Opel Cascada
Kräftiger 2,0-Liter-Diesel mit guten Langstreckeneigenschaften, aber charakteristischen Schwachpunkten im Bereich Ölversorgung und Emissionssystem. Die Ölansaugrohr-Dichtung ist das bekannteste und teils kritische Problem. Bei regelmäßiger Wartung und hauptsächlichem Autobahnbetrieb ein zuverlässiges Aggregat – Kurzstreckenbetrieb ist wegen DPF-Problemen zu vermeiden.
Cascada-Diesel
121 kW Diesel im Cabrio — solide, aber kein Cabrio-Feeling.
Motor-Schwachstellen 4
Die Dichtung am Ölansaugrohr zur Ölpumpe verhärtet mit der Zeit und saugt Falschluft. Folge ist niedriger Öldruck, der zum Motorabstellen führt. Problem betrifft nahezu alle A20DTH bei höherem km-Stand.
Symptome: Warnung 'Öldruck niedrig – Motor abstellen' besonders beim Kaltstart oder nach längerer Standzeit, Motorabschalten durch Schutzfunktion.
Das AGR-Ventil und die Ansaugbrücke verkoken bei typischem Dieselbetrieb mit häufigen Kurzstrecken. Nach dem Abgasskandal-Software-Update verstärkt sich das Problem durch erhöhte AGR-Rate.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln bei mittleren Drehzahlen, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch beim Beschleunigen, Motorwarnleuchte.
Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb kann der DPF keine vollständige Regeneration durchführen. Der Filter verstopft dauerhaft und muss gereinigt oder getauscht werden.
Symptome: Warnung 'Partikelfilter voll', anhaltende Warnmeldung trotz Autobahnfahrt, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Leistungsverlust.
Das KBA ordnete 2020 einen Pflicht-Rückruf an: Im A20DTH war eine illegale Abschalteinrichtung verbaut. Software-Update erforderlich. Nach dem Update kann erhöhte AGR-Verkokung auftreten.
Fahrzeug-Schwachstellen 13
M32-Sechsganggetriebe: vorzeitiger Lagerverschleiß. 2. Gang und Rückwärtsgang werden schwergängig, dann unmöglich.
Stoffverdeck zeigt bei häufigem Betrieb Scheuerstellen an Knickkanten, die zu Rissen führen. Kabelbrüche stören Dachsteuerung.
Heckscheibe löst sich unten links vom Stoffbezug. Vollständiger Verdeckaustausch ca. 3.000 €.
Verstopfte Wasserabläufe im Verdeckkasten und A-Säule führen zu Wassereinbruch. Regelmäßige Reinigung nötig.
Ab ca. 100.000 km zeigen Radaufhängung und Stabilisatorlager deutliche Verschleißerscheinungen.
Die Wasserabläufe im Dachbereich des Cascada verstopfen mit Laub und Schmutz. Das Wasser staut sich und tritt in den hinteren Fußraum ein, was zu Feuchtigkeitsschäden an Teppich und Elektronik führen kann.
Höhensensor für BiXenon-Scheinwerfer fällt aus. Falsche Leuchtweite und HU-Beanstandungen.
Beim Cascada brechen die Heizkabel in den Sitzheizmatten an den Biegestellen, woraufhin die Sitzheizung nach wenigen Sekunden selbst abschaltet. Reparatur erfordert Sitzdemontagein.
Bremsbeläge und -scheiben verschleißen am Cascada deutlich schneller als bei vergleichbaren Fahrzeugen. Erhöhtes Gewicht des Cabriolet-Aufbaus beschleunigt den Verschleiß.
Die elektrische Servolenkung schaltet im Stromsparmodus bei Winterreifen teilweise in reduzierten Assistenzbetrieb. Software-Update beim Händler behebt das Problem.
Regenwasser wird über Leitungen in die Hohlschweller geleitet. Gummistopfen verstopfen, Wasser staut sich und fördert Rostbildung von innen. Befallene Schweller rosten durch.
Am 1,6-Liter-Turbo treten Probleme mit dem Kühlerlüfter auf: Entweder läuft er nach Abstellen dauerhaft oder springt bei Bedarf nicht an. Relais/Steuergerät als Ursache.
Die Türfangbänder sind für das schwerere Cabrio-Türgewicht unterdimensioniert. Bereits ab 20.000 km hält die Tür in der ersten Rastposition nicht mehr.