Audi 45 TDI
V6-Diesel mit 200-210 kW, auch als 50 TDI vermarktet. Leistungsstärkste Sechszylinder-Dieselvariante mit enormem Durchzug.
Angst-Motor — teure Schwäche droht
249 PS 3.0L mit bekanntem Problem: Nockenwellen-Materialdefekt (Rückrufgefahr). Das Risiko teurer Reparaturen überlagert jeden Fahrspaß.
Motor-Schwachstellen 5
EA897 EVO-Motoren mit den Nockenwellen-Seriennummern CRT 000001–175973 und CZV 000001–003450 (Baujahre 2014–2017) leiden unter einem Materialfehler. Die Nockenwellen können brechen und verursachen irreparable Motorschäden.
Symptome: Starkes Ticken oder Klopfen aus dem Motor, das über den normalen Diesel-Verbrennungsklang deutlich hinausgeht; Motorverlust durch kompletten Nockenwellenbruch
Der überarbeitete EA897 mit zwei Steuerketten zeigt bei schlechter Ölpflege oder langen Wechselintervallen Kettenverschleiß. Reparaturkosten von 3.000–5.000 € sind typisch für den zweitürigen V6-Kettentrieb.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart (1–3 Sekunden), insbesondere nach längerer Standzeit; bei starker Dehnung auch unter Last hörbar
Der 3.0 TDI V6 in A6 und A7 zeigt bei höheren Laufleistungen ausgeprägte AGR-Verkokung. Ablagerungen können den Ansaugkanal bis zu 80 % blockieren und erfordern aufwendige Demontage zur Reinigung.
Symptome: Ruckeln und Aussetzer im Teillastbereich, unrunder Leerlauf besonders in der Warmlaufphase, deutlich erhöhter Verbrauch
Der 3.0 TDI in A6/A7 C7 nutzt SCR-Katalysator mit AdBlue. Verstopfte DPFs durch Kurzstreckenbetrieb und Fehler im AdBlue-Dosiersystem sind bekannte Probleme. Hohe Reparaturkosten beim DPF-Tausch.
Symptome: DPF-Warnleuchte, AdBlue-Warnmeldung, Leistungsreduzierung, im Notlaufprogramm maximal 3 Neustarts ohne Behebung möglich
Der 3.0 TDI in A6 C7 zeigt bei höheren Laufleistungen häufig Ölverlust an der oberen Ölwannendichtung. Die Reparatur ist aufwendig und erfordert teils den Ausbau des Getriebes.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug, Ölgeruch bei Betriebstemperatur, sinkender Ölstand zwischen Inspektionen
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Serienmäßige Luftfederung zeigt häufige Kompressor- und Luftbalgdefekte ab 80.000–120.000 km. Undichte Bälge lassen den Kompressor dauerhaft laufen bis zum Überhitzungsschaden.
AdBlue-System der 3.0 TDI-Modelle zeigt ab ca. 60.000 km häufige Defekte: verstopfte Einspritzdüsen durch Harnstoffkristallisierung, defekte Dosierpumpe. Reparaturkosten bis 4.000 €.
Die Serienstahlbremse des SQ7 4M kann bei sportlicher Autobahn-Nutzung thermisch überfordert werden. Berichte von Besitzern zeigen Verlust der Bremsleistung schon nach 7.000 km. Audi genehmigte Ersatz.
Für den Q7/SQ7 4M wurden mehrere Rückrufe ausgesprochen: Sitzstruktur dritte Reihe, Airbag-Zündung und Windschutzscheiben-Heizung (Brandgefahr, Modelle 07-11/2019). Status sollte vor Kauf geprüft werden.
Leergewicht über 2.000 kg führt zu deutlich erhöhtem Bremsverschleiß. Vordere Bremsscheiben und Beläge müssen teils schon bei 30.000–50.000 km gewechselt werden.
Beim SQ7 4M mit serienm äßigem Luftfahrwerk treten Probleme mit Niveausensoren auf, die zu Systemfehlermeldungen führen. Kompressorausfälle bei hohen Laufleistungen möglich.
Das Fahrzeuggewicht von über 2,2 Tonnen des SQ7 belastet Kugelgelenke und Lenkung überdurchschnittlich. Verschleiß tritt früher auf als bei kleineren Fahrzeugen, besonders bei häufiger Anhängerzugnutzung.
MIB2-Infotainmentsystem neigt zu Abstürzen und Komplettausfällen durch Elektronikfehler oder Feuchtigkeitseintritt. MOST-Ring-Netzwerk fällt bei Ausfall einer Komponente komplett aus.
Elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung zeigt häufige Steuergerätfehler (EEPROM, Hallsensor). Ohne korrekte Codierung fallen ACC und Frontkamera aus.
LED-Rücklichter des SQ7 4M fallen nach 50.000–70.000 km häufig aus. Da einzelne LED-Module nicht getauscht werden können, muss oft das gesamte Rücklicht ersetzt werden.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse