Kia 2.0 CRDi 136 AWD
Robuster Reihenvierzylinder-Diesel mit Commonrail-Einspritzung und Aluminiumblock. Solide Zuverlässigkeit bei guter Pflege — EGR-Ventil und Partikelfilter auf Kurzstrecken beobachten.
Kompakter SUV-Diesel mit Substanz
136 PS CRDi bieten dem Sportage SL genug Drehmoment für echte SUV-Aufgaben. Kein Fahrspaß-Motor, aber ein zuverlässiger Allrounder.
Motor-Schwachstellen 6
Beim D4HA ist der Kurbelwellen-Schwingungsdämpfer bekannt dafür, dass er sich zerteilt: Gummipuffer zwischen Dämpfer-Masse und Riemenscheibe lösen sich ab und erzeugen laute Geräusche. Verwechslungsgefahr mit Steuerkettengeräusch.
Symptome: Lautes Klacken oder Scheppern aus dem Motorraum bei Drehzahlwechsel, der Geräuschtyp ähnelt Kettenproblemen, tritt aber nicht beim Kaltstart auf
Der D4HA 2.0 CRDi im Sportage QL/NQ5 ist für EGR-Probleme bekannt. Das EGR-Ventil klebt bei Stadtbetrieb ein und löst Fehlercodes aus. Regelmäßige Reinigung oder Tausch wird ab 100.000 km empfohlen.
Symptome: Ruckeln im Teillastbetrieb, Motorkontrollleuchte EGR-Fehler, schlechte Performance unter 2.000 U/min, erhöhte Abgaswerte
Wie alle 2.0 CRDi-Generationen benötigt der D4HA für die DPF-Regeneration Geschwindigkeit und Last. SUV-typischer Kurzstreckenbetrieb führt zu Verstopfung. Im schlimmsten Fall kommt es zu Kraftstoffverdünnung im Motoröl.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Motorleistungsreduktion, Regenerations-Warnton, Ölstand steigt (Kraftstoffeintrag)
Der 2.0 CRDi leidet bei häufigem Stadtbetrieb unter DPF-Verstopfungen. Die AGR-bedingte Rußlast beschleunigt die Einlagerung, kurze Fahrten verhindern aktive Regeneration.
Symptome: DPF-Warnleuchte, spürbar reduzierte Leistung, stark erhöhter Verbrauch, Notlaufprogramm aktiv.
Das AGR-Ventil des D4HA neigt bei höheren Laufleistungen zur Verkohlung durch Rußablagerungen. EGR-Kühler-Undichtigkeiten wurden ebenfalls gemeldet.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln bei niedriger Last, Fehlercode P0401/P0404, Notlaufprogramm.
Der VGT-Turbolader des D4HA kann durch Verkohlung des Schaufelmechanismus und Ausfall des elektronischen Aktuators versagen. Betroffen sind häufig Fahrzeuge mit hoher Laufleistung und viel Stadtbetrieb.
Symptome: Deutlicher Leistungsverlust, Notlaufprogramm, Pfeifgeräusch aus Turbobereich, Fehlercode P0299 (Ladedruck zu niedrig).
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Tragende Federn an Vorder- und Hinterachse rosten mit zunehmendem Alter und können brechen. Besonders Hinterachsfedern sind betroffen. Ein gerissener Federstrang kann zu Kontrollverlust führen.
Ab dem siebten Betriebsjahr entwickeln Lenkgelenke und Spurstangenköpfe regelmäßig übermäßiges Spiel. Der TÜV-Report nennt dies als häufigste Mängelursache beim Sportage SL neben der Beleuchtung.
Der Klimakompressor des Sportage SL fällt ab 100.000 km häufiger aus, erkennbar an rattelnden Geräuschen beim Einschalten der Klimaanlage. Auch Kältemittelverlust über undichte Kompressordichtungen ist bekannt.
Ältere Sportage-SL-Fahrzeuge zeigen Rostbildung am Unterboden und an den Schwellern, insbesondere bei Fahrzeugen aus salzreichen Regionen. Bodenblech kann kleinflächig durchrosten.
Das Fahrzeuggewicht des Sportage SL führt zu überdurchschnittlichem Verschleiß an Bremsscheiben und -belägen. TÜV-Reports vermerken die Bremsanlage als wiederkehrenden Mängelpunkt.
Defektes Abblendlicht und Rückleuchten sind beim Sportage SL häufige TÜV-Kritikpunkte. Losegewordene Steckverbindungen und Oxidation an den Fassungen sind typische Ursachen.
Im Sportage SL treten mit zunehmendem Alter Klappergeräusche aus dem Innenraum auf. Verkleidungen, Armaturen und Kunststoffteile lösen sich oder schleifen aneinander, besonders bei Kälte.
Berichte & Tests
Der Sportage SL gehört mit 34,7 % Mängelquote nach zwölf Jahren zu den schwächsten SUV.
Der Sportage SL erreicht durchschnittliche Pannenwerte im Kompakt-SUV-Segment.