Renault Espace
2,2-Liter-Diesel der frühen dCi-Ära mit gemischtem Ruf — AGR-Ventil klemmt in offener Stellung und leitet ständig Abgase zu, Turbolader-Ladedruckventil fällt aus und verursacht Leistungsverlust. Bei regelmäßiger AGR-Reinigung und sorgfältiger Ölpflege durchaus haltbar; im Gebrauchtwagenalter aber wartungsintensiv.
Problemdiesel
2.2 dCi mit 140 PS — die Motorhaltbarkeits-Probleme des G9T machen jeden Fahrspaß-Gedanken zunichte.
Motor-Schwachstellen 5
Der G9T 2.2 dCi gilt als verschleißanfällig — erfahrene Mechaniker schätzen die typische Lebensdauer auf nur 80.000–120.000 km. Ein Großteil der Fahrzeuge hat bereits die zweite Austauschmaschine verbaut.
Symptome: Laute Motorgeräusche, Leistungsabfall, erhöhter Öl- und Kraftstoffverbrauch
Defekte Injektornadeln des G9T spritzen keinen Nebel, sondern einen Kraftstoffstrahl — dieser kann bei dem hohen Einspritzdruck den Kolben oder die Zylinderwand durchtrennen. Im schlimmsten Fall durchschlägt er sogar den Motorblock.
Symptome: Ruckartige Motorgeräusche, Leistungsabfall, Schlag aus dem Motor
Der Garrett-Turbolader im G9T ist auf ca. 150.000 km Lebensdauer ausgelegt. Turbodrucksensor-Korrosion und Magnetventildefekte führen häufig schon früher zu Notlauf und teuren Reparaturen.
Symptome: Leistungsverlust, Notlauf, Meldung 'Einspritzung defekt', pfeifende Geräusche
Metallisch klingende Geräusche aus dem oberen Motorbereich sind beim G9T bekannt. Verschlissene Kipphebel und Nockenwellen sind die Ursache — eine teure Reparatur, die teils auch nach dem Wechsel bestehen bleibt.
Symptome: Metallisches Klopfen oder Tackern aus dem Motoroberteil, lauter bei warmem Motor
Der Ladedrucksensor des G9T korrodiert an den Steckkontakten und löst Fehlermeldungen wie 'Einspritzung defekt' aus. Eine einfache Reinigung mit Kontaktspray kann das Problem beheben — wird aber oft falsch diagnostiziert.
Symptome: Fehlermeldung 'Einspritzung defekt', Notlauf, plötzlicher Leistungsabfall
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Achsgelenke, Lenkgelenke und Querlenker sind für das hohe Fahrzeuggewicht nicht ausreichend ausgelegt und verschleißen früh. Querlenker an der Vorderachse können im Extremfall brechen.
Beim 6-Gang-Schaltgetriebe leckt der Kupplungsnehmerzylinder und beschädigt durch die austretende Bremsflüssigkeit die Reibscheibe. Teures Folgeschaden-Risiko.
Durch die hohe Fahrzeugmasse verschleißen Bremsscheiben und -beläge deutlich schneller als bei anderen Fahrzeugen. Fehlende Ankerbleche beschleunigen die Rostbildung zusätzlich.
Glasdächer und Panoramadächer des Espace IV verlieren mit zunehmendem Alter die Dichtigkeit. Wasser tritt in den Innenraum ein, vor allem an den Abläufen und Führungsschienen.
Schwache Batterien, defekte Lichtmaschinen und defekte Anlasser sind für den Espace IV dokumentierte Schwachstellen im Bereich Elektrik, die zu Startproblemen führen.
Die Elektromotoren der aktiven Hinterradlenkung (bei 4Control-Modellen) fallen durch Defekte aus. Frühe Modelle waren besonders betroffen, bevor Renault den Zulieferer wechselte.
Das hohe Fahrzeuggewicht des Espace IV beschleunigt den Verschleiß von Querlenker-Buchsen, Spurstangenköpfen und Radlagern erheblich. TÜV-Mängel durch übermäßiges Spiel sind häufig.
Glasdächer und Panoramadächer des Espace IV verlieren mit zunehmendem Alter die Dichtigkeit. Wasser tritt in den Innenraum ein, vor allem an den Abläufen und Führungsschienen.
Der schwere Espace IV (bis ca. 2.200 kg) belastet Bremsscheiben und -beläge stark. Fehlende Bremsschutzbleche fördern Korrosion an Scheiben. Häufige Wechselintervalle sind einzuplanen.