Fiat Punto
Der erste 1.3 MultiJet gilt als grundsolides Aggregat, das in zahlreichen Langzeittests positiv abschnitt. Schwachpunkte liegen in der Einspritzanlage bei höheren Laufleistungen und beim DPF-Betrieb. Ohne DPF und mit konsequenter Wartung sind Laufleistungen über 250.000 km dokumentiert.
Tickende Zeitbombe
Beruechtigter Steuerkettenreisser im Punto oder Panda. Kein Fahrspass, dafür konstante Angst vor dem Totalschaden. Finger weg.
Motor-Schwachstellen 4
Bei Laufleistungen ab ca. 120.000 km können klopfende Geräusche im Motorraum auf Verschleiß der Hochdruckpumpe hinweisen. Die Diagnose wird häufig mit Injektoren verwechselt.
Symptome: Metallisches Klopfen oder Klackern im Motorraum, oft bei warmem Motor und mittlerer Drehzahl
Bei höheren Laufleistungen versagen die Keramikkugel-Dichtelemente in den Injektoren besonders bei Betriebstemperatur. Typisches Symptom sind Warmstartschwierigkeiten ohne Kaltstart-Auffälligkeiten.
Symptome: Motor springt nach Warmlauf schlecht oder gar nicht an, kein Problem beim Kaltstart, sporadische Startprobleme
Das AGR-Ventil des frühen 1.3 MultiJet neigt zum Festkleben durch Rußablagerungen. In diesem Zustand steuert das Motorsteuergerät in den Notlauf, der Motor dreht nicht mehr über 2.500–3.000 U/min.
Symptome: Begrenzung auf etwa 2.500 U/min, Motorwarnleuchte, Motor schaltet ins Notlaufprogramm
Fahrzeuge mit DPF (ab ca. 2007) sind anfällig für Filterblockierung bei ausschließlichem Stadtbetrieb. Im Gegensatz zum Nachfolger 199B1 ist die Filtergeometrie weniger optimiert.
Symptome: Motorwarnleuchte, Leistungsverlust, Motor schaltet ins Notlaufprogramm
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Die elektrische Servolenkung des Punto 188 fällt häufig aus, zunächst intermittierend. Ursache sind meist defekte Relais auf der Steuerplatine des Servomotors.
Die Domlager (Federbeinlager) des Punto 188 sind ein dokumentierter Schwachpunkt. Wassereintritt in die Kugellager beschleunigt den Verschleiß. Geräusche ab ca. 30.000 km, überarbeitete Fiat-Teile beheben das Problem dauerhaft.
Der automatische Bremskraft-Steller der hinteren Trommelbremse klemmt oder versagt, was zu ungleicher Bremswirkung und TÜV-Mängeln führt. Gefrorener Bremskabelzug im Winter verschlimmert das Problem.
Der Synchronring des zweiten Ganges verschleißt früh. Typisch ist schwergängiges oder krachendes Einlegen des zweiten Ganges. Kupplungen haben zudem eine kurze Lebensdauer von oft unter 80.000 km.
Die Auspuffanlage rostet bei älteren Exemplaren stark durch, besonders an Verbindungsflanschen und dem hinteren Schalldämpfer. Am Unterboden zeigt sich Rost vor allem an Motorträgern, Schwellern und Bremsleitungen.
Am Punto 188 dringt Wasser bevorzugt unterhalb der Frontscheibe und an der hinteren Dachnaht am Übergang zur C-Säule ein. Der Beifahrer-Fußraum ist besonders häufig betroffen.
Korrodierte oder gerissene Massekabel verursachen ein breites Spektrum an elektrischen Fehlfunktionen. Betroffen sind Lichtmaschine, Anlasser, Kraftstoffpumpe und Tachoanzeige.
An älteren Punto 188 lecken häufig die Ventildeckeldichtung, Ölwanne und Antriebswellenmanschetten. Das Getriebe neigt ebenfalls zu Ölverlust.
Das Wischergestänge des Punto 188 klemmt oder blockiert — in mehreren Fällen wurde der Wischermotor innerhalb der Garantiezeit mehrfach getauscht.
Die Kupplung des Punto 188 gilt als kurzlebig — Defekte an Kupplungsgeberzylinder und Kupplungsnehmerzylinder sowie am Kupplungsbelag sind häufig. Wechselintervalle von unter 80.000 km sind keine Seltenheit.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses brennt durch. Gebläse funktioniert dann nur noch auf der höchsten Stufe oder fällt ganz aus. Ursache: überhitzender Widerstand durch schleifende Lagerung des Lüftermotors.
Der Klimakompressor des Punto 188 verliert mit zunehmendem Alter Kältemittel durch undichte Schläuche und Anschlüsse. Ab ca. 40.000 km frühe Kompressor-Ausfälle durch Trockenlauf dokumentiert.
Vor dem Facelift (bis ca. 2003) neigen die Scheinwerfer des Punto 188 dazu, Feuchtigkeit zu sammeln. Die Gehäusedichtungen altern und lassen Wasser eindringen.
Das Armaturenbrett des Punto 188 knarzt über Unebenheiten. Sitze mit lockerer Rückenlehnen-Arretierung und knarrende Türverkleidungen sind typische Alterserscheinungen des Kleinwagens ab ca. 80.000 km.