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Mercedes-Benz SLS AMG Roadster

M159 6.2L V8 571 PS Automatik Hinterradantrieb Cabrio 2011–2014
– Aufpassen Versicherung mittel
Motor M159 – Aufpassen 32.900–120.100 €

6,2-Liter V8-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung — Weiterentwicklung des M156 mit geschmiedeter Kurbelwelle, leichteren Kolben und handgeschliffenem Ansaugkrümmer. 571 PS bei 6.800 U/min ohne jede Aufladung. Der Sound ist purer Musclecar-V8: bei 3.000 U/min ein tiefes Grollen, ab 5.000 U/min ein Schrei der an Le Mans erinnert. Das Ansprechverhalten ist unmittelbar — kein Turboloch, keine Verzögerung, jeder Gasbefehl wird sofort umgesetzt. Technisch deutlich reifer als der M156: die kritischen Kopfschrauben wurden ab Werk verbessert, der Trockensumpf eliminiert Ölmangel in Kurven. Die Stößel bleiben als M156-Erbe das größte Restrisiko — thermische Überlastung der vorderen Zylinder bei aggressivem Fahrstil. Ölwechsel alle 10.000 km mit 10W-60 ist Pflicht, keine Diskussion. Service-A alle 15.000 km, Service-B alle 30.000 km. Eines der zuverlässigsten AMG-Triebwerke überhaupt — die meisten Probleme kommen vom Stehenlassen, nicht vom Fahren.

Spaßfaktor? Legendär!

Offener V8-Saugmotor — 571 PS ohne Dach, ohne Filter

SLS Roadster mit 571 PS und offenem Verdeck — der V8-Sound ungefiltert am Ohr, auf Alpenpässen ein Erlebnis das süchtig macht. Nur 4.000 Stück gebaut, weniger steif als das Coupé, aber der emotionalere SLS. Kein Flügeltüren-Drama, dafür Wind im Haar bei Vollgas. Etwas mehr Scuttle-Shake als das Coupé, dafür der bessere Sound.

Motor-Schwachstellen 9

!! Hydraulische Stößel — thermische Überlastung vordere Zylinder

Die hydraulischen Ventilstößel der vorderen Zylinder (1-4) überhitzen bei aggressivem Fahrstil und können im Zylinderkopf festfressen. SLS Black Series hatte modifizierte Stößel als Werks-Fix. Symptom: metallisches Tickern nach Heißfahrt, im schlimmsten Fall Ventilschaden.

Symptome: Metallisches Tickern/Klackern nach Heißfahrt oder Rennstreckeneinsatz, zunächst nur kalt hörbar, dann permanent. Leistungsverlust wenn Ventil nicht mehr korrekt schließt.

2.500–6.000 € ab 60.000 km
!! Zylinderkopfschrauben-Korrosion — M156-Erbe (frühe Baujahre)

Aus dem M156 übernommenes Problem: die Zylinderkopfschrauben korrodieren durch Kühlmittelkontakt und können im schlimmsten Fall brechen. Mercedes hat 2010 auf verbesserte Schrauben umgestellt. Beim SLS (ab 2010) ab Werk verbessert — betrifft nur allererste Produktionscharge 2010.

Symptome: Kühlwasserverlust ohne sichtbares Leck, weißer Rauch aus dem Auspuff, Mischung von Öl und Kühlwasser, Überhitzungswarnung.

4.000–8.000 € ab 40.000 km
!! Ventilfeder-Bruch — seltenes Hochdrehzahl-Risiko

Bei dauerhafter Hochdrehzahl-Nutzung können vereinzelt Ventilfedern brechen — Folgeschaden bis zum Motorschaden. Extrem selten beim M159 (seltener als beim M156), aber bei Rennstreckenautos mit >100.000 km als Restrisiko bekannt.

Symptome: Plötzlicher metallischer Schlag, sofortiger Leistungsverlust, Motorleuchte. Bei gebrochenem Ventil: Motor läuft extrem unrund oder gar nicht mehr.

3.000–15.000 € ab 120.000 km
!! Nockenwellenversteller — Rasseln bei Kaltstart

Die Nockenwellenversteller verlieren mit der Zeit an Öldruck und rasseln beim Kaltstart für 2-5 Sekunden. Aus dem M156 bekanntes Problem, beim M159 seltener durch bessere Ölversorgung. Bei Dauerbetrieb ohne Reparatur: verschobene Steuerzeiten, Leistungsverlust.

Symptome: Rasseln/Kettensägen-Geräusch beim Kaltstart für 2-5 Sekunden, verschwindet nach Öldruckaufbau. Bei Verschlechterung: auch im Warmlauf hörbar, unrunder Leerlauf.

1.800–4.000 € ab 80.000 km
!! Ölverbrauch bei Rennstreckeneinsatz — bis 1,5L/1000km

Der M159 verbraucht bei sportlichem Einsatz und hohen Öltemperaturen deutlich mehr Öl als im Normalbetrieb. Der Trockensumpf hat zwar großes Ölvolumen (9L), aber bei Track-Days kann der Verbrauch auf 1-1,5L/1000km steigen. 10W-60 ist Pflichtöl.

Symptome: Ölstandswarnung nach Rennstreckeneinsatz, bläulicher Abgasrauch bei hoher Last nach längerer Standzeit, Ölverbrauch >1L/1000km bei aggressivem Fahrstil.

100–300 €
!! Öltemperatur-Notlauf bei Dauerlast

Bei Dauerlast auf der Rennstrecke schaltet der M159 in den Notlauf wenn die Öltemperatur über 150°C steigt. Kein Defekt, sondern Schutzfunktion — aber auf Track-Days frustrierend. Ölkühler-Upgrade von Weistec oder RENNtech löst das Problem.

Symptome: Plötzlicher Leistungsabfall auf der Rennstrecke nach 3-5 schnellen Runden, Öltemperaturwarnung im Kombiinstrument, Motor begrenzt Drehzahl auf 4.500 U/min.

1.500–3.500 €
! Zündspulen — Ausfälle bei hoher Laufleistung

Die 8 Einzelzündspulen sind Verschleißteile und fallen ab 60.000 km vereinzelt aus. Günstiges Verschleißteil, aber bei Nichtbeachtung droht Katalysatorschaden durch unverbrannten Kraftstoff. Immer alle 8 gleichzeitig wechseln.

Symptome: Motorleuchte, Zündaussetzer einzelner Zylinder, leichtes Ruckeln bei Last, P0300-P0308 Fehlercodes.

400–800 € ab 65.000 km
! Getrag DCT — Schaltverzögerung im Kriechbereich

Das Getrag 7-Gang-DCT zeigt bei niedrigen Geschwindigkeiten Schaltverzögerungen und ruckelt beim Rangieren. Software-Update (2012) verbessert das Problem deutlich. DCT-Getriebeöl alle 40.000 km wechseln. Getriebetausch bei Totalschaden kostet über 12.000 €.

Symptome: Ruckeln beim Anfahren und Rangieren, Schaltverzögerung von 1-2 Sekunden bei Gangwechsel im Stadtverkehr, gelegentliches Krachen beim schnellen Herunterschalten.

800–12.000 € ab 50.000 km
! Keramikbremse — extreme Austauschkosten

Die optionale Keramik-Verbundbremsanlage hält zwar deutlich länger als Stahlbremsen (60.000-100.000 km), kostet aber beim Austausch über 15.000 €. Stahlbremsscheiben als günstige Alternative möglich. Bei Track-Day-Nutzung deutlich schnellerer Verschleiß.

Symptome: Bremsscheiben-Verschleißanzeige, Quietschen bei niedrigen Temperaturen (normal bei Keramik), sichtbare Riefen und Absplitterungen an der Bremsscheibe.

3.000–16.000 € ab 80.000 km

Fahrzeug-Schwachstellen 6

!! getriebe AMG Speedshift DCT Kupplungsverschleiß

Das Getrag-DCT verschleißt bei häufigem Stadtbetrieb und schleifendem Anfahren überdurchschnittlich schnell. Getriebeüberholung bei Mercedes ist sehr kostspielig.

5.000–20.000 € ab 60.000 km
!! bremsen Carbon-Keramikbremse: hoher Verschleiß und Nassbremsverhalten

Die optionale Carbon-Keramik-Bremsanlage kann schon nach 15.000–20.000 km verschlissen sein, insbesondere bei sportlicher Nutzung. Im Nassbereich gibt es verzögerte Bremsansprache mit anschließendem abruptem Griff.

3.000–8.000 € ab 20.000 km
!! karosserie Flügeltür-Scharniere verschleißen

Die Gasdruckdämpfer und Scharniere der Flügeltüren verlieren mit der Zeit an Kraft. Türen öffnen langsamer oder halten nicht mehr oben.

800–2.000 € ab 50.000 km
!! fahrwerk Vordere Querlenker-Buchsen ausgeschlagen

Die Aluminium-Querlenker an der Vorderachse zeigen frühzeitigen Buchsenverschleiß bei sportlicher Fahrweise. Poltern über Unebenheiten.

1.500–3.000 € ab 60.000 km
!! bremsen Carbon-Keramik-Bremse früher Verschleiß

Die optionale Carbon-Keramik-Bremsanlage verschleißt bei häufigem Alltagsbetrieb mit kalten Bremsen überdurchschnittlich. Scheibenersatz ist extrem teuer.

5.000–20.000 € ab 50.000 km
!! elektronik Öldrucksensor Kabelbaum defekt

Beim frühen SLS AMG wurde ein Verdrahtungsfehler an den Öldrucksensoren dokumentiert. Die Kabelführung ist nicht ausreichend ausgelegt.

500–1.500 € ab 20.000 km

Berichte & Tests

TÜV TÜV Report 2024 2023-11
Überdurchschnittlich

Der Supersportwagen zeigt als Sammlerfahrzeug mit geringen Laufleistungen sehr gute TÜV-Ergebnisse.