Renault Scenic
Bewährter 2,0-Liter-16-Ventiler mit guter Langzeitstabilität; Zahnriemen sowie Nockenwellenversteller beim fälligen Wechsel immer zusammen ersetzen. Ölverbrauch im Alter von über 150.000 km kann ansteigen. Bei gepflegten Exemplaren sind 250.000–300.000 km problemlos erreichbar.
Kräftiger Van
2.0 16V mit 135 PS — im Scenic eher für Komfort als für Sport. Souverän auf der Autobahn.
Motor-Schwachstellen 4
Auch der F4R verwendet Zahnriemen-Ventilsteuerung. Die notwendige Demontage von Ansaugkrümmer und Zündspulen macht den Wechsel arbeitsintensiv und teuer — in Werkstätten oft 600–900 € Arbeitskosten.
Symptome: Bei Riemenriss: plötzlicher Motorstillstand mit Ventilschaden
Höherleistende F4R-Motoren neigen bei hohen Laufleistungen zu erhöhtem Ölverbrauch durch verkokte und festgebrannte Kolbenringe. Regelmäßige kurze Volllast-Ausfahrten helfen präventiv.
Symptome: Blauer Rauch bei Beschleunigung und im Schiebebetrieb, sinkender Ölstand
Die Zündspulen des F4R 2.0 16V liegen verdeckt unter dem Ansaugkrümmer. Jeder Zündspulenwechsel erfordert dessen vollständige Demontage, was die Reparaturkosten erheblich treibt.
Symptome: Zylinderausfall, Ruckeln, Motorkontrollleuchte, schlechte Laufkultur
Der F4R leidet wie alle Renault 16V-Motoren dieser Ära an erhöhten Leerlaufdrehzahlen durch verschmutzte Drosselklappengehäuse. Ölrückstände aus der Kurbelgehäuseentlüftung verstopfen das System.
Symptome: Hohe Leerlaufdrehzahl, Motorabsterben im Leerlauf, Ruckeln beim Anfahren
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Verstopfte Wasserablaufkanäle führen zu Wassereintritt unter dem Fahrersitz. Das schädigt den Kabelbaum und Steuergeräte. Aufwendige Reparaturen sind die Folge.
Rückruf wegen Versagen der elektrischen Feststellbremse und Probleme mit Hinterachsschweißnähten. Elektrische Parkbremse kann teuren Austausch erfordern.
Defekte Fensterheber, Kofferraumöffner, Wischermotoren und Radiosysteme sind Klassiker beim Scenic II. Tachoeinheit fällt aus; günstige Reparatur verfügbar. Steuergeräte durch Feuchtigkeit beschädigt.
Spurstangenköpfe und Fahrwerkskomponenten werden bei der Hauptuntersuchung häufig beanstandet. Zusätzlich sind Radlager anfällig und Federn brechen gelegentlich.
Kombiinstrument und Tacho können komplett ausfallen, häufig durch Lötstellen-Defekte auf der Platine. Aufarbeitung durch Spezialisten ist möglich, Neuteile sind teuer und kaum noch verfügbar.
Hintere Bremsen des Scenic II verschleißen schnell und müssen regelmäßig gewartet werden. Scheibenbremsen an der Hinterachse sind empfindlich, besonders bei seltenem Gebrauch der Bremse.
Sitze quietschen und der Kunstlederbezug verschleißt überdurchschnittlich schnell. Qualitätsmängel im Innenraum sind ein bekanntes Problem dieser Generation.
Der Vorwiderstand des Heizungsgebläses fällt häufig aus; Gebläse arbeitet dann nur noch auf Stufe 4 oder gar nicht. Austausch des Widerstands ist eine günstige Reparatur, wird aber oft erst spät diagnostiziert.