Citroën C6
Großer PSA-Vierzylinder-Diesel mit 163–204 PS in verschiedenen Leistungsstufen. Kräftig und durchzugsstark, aber seltener als der 2.0 HDi. Zahnriemenantrieb mit komplexem Wechsel.
Basis-Diesel im C6
163 PS im C6 — ausreichend für die Oberklasse-Limousine, aber weniger Reserven als die 170-PS-Variante.
Motor-Schwachstellen 6
DW12 nutzt zwei Turbos in paralleler Sequenzschaltung. Kleiner Turbo arbeitet allein bis 1.400 U/min, beide ab 2.500 U/min. Turbostiel-Festfressen oder Lagerverschleiß an einem Turbo führt zu unkontrollierter Druckgebung. Komplex, teuer in Reparatur.
Symptome: Leistungsverlust, pfeifende/rasselnde Geräusche, Rauch, Fehlercode.
Der 2.2 HDi mit EOLYS-basiertem FAP gilt als besonders anfällig für DPF-Probleme. Fehlende Langstrecke führt zu Verstopfung. Regenerationsversagen erhöht Ölverdünnung. Manche Mechaniker empfehlen diesen Motor grundsätzlich nicht für Kurzstreckenfahrer.
Symptome: FAP-Warnleuchte, Leistungsverlust, Notlaufmodus, starker Kraftstoffgeruch im Öl.
Bei hohen Laufleistungen und thermischer Belastung können Zylinderköpfe des DW12 Risse entwickeln. Bekannt von Mechanikern als problematischer Motor. In Einzelfällen wurde der komplette Motorwechsel von 2.2 auf 2.0 HDi durchgeführt.
Symptome: Kühlmittelverlust, Mayonnaisebildung im Öl, Überhitzung, weiße Abgase.
Der Turbolader des DW12 2.2 HDi leidet unter Ölschlamm und -schmutz, der die Ölversorgung des Turbo drosselt. Wellenspiel, Pfeifgeräusche und schließlich Lagerfressschaden sind die Folge. Öl muss regelmäßig gewechselt werden.
Symptome: Pfeifendes Turbogeräusch, Blaurauch bei Gasgeben, erhöhter Ölverbrauch über 0,5 L/1000 km, Leistungsverlust. Turbo lässt sich nicht mehr kräftig durchdrehen.
Torsionsdämpfer der Kurbelwelle verschleißt bei höheren Laufleistungen. Innen- und Außenring beginnen zu gleiten, was zu unrundem Motorlauf, Klopfgeräuschen und Riemenantriebsproblemen führt. Bekannt bei intensivem Betrieb.
Symptome: Klopfen/Quietschen des Motors im Leerlauf, Riemengeräusche, leicht unrunder Motorlauf.
Der AGR-Kühler des DW12 2.2 HDi entwickelt Risse und lässt Kühlmittel auf heiße Abgasteile tropfen, wo es verdampft. Kein sichtbarer Kühlmittelverlust nach außen. Schleichende Überhitzungsgefahr, Kühlmittel muss regelmäßig nachgefüllt werden.
Symptome: Schleichender Kühlmittelverlust ohne sichtbare Lecks außen, weißlicher Dampf aus Auspuff, Kühlsystem muss häufig nachgefüllt werden, Kühlmittelwarnleuchte.
Fahrzeug-Schwachstellen 5
Die Hydractive-3-Federung des C5 I ist bei höheren Laufleistungen eine bekannte Kostenfalle. Federkugeln verlieren ihren Stickstoffdruck, die Federung wird hart und unkomfortabel. Undichte Zylinder oder ein defekter Hydraulikblock führen zu vollständigem Ausfall und teurem Austausch.
Das BSI-Zentralsteuergerät des C5 I ist berüchtigt für Komplettausfälle, bei denen gleichzeitig Fehlermeldungen für Wegfahrsperre, Getriebe, Bremsen, ABS und ESP erscheinen. Feuchtigkeit im Steuergerät oder Korrosion an Masse-Punkten sind die häufigsten Ursachen.
Das 4-Gang-Automatikgetriebe AL4 des C5 I ist für Schaltprobleme bekannt. Defekte Schiebeventile verhindern das Anfahren aus dem Stand, Softwareupdate oder Getriebespülung schaffen oft nur kurzfristig Abhilfe. Komplette Überholung ab 150.000 km häufig nötig.
Die Spurstangen und Spurstangenköpfe des C5 I haben eine unterdurchschnittliche Haltbarkeit. TÜV-Berichte dokumentieren erhöhten Spurstangenverschleiß als eines der häufigsten Mängel dieses Modells. Auch Antriebswellen und Gelenke zeigen vorzeitigen Verschleiß.
Fahrzeuge aus den ersten Baujahren (2001–2004) zeigen Korrosionsprobleme am Unterboden und am vorderen Hilfsrahmen. Besonders in Salzstreugegenden rosten Bremseitungen und Hilfsrahmen-Schweißnähte durch.