Fiat Punto
Großvolumiger Fünfzylinder mit robustem Grundcharakter; Zahnriemen und Lichtmaschinen-Zuverlässigkeit sind kritische Wartungspunkte.
HGT-Sportler seiner Zeit
131 PS, 215 km/h, 0–100 in 8,6 Sekunden — der sportlichste Serien-Punto. Hochdrehendes 1.8er-Aggregat mit Sportcharakter und gutem Handling.
Motor-Schwachstellen 4
Der 2.4 20V hat einen Zahnriemen, der laut Fiat alle 120.000 km getauscht werden soll. Vorzeitiger Riss führt zu totalem Motorschaden. Praxis zeigt: 60.000 km–80.000 km sind sicherer.
Symptome: Plötzlicher Motorstillstand, metallisches Knacken vor Versagen, totaler Motorschaden
Bei der Bipower-Variante (Benzin/Erdgas) reißen plötzlich im Gasbetrieb die Einlassventile ab oder verkoken, weil das Gas die Ventile nicht reinigt wie Benzin es täte.
Symptome: Motor läuft im Gasbetrieb unrund, pfeift beim Tanken, im schlimmsten Fall Zylinderkopfschaden
Die Lichtmaschine des 2.4 20V Multipla/Croma fällt wiederholt aus. Ein Austausch mit einem Magneti-Exemplar (Stilo-Type) soll zuverlässiger sein als das originale Bosch-Aggregat.
Symptome: Batteriewarnung, Spannungsabfall, Fahrzeug lässt sich nicht starten
Wie viele Fiat-Benziner der Ära verbraucht der 183A1 bei höherer Laufleistung zunehmend Öl durch alterungsbedingte Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen.
Symptome: Bläulicher Rauch, Ölstand fällt, Abgas riecht verbrannt
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Die elektrische Servolenkung des Punto 188 fällt häufig aus, zunächst intermittierend. Ursache sind meist defekte Relais auf der Steuerplatine des Servomotors.
Die Domlager (Federbeinlager) des Punto 188 sind ein dokumentierter Schwachpunkt. Wassereintritt in die Kugellager beschleunigt den Verschleiß. Geräusche ab ca. 30.000 km, überarbeitete Fiat-Teile beheben das Problem dauerhaft.
Der automatische Bremskraft-Steller der hinteren Trommelbremse klemmt oder versagt, was zu ungleicher Bremswirkung und TÜV-Mängeln führt. Gefrorener Bremskabelzug im Winter verschlimmert das Problem.
Der Synchronring des zweiten Ganges verschleißt früh. Typisch ist schwergängiges oder krachendes Einlegen des zweiten Ganges. Kupplungen haben zudem eine kurze Lebensdauer von oft unter 80.000 km.
Die Auspuffanlage rostet bei älteren Exemplaren stark durch, besonders an Verbindungsflanschen und dem hinteren Schalldämpfer. Am Unterboden zeigt sich Rost vor allem an Motorträgern, Schwellern und Bremsleitungen.
Am Punto 188 dringt Wasser bevorzugt unterhalb der Frontscheibe und an der hinteren Dachnaht am Übergang zur C-Säule ein. Der Beifahrer-Fußraum ist besonders häufig betroffen.
Korrodierte oder gerissene Massekabel verursachen ein breites Spektrum an elektrischen Fehlfunktionen. Betroffen sind Lichtmaschine, Anlasser, Kraftstoffpumpe und Tachoanzeige.
An älteren Punto 188 lecken häufig die Ventildeckeldichtung, Ölwanne und Antriebswellenmanschetten. Das Getriebe neigt ebenfalls zu Ölverlust.
Das Wischergestänge des Punto 188 klemmt oder blockiert — in mehreren Fällen wurde der Wischermotor innerhalb der Garantiezeit mehrfach getauscht.
Die Kupplung des Punto 188 gilt als kurzlebig — Defekte an Kupplungsgeberzylinder und Kupplungsnehmerzylinder sowie am Kupplungsbelag sind häufig. Wechselintervalle von unter 80.000 km sind keine Seltenheit.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses brennt durch. Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe oder fällt ganz aus. Ursache: überhitzender Widerstand durch schleifende Lagerung des Lüftermotors.
Der Klimakompressor des Punto 188 verliert mit zunehmendem Alter Kältemittel durch undichte Schläuche und Anschlüsse. Ab ca. 40.000 km frühe Kompressor-Ausfälle durch Trockenlauf dokumentiert.
Vor dem Facelift (bis ca. 2003) neigen die Scheinwerfer des Punto 188 dazu, Feuchtigkeit zu sammeln. Die Gehäusedichtungen altern und lassen Wasser eindringen.
Das Armaturenbrett des Punto 188 knarzt über Unebenheiten. Sitze mit lockerer Rückenlehnen-Arretierung und knarrende Türverkleidungen sind typische Alterserscheinungen des Kleinwagens ab ca. 80.000 km.