Skoda Superb
EA888 Gen2 2.0 TSI mit 147 kW/200 PS. Bekannter Problemmotor der frühen Generation, besonders Baujahre 2008–2011 mit massiven Steuerkettenspanner-Problemen und erhöhtem Ölverbrauch. Ab März 2012 überarbeitete Spanner — dennoch Wartung und Ölwechsel unter 15.000 km wichtig.
200 PS TSI-Kombi — souverän
Der 2.0 TSI im Superb Combi: genug Kraft für spontane Spurts und beladene Urlaubsfahrten.
Motor-Schwachstellen 4
Der hydraulische Steuerkettenspanner des frühen EA888 Gen2 ist konstruktiv unzureichend. Die Kette längt sich ab 19.000 km, Spanner fährt bis zum Anschlag aus. Hauptproblem Baujahre 2008–2011.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, Fehlercode P0016 (Nockenwellensteuerung), unrunder Motorlauf, Motorstoppleuchte. In schweren Fällen springt die Kette.
Unterdimensionierte Ölabstreifringe im EA888 Gen2 führen zu Ölverbrauch von 1 Liter pro 1.000 km ab ca. 40.000–70.000 km. Reparatur erfordert häufig Kolben- und Pleueltausch.
Symptome: Stark sinkender Ölstand, blauer Rauch aus dem Auspuff besonders beim Gasgeben nach Schubphase. Zündkerzen ölig.
Wasserpumpe des EA888 Gen2 kann undicht werden oder komplett ausfallen. Führt ohne rechtzeitigen Eingriff zu Motorüberhitzung und Folgeschäden. Kunststoff-Laufrad der Pumpe kann brechen.
Symptome: Kühlmittelverlust, Temperaturanzeige steigt übermäßig an, Kühlmittelgeruch aus dem Motorraum.
Benzin-Direkteinspritzung ohne Saugrohreinspritzung bei der Gen2 bedingt starke Rußablagerungen an Einlassventilen. Verstärkt durch häufige Kurzstrecken.
Symptome: Ruckeln und Zündaussetzer im Niedriglastbereich, längeres Anlassen bei Kaltstart, spürbarer Leistungsabfall.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Die Mechatronikeinheit des DSG-Getriebes (DQ250) kann ab ca. 100.000 km Fehler entwickeln. Unregelmäßige Schaltvorgänge und Getriebe-Notlauf sind die Folge.
Fahrwerksfedern brechen bevorzugt an der Vorderachse, oft ohne Vorwarnung. Laut TÜV-Report eine der häufigsten Mängelpositionen beim Superb II. Ab ca. 100.000 km und 8 Jahren Laufzeit deutlich erhöhtes Risiko.
Das BCM steuert Scheibenwischer, Beleuchtung, Zentralverriegelung und Komfortfunktionen. Typisches Fehlerbild ist ein schleichender Ausfall einzelner Funktionen bis zum Totalausfall. Reparatur erfordert Codierung beim Händler.
Schweller und hintere Radkästen neigen zu verdecktem Rost unter der Schutzversiegelung. Korrosion beginnt von innen, wird erst sichtbar wenn Blasen durch den Lack drücken. Auch Heckklappe und Falze im Türbereich sind gefährdet.
Klimakompressor frisst sich bei mechanischem Defekt fest und verteilt Metallspäne im gesamten Kältemittelkreislauf. Reparatur erfordert dann vollständige Kreislaufspülung plus Trockner- und Expansionsventiltausch. Kompressor allein ca. 400 €.
Die elektromechanische Servolenkung entwickelt ein Klopfen beim Lenken, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten. Verschleiß der Lenkgetriebe-Aufnahme ist häufige Ursache.
Im Bereich des Türknickgelenks bricht der Kabelbaum durch wiederholte Biegebewegungen. Betroffen sind bevorzugt die Fahrertür und beim Superb die Twindoor-Heckklappe. Billige Kunststoffummantelung ohne Schutzspirale begünstigt den Defekt.
Die Handbremsseile korrodieren in der Hülle und gehen schwer oder frieren im Winter fest. Betrifft besonders Fahrzeuge in salzhaltiger Umgebung.
Berichte & Tests
Der Superb der zweiten Generation schneidet bei der Hauptuntersuchung schlechter ab als der Klassendurchschnitt. Federn, Dämpfer und Bremsanlage sind die größten Schwachpunkte.