Fiat Panda
Moderner 3-Zylinder-Turbomotor mit innovativer FireFly-Technologie, der technisch aufwendig konstruiert ist. Die Integration von AGR in die MultiAir-Einheit macht Reparaturen unverhältnismäßig teuer. Das Mild-Hybrid-System zeigt in der Frühphase Schwächen bei der 12V-Batterie. Als relativ neues Aggregat sind Langzeiterfahrungen noch begrenzt.
Moderner Cityflitzer
Dreizylinder-Turbo im leichten Panda Hybrid: spritzig, sparsam, und mit Mild-Hybrid-Boost überraschend munter. Fiat-Fahren ohne schlechtes Gewissen.
Motor-Schwachstellen 4
Beim FireFly 1.0 T3 ist das AGR nicht als separates Bauteil erhältlich. Fällt das Abgasrückführungs-Magnetventil aus, muss die gesamte MultiAir-Einheit getauscht werden. Kosten über 2.000 Euro.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsreduzierung auf der Autobahn, Check-Engine-Meldung
Der kleine Turbolader des 1.0 T3 zeigt spürbares Turboloch beim Anfahren und ist bei zu langen Ölwechselintervallen verschleißanfällig. Bei Laufleistungen über 100.000 km häufen sich Berichte über pfeifende Geräusche.
Symptome: Turboloch beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen, Pfeif- oder Zischgeräusche, Leistungsverlust
Einzelne Berichte beschreiben erhöhten Ölverbrauch und blaue Abgase, was auf Kolbenring- oder Ventilschaftdichtungsverschleiß hinweist. Für einen relativ neuen Motor ungewöhnlich.
Symptome: Sinkender Ölstand zwischen Wechselintervallen, blauer Rauch aus dem Auspuff besonders beim Kaltstart
Der Mild-Hybrid deaktiviert Start-Stopp und Energierückgewinnung automatisch, sobald die 12V-Hauptbatterie unter einen Schwellenwert fällt. Bei Kurzstreckenbetrieb und kalten Temperaturen tritt dies regelmäßig auf.
Symptome: Start-Stopp funktioniert nicht, Hybrid-Anzeige inaktiv, Ladestandanzeige auf niedrigstem Wert
Fahrzeug-Schwachstellen 13
Das optionale Dualogic-Getriebe am Fiat Panda (312) neigt zu ruckligem Schaltverhalten und Schaltverzögerungen. Reparatur bis 2.400 Euro.
Fertigungsfehler im Airbag-Treibsatz: Die zweite Stufe des Seitenairbags kann bei einem Unfall versagen. Betroffen sind Fahrzeuge aus Sept.–Dez. 2016. Rückruf A12/0563/17 vom April 2017.
Schweller des Fiat Panda (312) beginnen ab dem zweiten HU-Termin zu rosten, besonders bei Fahrzeugen in Salzregionen.
Die Schweller sind ab Werk mangelhaft abgedichtet – Sand und Wasser dringen über den hinteren Radkasten ein. Türunterkanten und Einstiegsbleche rosten von innen, oft erst nach 4–6 Jahren sichtbar.
Laut TÜV-Statistik gehören defekte Federn und Stoßdämpfer zu den häufigsten Beanstandungen beim Panda 319. Die Federung ist straff ausgelegt und reagiert empfindlich auf schlechte Straßen.
Das Start-Stopp-System des Fiat Panda (312) reagiert empfindlich auf schwache Batterien und fällt besonders bei Kurzstreckenbetrieb häufig aus. Batterietausch 80–150 Euro.
Domlager und Koppelstangen der Vorderachse des Fiat Panda (312) verschleißen früh und führen zu typischen HU-Mängeln.
Die Heckklappe des Fiat Panda (312) dichtet nicht zuverlässig. Wasser dringt an den Dichtungen vorbei in den Kofferraum ein.
Bremsanlage des Fiat Panda (312) wird bei TÜV-Berichten regelmäßig beanstandet. Bremsscheiben und -schläuche zeigen überdurchschnittlichen Verschleiß.
Motordichtungen des Fiat Panda (312) lassen bei höheren Laufleistungen Öl weinen; Abgasanlage korrodiert überdurchschnittlich früh.
Lenkgelenke und Spurstangenköpfe des Fiat Panda (312) fallen bei Hauptuntersuchungen regelmäßig durch Spiel auf.
Klimakondensator des Fiat Panda (312) kann durch Steinschlag oder Korrosion undicht werden. Kondensatortausch kostet 400–700 Euro.
Fahrzeuge mit Start-Stopp-System sind besonders anfällig für Batterieprobleme bei Kurzstreckenbetrieb. Batterie ist häufigster Pannengrund.
Berichte & Tests
Der aktuelle Panda schneidet bei der HU akzeptabel ab. Leichte Mängel an Fahrwerk und Beleuchtung, insgesamt aber besser als der Vorgaenger.
Panda 312 schneidet in der Pannenstatistik akzeptabel ab. Weniger Pannen als 500 und Punto.