Kia 1.7 CRDi
Weiterentwickelter Diesel mit etwas mehr Hubraum für bessere Durchzugskraft. Ruhigerer Lauf als der 1.6er — DPF-Probleme auf Kurzstrecken möglich.
Diesel-Minimalismus im SUV
115 PS im Sportage SL — für leichte Last und Stadtfahrten akzeptabel, für echte SUV-Aufgaben zu knapp.
Motor-Schwachstellen 7
Elektronisch gesteuertes AGR-Ventil des D4FD setzt sich mit Rußablagerungen zu und klemmt. Die Reinigung des Ventils und des Ansaugtraktes ist bei ca. 80.000–100.000 km routinemäßig fällig.
Symptome: Ruckeln bei niedriger Last, Motorkontrollleuchte EGR-Fehler, schlechte Fahrleistung im unteren Drehzahlbereich
Bosch-Direkteinspritzventile des D4FD können durch Kraftstoffmindergüte beschädigt werden. Feuerfeste Unterlegscheiben müssen alle 100.000–150.000 km erneuert werden, da sonst Verbrennungsgase in den Zylinderkopf entweichen.
Symptome: Anlassschwierigkeiten, ungleichmäßiger Motorlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rauch beim Start
Ab ca. 150.000 km wird der DPF des D4FD problematisch: Verstopfung führt zu Regenerationsfehlern und Ölverdünnung im Kurbelgehäuse durch eingespritzte Kraftstoff-Mengen bei Zwangsregeneration.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Motorleistungsreduktion, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Ölpegel steigt (Dieselkraftstoff mischt sich ins Öl)
Garrett-Turbo des D4FD kann durch defektes variables Leitgitter oder festgebackenes Vakuumstellglied Schubverlust verursachen. Unterdruckventil (Teilenr. 35120-2A400) ist bekanntes Verschleißteil.
Symptome: Ladedruck-Ausfall, Leistungsverlust unter Last, Fehlercode P0299 (Turbo-Unterdruck), gelegentliches Überboost-Flattern
Der 1.7 CRDi leidet stark unter DPF-Problemen bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb. In polnischen Foren dokumentiert: Regeneration alle 50–80 km statt normaler 250–300 km, Ölstand steigt durch Kraftstoffeintrag.
Symptome: Sehr häufige DPF-Regeneration, Ölstanderhöhung durch Kraftstoff, Leistungsabfall, DPF-Warnleuchte, Notlaufprogramm.
Das AGR-Ventil des D4FD neigt zur Verkohlung, was zu Leistungsverlust und erhöhtem Verbrauch führt. Typisches Problem des 1.7-CRDi-Aggregats, häufig zusammen mit DPF-Problemen.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln im Teillastbereich, Fehlercode P0401/P0404, Notlaufprogramm.
Der 1.7 CRDi neigt wie die anderen U-Serien-Diesel zur vorzeitigen ZMS-Ermüdung. Besonders im städtischen Dauereinsatz oder bei Fahrern mit aggressivem Kupplungsstil verschleißt das ZMS früh.
Symptome: Vibrationen und Rasselgeräusche beim Anfahren und Kaltstart, ruckartige Gangwechsel beim Schalten.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Tragende Federn an Vorder- und Hinterachse rosten mit zunehmendem Alter und können brechen. Besonders Hinterachsfedern sind betroffen. Ein gerissener Federstrang kann zu Kontrollverlust führen.
Ab dem siebten Betriebsjahr entwickeln Lenkgelenke und Spurstangenköpfe regelmäßig übermäßiges Spiel. Der TÜV-Report nennt dies als häufigste Mängelursache beim Sportage SL neben der Beleuchtung.
Der Klimakompressor des Sportage SL fällt ab 100.000 km häufiger aus, erkennbar an rattelnden Geräuschen beim Einschalten der Klimaanlage. Auch Kältemittelverlust über undichte Kompressordichtungen ist bekannt.
Ältere Sportage-SL-Fahrzeuge zeigen Rostbildung am Unterboden und an den Schwellern, insbesondere bei Fahrzeugen aus salzreichen Regionen. Bodenblech kann kleinflächig durchrosten.
Das Fahrzeuggewicht des Sportage SL führt zu überdurchschnittlichem Verschleiß an Bremsscheiben und -belägen. TÜV-Reports vermerken die Bremsanlage als wiederkehrenden Mängelpunkt.
Defektes Abblendlicht und Rückleuchten sind beim Sportage SL häufige TÜV-Kritikpunkte. Losegewordene Steckverbindungen und Oxidation an den Fassungen sind typische Ursachen.
Im Sportage SL treten mit zunehmendem Alter Klappergeräusche aus dem Innenraum auf. Verkleidungen, Armaturen und Kunststoffteile lösen sich oder schleifen aneinander, besonders bei Kälte.
Berichte & Tests
Der Sportage SL gehört mit 34,7 % Mängelquote nach zwölf Jahren zu den schwächsten SUV.
Der Sportage SL erreicht durchschnittliche Pannenwerte im Kompakt-SUV-Segment.