Opel Insignia
GM Ecotec Gen II mit Direkteinspritzung und Twin-Scroll-Turbo. Leistungsstark, aber bekannte Schwächen an Steuerkette und Nockenwellenversteller bei höheren Laufleistungen. Regelmäßige Ölwechsel mit vollsynthetischem Öl sind entscheidend.
Insignia-B-Top
191 kW mit Allrad — der stärkste Insignia B Benziner, dynamisch und souverän.
Motor-Schwachstellen 4
Steuerkette dehnt sich ab ca. 80.000–100.000 km, Kettenführungsschienen aus Kunststoff brechen und können in die Ölwanne fallen. Rasseln beim Kaltstart ist erstes Warnsignal. Kettenspanner allein zu tauschen löst das Problem oft nicht.
Symptome: Rasseln oder Scheppern beim Kaltstart, das nach Warmlaufen verschwindet; Check-Engine-Leuchte; im schlimmsten Fall Motorschaden
Als Direkteinspritzer ohne Saugrohreinspritzung werden die Einlassventile nicht vom Benzin gespült und setzen sich mit Kohle zu. Leistungsverlust und unrunder Motorlauf sind die Folge. Walnut-Blasting ist die gängige Lösung.
Symptome: Unrunder Leerlauf, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, gelegentliches Ruckeln unter Last
Die Steuerventile der variablen Nockenwellenverstellung setzen sich durch Ölschlamm zu (Fehlercode P0017). Folge ist unrunder Lauf und Leistungsverlust. Ursache oft zu langes Ölwechselintervall.
Symptome: Fehlercode P0017, unrunder Leerlauf, Leistungsabfall, Motorwarnleuchte
Schleichendes Ölleck am Steuerkettendeckel sowie an der Vakuumpumpe. Öl verbrennt auf dem Motorblock und erzeugt Geruch. Selten kritisch, aber bei Vernachlässigung kann der Ölstand gefährlich sinken.
Symptome: Geruch nach verbranntem Öl, schwarze Ölflecken am Motorblock, sinkender Ölstand ohne sichtbare Lache
Fahrzeug-Schwachstellen 13
Bei 2.0-Diesel-Modellen 2016–2018 kann die Kraftstoffleitung durch Kontakt mit einer Halterung beschädigt werden, was zu Kraftstoffaustritt und Brandgefahr führt. Rückruf wurde eingeleitet.
Die Matrix-LED-Scheinwerfer des IntelliLux-Systems sind anfällig für Ausfälle einzelner LED-Segmente oder der Steuerelektronik. Ersatz ist sehr teuer.
Steuergeräte für Totwinkelassistent und ACC am hinteren Stoßfänger sind nicht ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt und korrodieren, was zu Systemausfällen führt.
Der stromabwärts sitzende NOx-Sensor des Insignia B Diesels gilt als besonders anfällig und muss bei vielen Fahrzeugen mehrfach innerhalb weniger Jahre erneuert werden. Die Kosten summieren sich erheblich.
Laut TÜV-Berichten zeigt der Insignia B vorzeitigen Verschleiß an Fahrwerksfedern und Stoßdämpfern, besonders auf schlechten Straßen. Fahrwerksgeräusche und schlechtes Ansprechverhalten sind die Folge.
Die elektrische Servolenkung (EPS) des Insignia B fällt sporadisch aus, oft zusammen mit dem Ausfall des Keilriemens oder Lichtmaschinenproblemen.
Die Gummibuchsen der Hinterachse verlieren mit der Zeit ihre Schmierung, was zu deutlichem Knarzen beim Ein- und Ausfedern führt. Tritt oft schon ab 35.000 km auf.
Das Multimedia Navi Pro friert ein oder startet spontan neu. Softwareupdates beseitigen das Problem oft nur vorübergehend. Ursache liegt in der Systemarchitektur.
TÜV-Report weist für die Insignia B-Generation überdurchschnittlich häufig Bremsscheibendefekte aus — eine Schwäche gegenüber dem Vorgänger.
Das Infotainmentsystem des Insignia B stürzt sporadisch ab oder friert ein. Navigation verliert GPS-Signal, Navi-Routen werden abgebrochen. Software-Updates helfen vorübergehend.
Der Insignia B hat keinen ausreichenden Unterbodenschutz. Unverkleideter Motor und viele ungeschützte Blechflächen führen bereits nach wenigen Jahren zu Korrosion.
Beim Insignia B fallen beide vorderen Sitzheizungen gleichzeitig aus, obwohl die LEDs an den Schaltern leuchten. Hintersitze funktionieren weiter.
Der Klimakompressor (Sanden PXC16) des Insignia B kann durch Ausfall der Magnetkupplung oder -spule ausfallen.
Berichte & Tests
Ölverlust an Motor und Antrieb ist die primäre Schwachstelle und kann teure Reparaturen nach sich ziehen. Bremsscheibenverschleiß tritt häufiger als der Durchschnitt auf. Innenraumgeräusche und nachlassende Türdichtungen werden ebenfalls kritisiert.