgeschäden an Elektronik und Teppich möglich.
Serienproblem: Die eingeschweißte Glasheckscheibe löst sich. Audi führte eine Rückrufaktion durch (endete ca. 2008). Nachkleben hält selten dauerhaft.
Die Hydraulikzylinder in der B-Säule verlieren durch verschlissene Dichtungen Öl. Überholung nur bei Spezialbetrieben. Ölspezifikation: G 004 000 M2 (grün).
Nahezu alle A4 B6 (8E) haben stark degradierenden Softlack an Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türverkleidungen. Der Lack reagiert mit Handcreme und löst sich auf. Erst Ende 2004 verbesserte Audi die Rezeptur.
Der Türkabelbaum bricht durch häufiges Öffnen und Schließen an der Knickstelle. Betroffen sind Fensterheber, Zentralverriegelung, Lautsprecher und Außenspiegel.
Ohne Dach fehlt dem Cabrio die Verwindungssteifigkeit der Limousine. Knarzgeräusche aus dem Innenraum, besonders auf unebenen Straßen und in Kurven. Konstruktionsbedingt nur begrenzt behebbar.
Berichte & Tests
Durchschnittliche Mängelquote für die Altersklasse