Audi A4
V6-Diesel mit 160 kW und enormem Drehmoment. Souveräner Langstreckenmotor. Steuerkette, auf Kettenspanner achten. AdBlue-System regelmäßig warten.
Souveräner Mehrzylinder — entspannt reisen
218 PS 3.0L mit angenehmer Laufruhe. Reist entspannt, ohne sportliche Ambitionen. Bekannte Schwachstellen einkalkulieren.
Motor-Schwachstellen 5
Bestimmte EA897-Varianten (3.0 TDI, 2014–2017) zeigen einen Materialdefekt an den Nockenwellen. Nockenlaufflächen reißen, Ventile öffnen nicht mehr korrekt. Reparatur kostet 3.500–20.000 €.
Symptome: Klopfen/Ticken kalt, unruhiger Motorlauf, Leistungsverlust, MKL, Schleifgeräusche im Kopf
Der 3.0 TDI CNHA nutzt vier dünne Steuerketten (je Nockenwellenbank, Verbindungskette, Ölpumpenkette), alle getriebeseitig verbaut. Tausch kostet 3.000–5.000 € und erfordert 15–20 Arbeitsstunden.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, Fehlercodes Nockenwellensteuerung, Öldruckabfall
Das AGR-System des 3.0 TDI CNHA verkokst bei hohem Stadtanteil. Defektes AGR-Ventil und verkoktes AGR-Kühlmodul führen zu Leistungsverlust und erhöhten Emissionen. Reinigung oder Austausch erforderlich.
Symptome: Leistungsabfall, Schwarzrauch, Ruck beim Beschleunigen, erhöhter Verbrauch
Der DPF des 3.0 TDI regeneriert nicht vollständig bei vielen Kurzstreckenfahrten. Folge: Verstopfung und Notlauf. Zwangsregeneration durch längere Autobahnfahrt oder in der Werkstatt erforderlich.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Leistungsreduzierung, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Öl verdünnt durch Kraftstoff
Der NOx-Sensor des 3.0 TDI CNHA verkokkt und gibt falsche Werte aus. Typisch: AdBlue-Systemstörung trotz vollem Tank. Sensor kann gereinigt werden (Vergaserspray) oder muss ersetzt werden (200–400 €).
Symptome: AdBlue-Warnleuchte, SCR-Systemfehler, erhöhte NOx-Werte, Motorcheck
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Defekte Kühlmittelventile verursachen Kühlmittelverlust, der unbemerkt zum Überhitzen führen kann. Temperatursensoren und Thermostatgehäuse sind ab 60.000–100.000 km ein Schwachpunkt.
Die Gummilager der oberen Querlenker verschleißen frühzeitig, vereinzelt bereits ab 60.000–80.000 km. Das Problem soll erst mit dem Facelift 2019 behoben worden sein.
Bestimmte 19-Zoll-Reifenkombinationen am B9 führen zu vorzeitigem Verschleiß an den Innenflanken. Ursache ist ein nicht ideal abgestimmtes Fahrwerk für größere Räder. Regelmäßige Achsvermessung empfohlen.
Das S-Tronic-Doppelkupplungsgetriebe ruckelt beim Anfahren und bei langsamer Fahrt. Mechatronik-Einheit kann defekt werden.
Wasserpumpe und Thermostatsgehäuse fallen typischerweise zwischen 60.000 und 170.000 km aus. Bekannte Schwachstelle beim 2.0 TFSI und 2.0 TDI.
Das S-Tronic Doppelkupplungsgetriebe zeigt in den Positionen D und R ein bekanntes Ruckeln im Leerlauf, das von Audi als Stand der Technik eingestuft wird. Bei Dieselmotoren zusätzlich Durchdrehen möglich.
Das MMI-Infotainmentsystem zeigt in Facelift-Modellen häufig Bluetooth-Verbindungsprobleme: abgehackte Musikwiedergabe, ausbleibende Klingeltöne. Softwareupdates helfen nicht immer dauerhaft.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse