Audi S3
2,0-Liter-TFSI der EA113-Plattform mit 265 PS für die S-Variante. Robuster Ältbewährter mit Zahnriemensteuerung — kein Steuerkettenproblem wie beim EA888. Bekannte Schwäche: Nockenwellen-Kettenspanner nach 80.000–100.000 km, Hochdruckpumpen-Stößelverschleiß. Auf erhöhten Ölverbrauch und Kühlmittelverlust achten.
Agiles Leichtgewicht — direkt und spaßig
256 PS 2.0L im kompakten Chassis — flinkes Handling, guter Punch.
Motor-Schwachstellen 6
Bis zu 785.000 Motoren der EA113/EA888-Generation mit 1.8 und 2.0 TFSI verbrauchen mehr als 1 Liter Öl pro 1.000 km durch zu schmale Ölabstreifringe. Der BHZ gehört zur betroffenen frühen Motorgeneration.
Symptome: Stark sinkender Ölstand, Blaurauch im Auspuff besonders nach dem Start, Ölverbrauch messbar über 0,5 l/1.000 km
Der EA113-basierte 2.0 TFSI BHZ hat einen bekannt weichen Nocken am Einlass-Nockenwellentrieb für die Hochdruckpumpe. Der Becherstößel verschleißt schnell und kann abbrechen – Folgeschäden über 5.000 €.
Symptome: Kraftstoffdruckfehler P0089, Leistungsverlust, Motorstottern, im schlimmsten Fall plötzlicher Motorausfall ohne Vorwarnung
Im 2.0 TFSI EA113 versagen Steuerkettenspanner und Nockenwellenversteller, was ein Überspringen der Kette begünstigt. Bei Kettenschaden ist oft auch der Zylinderkopf beschädigt – Kosten bis 5.300 €.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, Motorkontrollleuchte, Schütteln im Leerlauf, im Extremfall plötzlicher Motorausfall
Die original Ölpumpe des EA113 liefert bei niedrigen Drehzahlen unzureichenden Druck für Nockenwellensteller. Zu geringer Druck zerstört das Ausgleichswellenmodul — typischer EA113-Totalschaden.
Symptome: Öldruckverlust, metallisches Klackern, Motorausfall bei hoher Last
Als Direkteinspritzer ohne Saugrohreinspritzung bildet der BHZ starke Koksablagerungen an den Einlassventilen. Walnut-Blasting oder mechanische Reinigung alle 60.000–80.000 km nötig.
Symptome: Rauer Kaltstart, Leerlaufschwanken, Leistungsabfall bei Teillast, erhöhter Verbrauch
N249-Bypassventil des EA113 versagt häufig bereits nach 40.000 km. Ergebnis ist merklicher Leistungsverlust. Günstiger und einfach zu tauschender Teil, der aber oft übersehen wird.
Symptome: Deutlicher Leistungsverlust, langsames Ansprechen auf Gas, Turbo-Pfeifgeräusche
Fahrzeug-Schwachstellen 5
Die seitlichen Motorlager sind beim S3 8P einem hohen Verschleiß ausgesetzt und können sogar reißen. Besonders bei sportlicher Fahrweise oder Chiptuning tritt das Problem früher auf.
Das Sieb der Haldex-Vorladepumpe verstopft durch veraltetes Öl und verhindert den Druckaufbau. Der Allradantrieb fällt dann aus und die Hinterräder erhalten keinen Antrieb mehr. Oft wird fälschlicherweise die teure Kupplung selbst ersetzt.
Der S3 8P basiert auf der Golf-5-Plattform mit vergleichsweise schwachem Korrosionsschutz. Besonders an der rechten Hinterradwölbung und an Schweißnähten bildet sich Rost. Vormodelle bis 2011 stärker betroffen.
Radlagerschäden beim S3 8P äußern sich durch Brummen in Kurven. Durch den Allradantrieb und das höhere Gewicht im Vergleich zum A3 verschleißen die Radlager schneller.
Die Hinterradbremsen des S3 8P neigen zu starker Rostbildung auf den Bremsscheiben und anhaltendem Quietschen, auch nach kurzen Standzeiten. Der erhöhte Verschleiß durch sportliche Nutzung beschleunigt den Prozess.