Opel Insignia
Der 1,6-Liter-CDTI aus der GM/PSA-Kooperation ist sparsam und leistungsstark, leidet aber unter einem systemischen Steuerkettenproblem. Rasseln beim Kaltstart ist weit verbreitet und gilt als bekannte Schwäche. Steuerkette und Kettenspanner sollten bei erhöhter Laufleistung regelmäßig geprüft werden.
Insignia-B-Diesel-1.6
100 kW im Insignia B — Basisdiesel für den Alltag.
Motor-Schwachstellen 4
Die Steuerkette rasselt beim Kaltstart durch einen träge reagierenden Kettenspanner. Das Problem ist getriebeseitig verbaut und damit schwer zugänglich. Opel hat einen überarbeiteten Kettenspanner entwickelt.
Symptome: Metallisches Rasseln 1–4 Sekunden beim Kaltstart, manchmal auch beim Lastwechsel im warmen Betrieb. Geräusch an der Getriebeseite des Motors.
Pflicht-Rückruf wegen illegaler Abschalteinrichtung. Das Software-Update erhöht die AGR-Rate erheblich, was zu beschleunigter Verkokung von AGR-Ventil, Ansaugbrücke und Drucksensoren führt.
Typisches Dieselproblem, durch das Abgasskandal-Update verstärkt: Rußablagerungen im AGR-Ventil und der Ansaugbrücke reduzieren die Motorleistung. Reinigung alle 60.000–80.000 km empfohlen.
Symptome: Leistungsverlust im Teillastbereich, Ruckeln beim Anfahren, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch, Motorwarnleuchte.
Frühe Turboschäden wurden dokumentiert, teils bereits unter 10.000 km. Ein Software-Update erhöhte den Öldruck und behob das Problem bei bekannten Frühausfall-Chargen.
Symptome: Leistungsverlust, pfeifendes Geräusch aus dem Motorraum, bläulicher Rauch, Ladedruck-Fehlercode P0299.
Fahrzeug-Schwachstellen 13
Bei 2.0-Diesel-Modellen 2016–2018 kann die Kraftstoffleitung durch Kontakt mit einer Halterung beschädigt werden, was zu Kraftstoffaustritt und Brandgefahr führt. Rückruf wurde eingeleitet.
Die Matrix-LED-Scheinwerfer des IntelliLux-Systems sind anfällig für Ausfälle einzelner LED-Segmente oder der Steuerelektronik. Ersatz ist sehr teuer.
Steuergeräte für Totwinkelassistent und ACC am hinteren Stoßfänger sind nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt und korrodieren, was zu Systemausfällen führt.
Der stromabwärts sitzende NOx-Sensor des Insignia B Diesels gilt als besonders anfällig und muss bei vielen Fahrzeugen mehrfach innerhalb weniger Jahre erneuert werden. Die Kosten summieren sich erheblich.
Laut TÜV-Berichten zeigt der Insignia B vorzeitigen Verschleiß an Fahrwerksfedern und Stoßdämpfern, besonders auf schlechten Straßen. Fahrwerksgeräusche und schlechtes Ansprechverhalten sind die Folge.
Die elektrische Servolenkung (EPS) des Insignia B fällt sporadisch aus, oft zusammen mit dem Ausfall des Keilriemens oder Lichtmaschinenproblemen.
Die Gummibuchsen der Hinterachse verlieren mit der Zeit ihre Schmierung, was zu deutlichem Knarzen beim Ein- und Ausfedern führt. Tritt oft schon ab 35.000 km auf.
Das Multimedia Navi Pro friert ein oder startet spontan neu. Softwareupdates beseitigen das Problem oft nur vorübergehend. Ursache liegt in der Systemarchitektur.
TÜV-Report weist für die Insignia B-Generation überdurchschnittlich häufig Bremsscheibendefekte aus — eine Schwäche gegenüber dem Vorgänger.
Das Infotainmentsystem des Insignia B stürzt sporadisch ab oder friert ein. Navigation verliert GPS-Signal, Navi-Routen werden abgebrochen. Software-Updates helfen vorübergehend.
Der Insignia B hat keinen ausreichenden Unterbodenschutz. Unverkleideter Motor und viele ungeschützte Blechflächen führen bereits nach wenigen Jahren zu Korrosion.
Beim Insignia B fallen beide vorderen Sitzheizungen gleichzeitig aus, obwohl die LEDs an den Schaltern leuchten. Hintersitze funktionieren weiter.
Der Klimakompressor (Sanden PXC16) des Insignia B kann durch Ausfall der Magnetkupplung oder -spule ausfallen.
Berichte & Tests
Ölverlust an Motor und Antrieb ist die primäre Schwachstelle und kann teure Reparaturen nach sich ziehen. Bremsscheibenverschleiß tritt häufiger als der Durchschnitt auf. Innenraumgeräusche und nachlassende Türdichtungen werden ebenfalls kritisiert.