Kia 1.7 CRDi
Weiterentwickelter Diesel mit etwas mehr Hubraum für bessere Durchzugskraft. Ruhigerer Lauf als der 1.6er — DPF-Probleme auf Kurzstrecken möglich.
Untermotorisiert für den Alltag
116 PS 1.7 CRDi im Sportage QL — mehr Vernunft als Vergnügen. Ideal nur für Stadtpendler ohne Gebirgspassagen.
Motor-Schwachstellen 7
Elektronisch gesteuertes AGR-Ventil des D4FD setzt sich mit Rußablagerungen zu und klemmt. Die Reinigung des Ventils und des Ansaugtraktes ist bei ca. 80.000–100.000 km routinemäßig fällig.
Symptome: Ruckeln bei niedriger Last, Motorkontrollleuchte EGR-Fehler, schlechte Fahrleistung im unteren Drehzahlbereich
Bosch-Direkteinspritzventile des D4FD können durch Kraftstoffmindergüte beschädigt werden. Feuerfeste Unterlegscheiben müssen alle 100.000–150.000 km erneuert werden, da sonst Verbrennungsgase in den Zylinderkopf entweichen.
Symptome: Anlassschwierigkeiten, ungleichmäßiger Motorlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rauch beim Start
Ab ca. 150.000 km wird der DPF des D4FD problematisch: Verstopfung führt zu Regenerationsfehlern und Ölverdünnung im Kurbelgehäuse durch eingespritzte Kraftstoff-Mengen bei Zwangsregeneration.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Motorleistungsreduktion, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Ölpegel steigt (Dieselkraftstoff mischt sich ins Öl)
Garrett-Turbo des D4FD kann durch defektes variables Leitgitter oder festgebackenes Vakuumstellglied Schubverlust verursachen. Unterdruckventil (Teilenr. 35120-2A400) ist bekanntes Verschleißteil.
Symptome: Ladedruck-Ausfall, Leistungsverlust unter Last, Fehlercode P0299 (Turbo-Unterdruck), gelegentliches Überboost-Flattern
Der 1.7 CRDi leidet stark unter DPF-Problemen bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb. In polnischen Foren dokumentiert: Regeneration alle 50–80 km statt normaler 250–300 km, Ölstand steigt durch Kraftstoffeintrag.
Symptome: Sehr häufige DPF-Regeneration, Ölstanderhöhung durch Kraftstoff, Leistungsabfall, DPF-Warnleuchte, Notlaufprogramm.
Das AGR-Ventil des D4FD neigt zur Verkohlung, was zu Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch führt. Typisches Problem des 1.7-CRDi-Aggregats, häufig zusammen mit DPF-Problemen.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln im Teillastbereich, Fehlercode P0401/P0404, Notlaufprogramm.
Der 1.7 CRDi neigt wie die anderen U-Serien-Diesel zur vorzeitigen ZMS-Ermüdung. Besonders im städtischen Dauereinsatz oder bei Fahrern mit aggressivem Kupplungsstil verschleißt das ZMS früh.
Symptome: Vibrationen und Rasselgeräusche beim Anfahren und Kaltstart, ruckartige Gangwechsel beim Schalten.
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Kurzschluss in der ABS/ESC-Einheit kann zu einem Motorraumband führen. Für betroffene Fahrzeuge (v.a. Modelle mit Smart Cruise Control 2015–2020) wurde ein weltweiter Rückruf zum Austausch der Sicherungen eingeleitet.
Bei einigen Sportage QL öffnet die elektronische Feststellbremse nicht beim Einlegen eines Fahrgangs. Ursache ist häufig eine unzureichende Spannungsversorgung einer Seite. Kia kennt das Problem und repariert unter Garantie.
Lenkgelenke und Spurstangenköpfe werden im TÜV-Report als häufiger Mängelpunkt beim Sportage QL aufgeführt. Die elektrische Servolenkung kann bei höherer Laufleistung ebenfalls unrund werden.
Der Klimakondensator des Sportage QL sitzt exponiert hinter dem Kühler und wird häufig durch Steinschläge beschädigt, was zu Kältemittelverlust führt. Reparaturkosten bei 400–600 Euro.
Die Auspuffanlage des Sportage QL rostet vergleichsweise schnell, insbesondere der Endschalldämpfer. Bei Fahrzeugen ab 6 Jahren drohen Löcher und TÜV-Mängel.
Die Achsaufhängungen des Sportage QL zeigen durch das Fahrzeuggewicht beschleunigten Lagerverschleiß. TÜV-Prüfer beanstanden häufig ausgeschlagene Querlenkerlager und Stabibuchsen.
Berichte & Tests
Der Sportage QL zeigt Verbesserungen, kämpft aber weiter mit Feststellbremse und Lenkungsgelenken.
Der Sportage QL zeigt durchschnittliche Pannenwerte.