Mazda 6
2.0-Liter Common-Rail-Diesel in verschiedenen Entwicklungsstufen (RF4F, RF5C, RF7J). Solider Alltagsdiesel mit gutem Drehmoment.
Stärkerer Diesel — ordentlicher Kombi-Gleiter
Mit 100 kW Diesel fährt sich der Mazda 6 GG komfortabel und kraftvoll genug für Autobahnetappen. Das Fahrwerk bleibt präzise, aber die Dieselcharakteristik hält den Fahrer eher im Cruising-Modus. Praktisch und effizient.
Motor-Schwachstellen 7
Der RF-Diesel ist kein Freiläufer. Bei Zahnriemenriss schlagen Kolben und Ventile aufeinander — Zylinderkopf muss ersetzt werden. Wechselintervall: 80.000 km oder 8 Jahre.
Symptome: Motor springt nach Zahnriemenriss nicht mehr an, kein Kompressionsdruck, metallische Geräusche beim Startversuch
Das Magnetventil unterhalb der Einspritzpumpe wird undicht. Diesel tritt aus und kann Kühlwasserschläuche sowie Kabelstränge angreifen. Dieselfachbetriebe ersetzen nur das Ventil statt Kompletttausch.
Symptome: Dieselgeruch im Motorraum, sichtbare Kraftstofffeuchtigkeit unterhalb der Einspritzpumpe, aufgequollene Kühlschläuche
Das Denso-Einspritz-Steuermodul (IDM, RF2A-18-701A) unter dem Ansaugkrümmer entwickelt Masseprobleme mit zunehmendem Alter. Fehlercode wird oft nicht gesetzt — Diagnose schwierig.
Symptome: Motor nimmt kalt kaum Gas an, ruckelnde Beschleunigung unter 1.500 U/min, ab 2.500 U/min normales Verhalten
Die Flammschutz-Dichtungen der Injektoren werden ab ca. 120.000 km porös und undicht. Dieselgemisch tritt aus, vermischt sich mit dem Motoröl, was den Ölverbrauch stark erhöht. Bekanntes Serienproblem am RF-Dieselmotor.
Symptome: Dunkles, stark verdünntes Motoröl; erhöhter Ölverbrauch bis 1 Liter/500 km; leichter Dieselgeruch am Motor.
An den Einschraubstellen der Hochdruckkraftstoffleitungen in die einzelnen Zylinder können die Konus-Dichtsitze undicht werden. Dieselgeruch nach dem Fahren, dauerhaft feuchte Stellen am Zylinderkopf sind typische Anzeichen.
Symptome: Starker Dieselgeruch nach Abstellen; feuchte Stellen an Leitungsanschlüssen am Zylinderkopf; kein Leck im Stand erkennbar.
Die Lichtmaschine des RF-Dieselmotors kann ab ca. 150.000 km durch Lagerdefekte oder Reglerausfall ausfallen. Die Batterie wird nicht mehr geladen, die Ladekontrolleuchte leuchtet auf.
Symptome: Ladekontrolleuchte leuchtet; Batterie entlädt sich während der Fahrt; Fahrzeug bleibt stehen.
Das AGR-Ventil verkokelt und verursacht Rasselgeräusche sowie Leistungsverlust. Zusätzlich bestehen Kabelprobleme an der AGR-Elektrik, die temperaturabhängige Ausfälle begünstigen.
Symptome: Rasselgeräusche aus dem Ansaugbereich, Leistungsverlust besonders nach Regen oder Kaltstart, Turbo-Ansprechverhalten verschlechtert
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Mazda 6 GG/GY bis 2006 hat erhebliche Korrosionsprobleme an Schwellern, Radläufen, Türunterkanten und Heckklappe. Mangelhafter Korrosionsschutz in der Produktion. Rostblasen bereits nach wenigen Jahren.
Die hinteren Bremssättel des Mazda 6 GG neigen zu Korrosion am Handbremsmechanismus und den Führungsbolzen. Als bekannte Schwachstelle der Baureihe müssen die Sättel häufig getauscht werden.
Vordere Radlager am Mazda 6 GG versagen häufig bereits unter 80.000 km. Bekanntes Problem der ersten Generation, teilweise wurden ab Werk minderwertige Lager verbaut.
Zu straffe Federbeinlager sind eine bekannte Kinderkrankheit des Mazda 6 GG/GY vor 2005. Das Lager kratzt und knarzt beim Einlenken. Nach dem Facelift 2005/2006 deutlich verbessert.
Bremsscheiben des Mazda 6 GG verschleißen schnell und verziehen sich bereits bei normaler Nutzung. Lenkrad-Flattern beim Bremsen ist ein bekanntes Mazda-Leiden aller Generationen.
Die Leuchtweitenregulierung der Scheinwerfer fällt beim Mazda 6 GG aus. Die Stellmotoren oder deren Steuerung versagt, was zum TÜV-Mängel führen kann.