Citroën C6
Großer PSA-Vierzylinder-Diesel mit 163–204 PS in verschiedenen Leistungsstufen. Kräftig und durchzugsstark, aber seltener als der 2.0 HDi. Zahnriemenantrieb mit komplexem Wechsel.
Stärkster C5-Tourer
204 PS im C5 Tourer — auch vollbeladen immer kraftvoll, beeindruckender Reise-Kombi.
Motor-Schwachstellen 6
DW12 nutzt zwei Turbos in paralleler Sequenzschaltung. Kleiner Turbo arbeitet allein bis 1.400 U/min, beide ab 2.500 U/min. Turbostiel-Festfressen oder Lagerverschleiß an einem Turbo führt zu unkontrollierter Druckgebung. Komplex, teuer in Reparatur.
Symptome: Leistungsverlust, pfeifende/rasselnde Geräusche, Rauch, Fehlercode.
Der 2.2 HDi mit EOLYS-basiertem FAP gilt als besonders anfällig für DPF-Probleme. Fehlende Langstrecke führt zu Verstopfung. Regenerationsversagen erhöht Ölverdünnung. Manche Mechaniker empfehlen diesen Motor grundsätzlich nicht für Kurzstreckenfahrer.
Symptome: FAP-Warnleuchte, Leistungsverlust, Notlaufmodus, starker Kraftstoffgeruch im Öl.
Bei hohen Laufleistungen und thermischer Belastung können Zylinderköpfe des DW12 Risse entwickeln. Bekannt von Mechanikern als problematischer Motor. In Einzelfällen wurde der komplette Motorwechsel von 2.2 auf 2.0 HDi durchgeführt.
Symptome: Kühlmittelverlust, Mayonnaisebildung im Öl, Überhitzung, weiße Abgase.
Der Turbolader des DW12 2.2 HDi leidet unter Ölschlamm und -schmutz, der die Ölversorgung des Turbo drosselt. Wellenspiel, Pfeifgeräusche und schließlich Lagerfressschaden sind die Folge. Öl muss regelmäßig gewechselt werden.
Symptome: Pfeifendes Turbogeräusch, Blaurauch bei Gasgeben, erhöhter Ölverbrauch über 0,5 L/1000 km, Leistungsverlust. Turbo lässt sich nicht mehr kräftig durchdrehen.
Torsionsdämpfer der Kurbelwelle verschleißt bei höheren Laufleistungen. Innen- und Außenring beginnen zu gleiten, was zu unrundem Motorlauf, Klopfgeräuschen und Riemenantriebsproblemen führt. Bekannt bei intensivem Betrieb.
Symptome: Klopfen/Quietschen des Motors im Leerlauf, Riemengeräusche, leicht unrunder Motorlauf.
Der AGR-Kühler des DW12 2.2 HDi entwickelt Risse und lässt Kühlmittel auf heiße Abgasteile tropfen, wo es verdampft. Kein sichtbarer Kühlmittelverlust nach außen. Schleichende Überhitzungsgefahr, Kühlmittel muss regelmäßig nachgefüllt werden.
Symptome: Schleichender Kühlmittelverlust ohne sichtbare Lecks außen, weißlicher Dampf aus Auspuff, Kühlsystem muss häufig nachgefüllt werden, Kühlmittelwarnleuchte.
Fahrzeug-Schwachstellen 5
Die Hydractive-3+-Federung des C6 I fällt ab ca. 60.000–80.000 km durch undichte Federkugeln und Zylinder auf. Das Fahrzeug sinkt an einer oder mehreren Ecken ab, die Federung wird hart. Reparatur ist aufwändig und teuer; Ersatzteile wurden von Citroën eingestellt.
Die BSI- und BSM-Zentralsteuergeräte des C6 I sind bei Citroën als Ersatzteil nicht mehr verfügbar. Ein Defekt dieser Steuergeräte kann das Fahrzeug unwiederbringlich lahmlegen. Elektronikprobleme mit Fehler-Kaskaden (ABS, ESP, Feststellbremse) treten ab 50.000 km auf.
Das Automatikgetriebe des C6 I verschleißt an Magnetventilen im Hydraulikblock ab 80.000–100.000 km. Ruckartige Schaltvorgänge und Getriebeausfälle sind die Folge. Ein Getriebeölwechsel mit speziellem ATF alle 60.000 km ist Pflicht, wird aber von vielen Vorbesitzern ignoriert.
Der C6 I zeigt bei höheren Laufleistungen (80.000–100.000 km) Probleme mit Bremsleitungen, die zu Druckverlust führen können. Bremsscheiben und Beläge verschleißen überdurchschnittlich, besonders die vorderen Scheiben ab 40.000–60.000 km.
Der C6 I zeigt Korrosion an Radkasteninnenkanten und am Unterboden, besonders bei Fahrzeugen ohne regelmäßige Unterbodenversiegelung. Ältere Exemplare ab Baujahr 2005–2007 sind stärker betroffen.