Opel Insignia
Kräftiger 2,0-Liter-Diesel mit guten Langstreckeneigenschaften, aber charakteristischen Schwachpunkten im Bereich Ölversorgung und Emissionssystem. Die Ölansaugrohr-Dichtung ist das bekannteste und teils kritische Problem. Bei regelmäßiger Wartung und hauptsächlichem Autobahnbetrieb ein zuverlässiges Aggregat – Kurzstreckenbetrieb ist wegen DPF-Problemen zu vermeiden.
Insignia-Diesel-Minimum
81 kW im großen Insignia — deutlich untermotorisiert.
Motor-Schwachstellen 4
Die Dichtung am Ölansaugrohr zur Ölpumpe verhärtet mit der Zeit und saugt Falschluft. Folge ist niedriger Öldruck, der zum Motorabstellen führt. Problem betrifft nahezu alle A20DTH bei höherem km-Stand.
Symptome: Warnung 'Öldruck niedrig – Motor abstellen' besonders beim Kaltstart oder nach längerer Standzeit, Motorabschalten durch Schutzfunktion.
Das AGR-Ventil und die Ansaugbrücke verkoken bei typischem Dieselbetrieb mit häufigen Kurzstrecken. Nach dem Abgasskandal-Software-Update verstärkt sich das Problem durch erhöhte AGR-Rate.
Symptome: Leistungsverlust, Ruckeln bei mittleren Drehzahlen, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch beim Beschleunigen, Motorwarnleuchte.
Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb kann der DPF keine vollständige Regeneration durchführen. Der Filter verstopft dauerhaft und muss gereinigt oder getauscht werden.
Symptome: Warnung 'Partikelfilter voll', anhaltende Warnmeldung trotz Autobahnfahrt, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Leistungsverlust.
Das KBA ordnete 2020 einen Pflicht-Rückruf an: Im A20DTH war eine illegale Abschalteinrichtung verbaut. Software-Update erforderlich. Nach dem Update kann erhöhte AGR-Verkokung auftreten.
Fahrzeug-Schwachstellen 12
Das Lenkgetriebe wird undicht durch defekte Simmerringe. Öl sammelt sich in den Manschetten. Betroffen ab ca. 60.000–80.000 km.
KBA-Rückruf für Insignia A (Dez. 2007 bis Juli 2013): Übermäßige Korrosion an der hinteren Spurstange kann zum Bruch führen. Ca. 572.000 Fahrzeuge weltweit, 112.738 in Deutschland.
Die elektronisch gesteuerten FlexRide-Dämpfer verschleißen ab ca. 100.000–150.000 km. Steckverbinder oxidieren, Kabel brechen im Radlauf. Ersatz kostet ca. 400–500 € pro Einheit.
Wasser dringt über poröse Heckklappendichtung oder Rückleuchtenrahmen in die Reserveradmulde ein. Steuergeräte im Kofferraum können Schaden nehmen.
Aufgrund des Fahrzeuggewichts (ca. 1.700 kg) verschleißen Bremsscheiben und -beläge früh. Vorderachse bereits nach 40.000–50.000 km erneuerungsbedürftig.
Defekte Sicherungen, schlechte Masseverbindungen oder feuchtigkeitsbedingte Kurzschlüsse führen zu multiplen Fehlermeldungen. Oft löst schon ein Batteriewechsel das Problem.
Unzureichender Unterbodenkorrosionsschutz ab Werk. Schweller rosten durch eingedrungene Feuchtigkeit von innen, durchrostende Stellen ab ca. 8 Jahren. TÜV-relevantes Problem.
Das M32-6-Gang-Schaltgetriebe des Insignia A hat zu schwach dimensionierte Eingangswellenlager, die ab ca. 100.000 km versagen. Heulen und Brummen, zuerst im 5./6. Gang, später alle Gänge.
Der elektrische Kühlerlüfter des Insignia A springt nicht automatisch an. Steuergeräteausfall oder defekter Lüftermotor als häufige Ursache.
Das AFL-Steuergerät fällt durch Feuchtigkeit oder schlechte Steckverbindungen aus. Neues Steuergerät kostet ca. 200–1.400 €, Einlernen nötig.
Der Gebläsewiderstand (Vorwiderstand) des Innenraumgebläses wird heiß und fällt aus. Lüfter läuft nur noch auf höchster Stufe oder gar nicht. Betroffen ab ca. 100.000 km.
Mehrere Kunststoffverkleidungen im Innenraum des Insignia A lösen sich minimal und erzeugen resonanzabhängige Klappergeräusche. Besonders Spiegelabdeckung und Kameraabdeckung betroffen.
Berichte & Tests
Federn und Dämpfer werden überdurchschnittlich oft beanstandet, dazu kommen Lichtmängel an Front- und Heckleuchten sowie Getriebegeräusche und defekte Sitzheizungen. Starterbatterien und Turbolader machen mit zunehmendem Alter Probleme.