Audi A4
V6-Common-Rail-Diesel mit 140 kW. Sparsamer als der 3.0 TDI, ausreichend kräftig. Piezo-Injektoren und Steuerkette als Verschleißpunkte beachten.
Souveräner Mehrzylinder — entspannt reisen
190 PS 2.7L mit angenehmer Laufruhe. Reist entspannt, ohne sportliche Ambitionen. Bekannte Schwachstellen einkalkulieren.
Motor-Schwachstellen 5
Die Steuerkette des 2.7 TDI V6 kann sich vorzeitig dehnen, besonders bei Kurzstreckenbetrieb und seltenem Ölwechsel. Rasseln beim Kaltstart ist Warnsignal. Vollständiger Kettensatz-Tausch 1.500–3.500€.
Symptome: Rasseln oder Klappern direkt nach dem Kaltstart, Motorsteuerfehler im Fehlerspeicher, im schlimmsten Fall Motorstillstand.
Das AGR-System liegt beim 2.7 TDI V6 im schwer zugänglichen V-Zwischenraum. Ventil und Kühler verkochen, der Kühler kann undicht werden und Kühlmittel verlieren.
Symptome: Ruckeln und Leistungsabfall, Kühlmittelverlust ohne sichtbare externe Leckage, Motorkontrollleuchte mit AGR-Fehlercode.
Die Piezo-Injektoren des 2.7 TDI erreichen bei sehr hoher Laufleistung das Ende ihrer Lebensdauer. Einzel-Tausch möglich, aber oft werden alle 6 gleichzeitig ersetzt.
Symptome: Unrunder Motorlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rauchwolken beim Kaltstart, Fehlercode für einzelne Zylinder.
Sofortiges Abschalten nach Vollgasfahrten und mangelndes Öl-Vorwärmen beim Kaltstart beschleunigen den Turbolagerverschleiß. Ein Defekt führt zu Ölaustritt und ggf. Totalschaden.
Symptome: Pfeifendes oder schleifendes Geräusch aus dem Turbobereich, bläulicher Rauch, Leistungsverlust, Ölverlust.
Der Öl-Wasser-Wärmetauscher kann nach hoher Laufleistung undicht werden und Kühlmittel ins Motoröl mischen oder Öl ins Kühlsystem abgeben. Relativ günstiger Tausch verhindert Motorschaden.
Symptome: Milchige Ölschmiere am Öldeckel, Kühlmittelstand sinkt ohne sichtbaren Verlust, Ölfarbe milchig-braun.
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Das stufenlose Multitronic-Getriebe (Typ 0AW) ist bis 2011 für häufige Ausfälle bekannt. Ab ca. 150.000 km Ruckeln, ungenaues Schalten oder Totalausfall. Teure Instandsetzung oder Austausch nötig.
Wassereintritt über die Rückleuchten kann den Kabelbaum kurzschließen und teure Elektronikschäden verursachen. Schwache Starterbatterie ist ein wiederkehrendes Thema, da viele Systeme permanent Strom ziehen.
Die komplexe Vorderachse zeigt bei höheren Laufleistungen Verschleiß an Radaufhängungen, Querlenkerlagern und Federn. Bremsschläuche stehen regelmäßig auf Reparaturlisten.
Bei TFSI-Benzinern ist die Kühlwasserpumpe zwischen 50.000 und 100.000 km ein bekannter Verschleißpunkt. Lose Schlauchschellen können ebenfalls zu Kühlmittelverlust führen.
Das S-Tronic Doppelkupplungsgetriebe ist empfindlich gegenüber häufigem Stadtverkehr und Anhängerbetrieb. Kupplungsruckeln und Schaltprobleme treten auf. Regelmäßige Getriebeölwechsel verlängern die Lebensdauer.
Federn brechen durch Korrosion an der Pulverbeschichtung nach Steinschlag. Besonders Vorderachsfedern betroffen. Federbruch kann zur Reifenbeschädigung führen.
Hintere Bremssättel fressen sich fest, besonders nach Winterperioden. Defekte Dichtungen lassen Wasser eindringen und Kolben korrodieren.
Das MMI-System zeigt häufig Ausfälle durch Überspannungsschäden beim Batteriewechsel oder Feuchtigkeitsschäden. Steuergerät oder Interfacebox defekt.
Lose Hitzeschutzbleche an der Abgasanlage sind eine häufige Geräuschquelle. Einfache Reparatur durch Nachbiegen oder Erneuern der Befestigungen.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse