Kia 1.0 T-GDi
Aufgeladener Dreizylinder-Direkteinspritzer mit ordentlicher Leistungsausbeute für die Klasse. Turbolader sorgt für frühzeitiges Drehmoment, Ölwechselintervalle strikt einhalten.
120 PS — fürs SUV-Format ausreichend
Der 120-PS-Turbo macht den Stonic flott genug für den Alltag, echte Fahrdynamik bleibt aber dem Rio vorbehalten.
Motor-Schwachstellen 4
Im G3LC 1.0 T-GDi wurden Fälle von vorzeitigem Steuerkettenversagen dokumentiert, in einzelnen Fällen bis hin zu Kettenriss und Motorschaden. Das falsche Motoröl oder lange Intervalle beschleunigen den Verschleiß erheblich.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, lautes Pfeifen oder Sirenengeräusch bei höherer Drehzahl, plötzlicher Motorausfall
Der kleine Turbo des 1.0 T-GDi erfordert ausreichend Nachlaufzeit nach Hochlastbetrieb. Wird der Motor unmittelbar nach Autobahnfahrten abgestellt, kann die heiße Turbowelle ohne Ölkühlung verschleißen.
Symptome: Turborauschen bei Wechsel von Volllast zu Leerlauf, Leistungsabfall, im schlimmsten Fall Turboversagen mit Blaurauch
Als Direkteinspritzer wird das Ansaugventil nicht von Kraftstoff gereinigt. Bei höheren Laufleistungen sammeln sich Rußablagerungen an den Einlassventilen, die Leistungsverlust und erhöhten Verbrauch verursachen.
Symptome: Schleichender Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, unruhiger Leerlauf bei höheren Laufleistungen.
Beim G3LC 1.0 T-GDi wurden Fälle von intermittierendem Ladedruckabfall bei Vollast berichtet. Der Turbolader hält bis ca. 0,8 bar stabil, darüber können Druckschwankungen auftreten. MAP-Sensor als mögliche Ursache.
Symptome: Kurzzeitiger Leistungsverlust beim Beschleunigen, Motor ruckelt bei Vollgas, unregelmäßige Beschleunigung.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Fertigungsabweichungen am Airbag-Steuermodul können dazu führen, dass die Warnleuchte aufleuchtet und die Airbags bei einem Unfall nicht auslösen. Weltweit über 1 Mio. Fahrzeuge betroffen, in Deutschland ca. 8.500.
Der hydraulische Steuerkettenspanner des 1.0 T-GDI kann bei längerer Standzeit Öl verlieren. Beim nächsten Kaltstart bis zum Aufbau des Öldrucks entsteht kurz Kettenrasseln, was langfristig zur Kettenlängung führen kann.
Ähnlich wie beim Vorgänger UB bemängelt der TÜV beim Rio YB regelmäßig die Scheinwerfer. Die Leuchtweite ist häufig falsch eingestellt oder Leuchtmittel fallen vorzeitig aus.
TÜV-Prüfer beanstanden beim Rio YB wiederholt die Lenkgelenke und Spurstangenköpfe. Bereits ab der ersten Hauptuntersuchung können erhöhtes Spiel und vorzeitiger Verschleiß festgestellt werden.
Die Bremsanlage des Rio YB schneidet im TÜV-Report unterdurchschnittlich ab. Bremsscheiben zeigen erhöhten Verschleiß, besonders bei häufigem Stadtbetrieb. Die hinteren Scheiben rosten bei seltenem Einsatz.
Beim Rio YB wurde ein Konstruktionsfehler im Klimasystem dokumentiert: Ein gebrochener Führungsbolzen lässt den Stellmotorarm frei laufen, sodass die Luftverteilung nicht mehr steuerbar ist und die komplette Einheit getauscht werden muss.
Auch beim Rio YB zeigt die Auspuffanlage ab etwa 5–6 Jahren Betrieb Rosterscheinungen. Endschalldämpfer und Verbindungsrohre sind am häufigsten betroffen.
Beim Rio YB treten Mängel an Fahrwerksfedern und Dämpfern bereits ab der ersten Hauptuntersuchung auf — ein Muster, das auch beim Vorgänger UB bekannt ist. TÜV-Statistiken zeigen erhöhte Mängelquote.
Berichte & Tests
Der vierte Rio zeigt in allen Altersklassen mehr mängelfreie Exemplare als der Durchschnitt.
Der Rio YB überzeugt mit niedrigen Pannenwerten im Kleinwagen-Segment.