Hyundai i10 N Line
Überarbeiteter Turbo-Dreizylinder mit 48V-Mildhybrid-Option. Gute Leistungsausbeute bei niedrigem Verbrauch.
Urban Mobility, fertig
Der neue i10 macht vieles gut, aber Fahrspaß gehört nicht dazu — alles auf Komfort und Effizienz ausgelegt.
Motor-Schwachstellen 5
Der Turbo des G3LE benötigt ausreichende Ölversorgung beim Kaltstart. Zu kurze Startpausen nach langer Standzeit oder mangelhafte Ölqualität schädigen das Turbinenlager. Ölwechsel max. alle 10.000 km Pflicht.
Symptome: Pfeifen aus dem Turbobereich, Leistungsabfall, Blaurauch beim Beschleunigen aus Kaltstart.
Auch der Smartstream-T-GDi des G3LE verzichtet auf eine Saugrohreinspritzung; Einlassventile verkoken regelmäßig ab ca. 60.000 km und schränken Motorleistung und Laufruhe ein.
Symptome: Ruckeln bei Teillast, schlechteres Ansprechverhalten nach Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
Obwohl Hyundai den Kettenspanner 2020 überarbeitete, bleibt die Steuerkette bei schlechter Ölqualität oder seltenen Wechseln anfällig. Regelmäßige kurze Ölwechsel sind bei diesem Motor Pflicht.
Symptome: Kaltstartrasseln, Nockenwellen-Positionsfehler, im schlimmsten Fall Motorkontrolllampe mit Kettensprunggefahr.
Der G3LE T-GDI zeigt im Hybridbetrieb und bei Kurzstrecken eine Neigung zur Kraftstoffverdünnung des Motoröls durch Mehreinspritzungsstrategien zur LSPI-Vermeidung. Kürzere Ölwechselintervalle sind nötig.
Symptome: Ölstand über Maximum, Benzingeruch im Motoröl, erhöhter Motorenverschleiß bei langen Ölwechselintervallen
Die Smartstream-Motorsteuerung zeigt in Foren gelegentliche Sensorausfälle (Nockenwellenpositionssensor, Kurbelwellensensor). Fehlercodes können bei Feuchte oder Erschütterungen temporär auftreten.
Symptome: Motorkontrolllampe, gelegentliche Startschwierigkeiten, unrunder Motorlauf ohne klaren Defekt.
Fahrzeug-Schwachstellen 11
KBA-Rückruf für Modelle des Baujahres 2020: Hinterer rechter Gurtstraffer kann bei Unfall fehlfunktionieren und Insassen nicht ausreichend sichern.
Rückruf für Fahrzeuge aus Produktion Oktober 2024: Defekt am Kraftstofftank kann Brandgefahr verursachen. Betroffene Fahrzeuge müssen zur Werkstatt.
Wie beim Vorgänger kann die Batterie bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb frühzeitig versagen. Start-Stopp-System kann hierbei die Batterie zusätzlich belasten.
Auch die dritte i10-Generation zeigt bei der Hauptuntersuchung Mängel an Fuß- und Feststellbremse. Bremsleitung und Bremsflüssigkeit werden häufig beanstandet.
Viele i10-AC3-Besitzer berichten von Klappergeräuschen aus der Heckklappe und dem Innenraum während der Fahrt. Hintere Sitzlehnen und Auspuffhitzeschutzbleche sind typische Verursacher.
Das Festbacken der Bremsscheiben ist auch beim i10 AC3 ein bekanntes Phänomen. Mehrere Forum-Nutzer berichten, dass der Wagen nach 2–3 Regentagen kaum anfahrbar ist und sich erst mit erhöhtem Gasdruck löst. Mit Aftermarket-Teilen deutlich seltener.
Bei einigen i10 AC3 beschlagen die LED-Scheinwerfer von innen. Das Problem tritt bei Temperaturschwankungen auf, wenn die Entlüftung unzureichend abdichtet. Hyundai hat Austauscheinheiten unter Garantie angeboten.
Mehrere AC3-Besitzer berichten von Knarz- und Knackgeräuschen aus den vorderen Federbeinen, besonders bei niedrigen Temperaturen und beim Einfedern. Ursache sind oft die Stützlager oder unzureichend gefettete Gleitflächen.
Das Display-Infotainmentsystem des i10 AC3 friert gelegentlich ein oder reagiert nicht mehr auf Eingaben. Ein Neustart durch Aus- und Einschalten hilft meist. Updates wurden von Hyundai bereitgestellt, lösen das Problem aber nicht immer vollständig.
Lenkanlage, Beleuchtung und Bremsen bereiten laut TÜV-Report häufiger Probleme. Funktion der Fußbremse und Zustand der Bremsleitungen werden bemängelt.
Ölverlust am Motor ist auch bei der dritten Generation ein dokumentiertes Thema. Mit zunehmender Laufleistung treten Undichtigkeiten an Dichtungen und Deckeln auf.
Berichte & Tests
Der aktuelle i10 überzeugt mit solider Technik und wenigen Mängeln bei der HU.