Opel Meriva
90-PS-Ableger des kleinen Fiat-MultiJet-Diesels. Die vom Hersteller als wartungsfrei deklarierte Steuerkette ist die größte Schwachstelle und kann bei über 150.000 km katastrophal reißen. EGR und Turbo-Wastegate sind weitere typische Verschleißstellen.
Meriva-Diesel-Klein
55 kW im Meriva A — nur für den Stadtbetrieb geeignet.
Motor-Schwachstellen 4
Die als wartungsfrei deklarierte Steuerkette dehnt sich bei langen Ölwechselintervallen erheblich. Kettenriss bedeutet Motorschaden durch Ventilkollision. Dokumentierter Totalschaden bei 184.000 km.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart aus dem Steuerkettenkasten, das nach Warmlaufen etwas nachlässt. Plötzlicher Motorausfall mit starker Rauchentwicklung im Totalschadensfall.
Der Wastegate-Aktuator des IHI-Turbos klemmt durch Hitze und Alterung in geschlossener Stellung, was zu übermäßigem Ladedruck und Notlauf führt. Überholung eines Turbos kostet ca. 310 €.
Symptome: Fahrzeug geht in Notlauf, stark reduzierte Leistung, Motorkontrollleuchte, gelegentlich pfeifende oder schleifende Geräusche aus dem Turbobereich.
Die Drallklappen im Ansaugtrakt verkokt durch AGR-Rückstände und Kurbelgehäuseentlüftung. Komplette Ansaugbrücke mit Drallklappen kostet ca. 520 € plus 250 € Einbau.
Symptome: Ruckeln und Leistungsabfall besonders im Kaltlauf, Motorkontrollleuchte mit Fehlercode P2279, schlechte Gasannahme im Teillastbereich.
Das AGR-Ventil verkohlt besonders bei Kurzstrecken. Ausfälle bei 81.000–160.000 km dokumentiert. Ventil kann gereinigt oder getauscht werden; Tausch kostet ca. 105 € für das Teil.
Symptome: Anfahrschwäche und Ruckeln im Kaltzustand, sporadische Gasannahme bei Teillast, Motorkontrollleuchte, Leistungsabfall.
Fahrzeug-Schwachstellen 13
6-Gang-Schaltgetriebe M32 leidet unter zu starker Lagervorspannung. Kegelrollenflächen können brechen, im schlimmsten Fall Totalversagen.
Vorderachsträger ist bekannt für Korrosionsschäden, die die Strukturintegrität gefährden können. Ab ca. 10 Jahren gründlich prüfen.
Ältere Meriva-A-Exemplare zeigen Rost an Türunterkanten und Radläufen. Mäßiger Korrosionsschutz der frühen Baujahre.
Lenkgetriebe neigt zu vorzeitigem Verschleiß. Spürbares Lenkungsspiel und Knackgeräusche beim Einschlagen ab 150.000 km.
Die Türunterkanten und -kanten des Meriva A beginnen von innen zu rosten und setzen sich nach außen fort. Türen öffnen und schließen durch Verzug schwerer. Tritt ab etwa Baujahr 2005–2007 häufig auf.
Beim Meriva A fressen die Handbremsmechaniken an der Hinterachse fest, besonders nach längerem Stehen. Das Hinterrad blockiert beim Anfahren und erhitzt sich stark.
Komfortelektrik macht im höheren Alter Probleme. Türschlösser lassen sich elektrisch nicht entriegeln, Fensterheber reagieren träge.
Durch das ständige Öffnen und Schließen der Heckklappe brechen Kabel im Wellrohr. Rückleuchten, Heckwischer oder Heckklappenheizung fallen aus. Klassischer Kabelbruch im Scharnierbereich.
Bei Meriva A Modellen vor dem Facelift (bis 2005) klemmt das Schaltgestänge, besonders bei 1. und 2. Gang. Das Schalten fühlt sich schwammig oder hakelig an.
Am Meriva A ist der Gebläsestecker ('Igel') bekannt als primäre Ausfallursache. Der Kontakt korrodiert und führt zu Gebläseausfall.
Der Ablaufschlauch des Meriva A-Schiebedachs verläuft durch die A-Säule und verstopft regelmäßig. Stauendes Wasser tritt in den Innenraum ein.
Beim Meriva A verlieren Ausgleichsbehälter und Kühlmittelschläuche an den Schlauchanschlüssen Kühlmittel. Schleichender Verlust ohne sichtbare Lache.
Im Meriva A nutzen sich die Softlack-Beschichtungen der Lenkrad- und Mittelkonsolenknöpfe schnell ab. Beschriftungen verschwinden, Softtouch-Oberflächen werden klebrig.