Mazda 6
1.8-Liter MZR-Vierzylinder der L-Serie. Einstiegsmotorisierung für Mittelklasse und Van, ausreichend für den Alltag.
Basis mit Charme
Der 1.8L ist ausreichend motorisiert, aber kein Temperamentsbündel. Das gute Fahrwerk macht trotzdem Freude auf kurvigen Strecken.
Motor-Schwachstellen 5
Der L8 MZR ist kein Freiläufer. Bei Zahnriemenriss treffen Kolben auf die Ventile — teurer Motorschaden droht. Wechselintervall laut Mazda ca. 120.000 km, besser alle 80.000–100.000 km.
Symptome: Nach Zahnriemenriss springt Motor nicht mehr an, kein Kompressionsdruck, metallische Geräusche beim Startversuch
Bei hohen Laufleistungen (ab ca. 150.000 km) werden die Ventilschaftdichtungen undicht. Öl gelangt in die Brennräume, was zu erhöhtem Ölverbrauch und blauem Rauch führt.
Symptome: Blauer Rauch beim Kaltstart oder nach längerer Standzeit, sinkender Ölstand ohne äußere Undichtigkeiten
Koksablagerungen am Drosselklappengehäuse führen zu klemmendem Gaspedal und ruckhaftem Anfahren. Nach Reinigung muss die Drosselklappe im Steuergerät neu angelernt werden.
Symptome: Klemmendes Gaspedal, ruckeliges Anfahren, unruhiger Leerlauf, gelegentliches Abwürgen
Die Lambdasonde des L8-Motors altert ab ca. 100.000 km und reagiert zunehmend träge. Typisch ist Fehlercode P0131 oder P2251 (Bank 1), erhöhter Kraftstoffverbrauch und eine leuchtende Motorwarnleuchte.
Symptome: Motorwarnleuchte leuchtet; leicht erhöhter Kraftstoffverbrauch; Fehlercode Lambdasonde Bank 1.
Der Nockenwellensensor des L8-Motors kann sich mit einer weißlich-grauen Ablagerung zusetzen oder durch Kontaktprobleme Fehlfunktionen erzeugen. Typisch sind sporadische Startprobleme und Stottern bei hoher Drehzahl.
Symptome: Motor stottert oder ruckelt bei hoher Drehzahl; sporadische Startprobleme; Motorwarnleuchte mit Nockenwellen-Fehlercode.
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Mazda 6 GG/GY bis 2006 hat erhebliche Korrosionsprobleme an Schwellern, Radläufen, Türunterkanten und Heckklappe. Mangelhafter Korrosionsschutz in der Produktion. Rostblasen bereits nach wenigen Jahren.
Die hinteren Bremssättel des Mazda 6 GG neigen zu Korrosion am Handbremsmechanismus und den Führungsbolzen. Als bekannte Schwachstelle der Baureihe müssen die Sättel häufig getauscht werden.
Vordere Radlager am Mazda 6 GG versagen häufig bereits unter 80.000 km. Bekanntes Problem der ersten Generation, teilweise wurden ab Werk minderwertige Lager verbaut.
Zu straffe Federbeinlager sind eine bekannte Kinderkrankheit des Mazda 6 GG/GY vor 2005. Das Lager kratzt und knarzt beim Einlenken. Nach dem Facelift 2005/2006 deutlich verbessert.
Bremsscheiben des Mazda 6 GG verschleißen schnell und verziehen sich bereits bei normaler Nutzung. Lenkrad-Flattern beim Bremsen ist ein bekanntes Mazda-Leiden aller Generationen.
Die Leuchtweitenregulierung der Scheinwerfer fällt beim Mazda 6 GG aus. Die Stellmotoren oder deren Steuerung versagt, was zum TÜV-Mängel führen kann.