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Suzuki Grand Vitara

F9Q 1.9L DDiS 129 PS Schaltgetriebe Allradantrieb SUV 2005–2012
– Aufpassen Versicherung mittel
Motor F9Q – Aufpassen 3.150–16.800 €

Renault-Motor der ersten Generation im Grand Vitara JT, baugleich mit dem bekannten 1,9-dCi aus Mégane und Laguna. Bekannte Problemfelder sind AGR-Verkokung, Turboladerschäden und Einspritzventil-Leckagen.

Spaßfaktor? Ganz okay

Diesel-Offroader für sparsame Abenteurer

Der 1.9 dCi im Grand Vitara ist drehmomentreich und sparsam. Auf der Straße solide, im Gelände mit Untersetzungsgetriebe auch tauglich – aber kein Enthusiasten-Fahrzeug.

Motor-Schwachstellen 4

!! Variables Turboladersystem (VNT) verklemmt

Die variablen Turbinenschaufeln des F9Q-Turboladers können durch Rußablagerungen verklemmen, was zu Leistungsabfall und Notlaufmodus führt.

Symptome: Starker Leistungsverlust, Fahrzeug fährt im Notlauf, Turbolader pfeift

400–1.800 € ab 130.000 km
!! Einspritzventile undicht oder verschlissen

Undichte oder tropfende Injektoren am F9Q führen zu DPF-Verstopfung und erhöhtem Kurbelgehäusedruck. Im schlimmsten Fall Hochdruckpumpen-Abrieb mit Spänen im Einspritzsystem.

Symptome: Starker Rußausstoß, Motor ruckelt im Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Motorwarnleuchte

800–5.700 € ab 140.000 km
!! DPF-Verstopfung durch Kurzstrecke und defekte Injektoren

Der Diesel-Partikelfilter des F9Q verstopft bei häufigem Kurzstreckenbetrieb oder durch tropfende Injektoren. Reparaturkosten können erheblich sein.

Symptome: DPF-Warnleuchte dauerhaft, Fahrzeug geht in Notlauf, reduzierte Motorleistung

500–2.500 € ab 120.000 km
! AGR-Ventil verkokt und blockiert

Das AGR-Ventil des F9Q verstopft durch Rußablagerungen; der Ansaugkrümmer-Kanal kann sich vollständig zusetzen. Folge: Leistungsverlust und verzögerter Turbo-Eingriff.

Symptome: Merklich träges Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen, motorisches Ruckeln im Teillastbereich

150–400 € ab 100.000 km

Fahrzeug-Schwachstellen 6

!! rost Rost an Unterboden, Motor- und Achsträgern

Ab dem vierten Betriebsjahr ist Rost an tragenden Teilen des Unterbodens bekannt. Motor- und Achsträger korrodieren erheblich. Besonders hinter Radkastenverkleidungen fehlt werkseitig jeder Korrosionsschutz.

300–1.500 € ab 120.000 km
!! bremsen Hinterbremsen rosten und lassen nach

Die hintere Bremsanlage des Grand Vitara JT ist chronisch unterfordert und rostet schnell. Bereits bei dreijährigen Fahrzeugen lässt die Bremswirkung hinten stark nach. Rostkorrosion an Bremsleitungen bei älteren Exemplaren.

150–500 € ab 60.000 km
!! getriebe Schaltgetriebe: Synchronringe verschlissen

Das manuelle Schaltgetriebe des Grand Vitara JT zeigt bei höherer Laufleistung Probleme mit verschlissenen Synchronringen. Gänge lassen sich dann schwer oder gar nicht einlegen; betrifft bevorzugt den 1. und 2. Gang.

500–2.000 € ab 120.000 km
!! getriebe Verteilergetriebe Verschleiß und klemmender Schalthebel

Das mechanische Verteilergetriebe verschleißt bei regelmäßigem Geländeeinsatz. Der Schalthebel kann klemmen oder sich nur unter Kraftaufwand umschalten lassen. Ursache ist oft verdicktes oder verbrauchtes Getriebeöl.

200–1.500 € ab 100.000 km
!! sonstiges Ölverlust Motor und Getriebe

Der Grand Vitara JT fällt schon früh mit Ölverlust am Antriebsstrang auf. Sowohl Motor als auch Getriebe verlieren Öl durch alternde Dichtungen. Regelmäßige Ölstandskontrolle ist zwingend.

100–600 € ab 80.000 km
! elektronik Heckbeleuchtung defekt

Mehr als jeder zehnte Grand Vitara JT zeigt Probleme mit der Heckbeleuchtung bei Hauptuntersuchungen. Rücklicht, Bremslicht und Blinker sind häufig beanstandet. Feuchtigkeitseintritt in Rückleuchtengehäuse.

50–300 €

Berichte & Tests

TÜV AUTO BILD TÜV-Report / Marken-Check Suzuki 2020-11
Unterdurchschnittlich

Der Grand Vitara JT gehört nicht zu den zuverlässigsten Gebrauchtwagen seiner Klasse. Ölverlust ist überdurchschnittlich hoch, die Bremsanlage verschleißt bei Dreijährigen schon spürbar. Rost setzt bereits ab dem vierten Jahr ein. Der Auspuff hält meist nicht länger als fünf Jahre.