Opel Insignia
Der 1,6-Liter-CDTI aus der GM/PSA-Kooperation ist sparsam und leistungsstark, leidet aber unter einem systemischen Steuerkettenproblem. Rasseln beim Kaltstart ist weit verbreitet und gilt als bekannte Schwäche. Steuerkette und Kettenspanner sollten bei erhöhter Laufleistung regelmäßig geprüft werden.
Insignia-Diesel-1.6-Top
100 kW im Insignia — akzeptable Diesel-Motorisierung.
Motor-Schwachstellen 4
Die Steuerkette rasselt beim Kaltstart durch einen träge reagierenden Kettenspanner. Das Problem ist getriebeseitig verbaut und damit schwer zugänglich. Opel hat einen überarbeiteten Kettenspanner entwickelt.
Symptome: Metallisches Rasseln 1–4 Sekunden beim Kaltstart, manchmal auch beim Lastwechsel im warmen Betrieb. Geräusch an der Getriebeseite des Motors.
Pflicht-Rückruf wegen illegaler Abschalteinrichtung. Das Software-Update erhöht die AGR-Rate erheblich, was zu beschleunigter Verkokung von AGR-Ventil, Ansaugbrücke und Drucksensoren führt.
Typisches Dieselproblem, durch das Abgasskandal-Update verstärkt: Rußablagerungen im AGR-Ventil und der Ansaugbrücke reduzieren die Motorleistung. Reinigung alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Leistungsverlust im Teillastbereich, Ruckeln beim Anfahren, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch, Motorwarnleuchte.
Frühe Turboschäden wurden dokumentiert, teils bereits unter 10.000 km. Ein Software-Update erhöhte den Öldruck und behob das Problem bei bekannten Frühausfall-Chargen.
Symptome: Leistungsverlust, pfeifendes Geräusch aus dem Motorraum, bläulicher Rauch, Ladedruck-Fehlercode P0299.
Fahrzeug-Schwachstellen 12
Das Lenkgetriebe wird undicht durch defekte Simmerringe. Öl sammelt sich in den Manschetten. Betroffen ab ca. 60.000–80.000 km.
KBA-Rückruf für Insignia A (Dez. 2007 bis Juli 2013): Übermäßige Korrosion an der hinteren Spurstange kann zum Bruch führen. Ca. 572.000 Fahrzeuge weltweit, 112.738 in Deutschland.
Die elektronisch gesteuerten FlexRide-Dämpfer verschleißen ab ca. 100.000–150.000 km. Steckverbinder oxidieren, Kabel brechen im Radlauf. Ersatz kostet ca. 400–500 € pro Einheit.
Wasser dringt über poröse Heckklappendichtung oder Rückleuchtenrahmen in die Reserveradmulde ein. Steuergeräte im Kofferraum können Schaden nehmen.
Aufgrund des Fahrzeuggewichts (ca. 1.700 kg) verschleißen Bremsscheiben und -beläge früh. Vorderachse bereits nach 40.000–50.000 km erneuerungsbedürftig.
Defekte Sicherungen, schlechte Masseverbindungen oder feuchtigkeitsbedingte Kurzschlüsse führen zu multiplen Fehlermeldungen. Oft löst schon ein Batteriewechsel das Problem.
Unzureichender Unterbodenkorrosionsschutz ab Werk. Schweller rosten durch eingedrungene Feuchtigkeit von innen, durchrostende Stellen ab ca. 8 Jahren. TÜV-relevantes Problem.
Das M32-6-Gang-Schaltgetriebe des Insignia A hat zu schwach dimensionierte Eingangswellenlager, die ab ca. 100.000 km versagen. Heulen und Brummen, zuerst im 5./6. Gang, später alle Gänge.
Der elektrische Kühlerlüfter des Insignia A springt nicht automatisch an. Steuergeräteausfall oder defekter Lüftermotor als häufige Ursache.
Das AFL-Steuergerät fällt durch Feuchtigkeit oder schlechte Steckverbindungen aus. Neues Steuergerät kostet ca. 200–1.400 €, Einlernen nötig.
Der Gebläsewiderstand (Vorwiderstand) des Innenraumgebläses wird heiß und fällt aus. Lüfter läuft nur noch auf höchster Stufe oder gar nicht. Betroffen ab ca. 100.000 km.
Mehrere Kunststoffverkleidungen im Innenraum des Insignia A lösen sich minimal und erzeugen resonanzabhängige Klappergeräusche. Besonders Spiegelabdeckung und Kameraabdeckung betroffen.
Berichte & Tests
Federn und Dämpfer werden überdurchschnittlich oft beanstandet, dazu kommen Lichtmängel an Front- und Heckleuchten sowie Getriebegeräusche und defekte Sitzheizungen. Starterbatterien und Turbolader machen mit zunehmendem Alter Probleme.