Suzuki Grand Vitara
Renault-Motor der ersten Generation im Grand Vitara JT, baugleich mit dem bekannten 1,9-dCi aus Mégane und Laguna. Bekannte Problemfelder sind AGR-Verkokung, Turboladerschäden und Einspritzventil-Leckagen.
Diesel-Offroader für sparsame Abenteurer
Der 1.9 dCi im Grand Vitara ist drehmomentreich und sparsam. Auf der Straße solide, im Gelände mit Untersetzungsgetriebe auch tauglich – aber kein Enthusiasten-Fahrzeug.
Motor-Schwachstellen 4
Die variablen Turbinenschaufeln des F9Q-Turboladers können durch Rußablagerungen verklemmen, was zu Leistungsabfall und Notlaufmodus führt.
Symptome: Starker Leistungsverlust, Fahrzeug fährt im Notlauf, Turbolader pfeift
Undichte oder tropfende Injektoren am F9Q führen zu DPF-Verstopfung und erhöhtem Kurbelgehäusedruck. Im schlimmsten Fall Hochdruckpumpen-Abrieb mit Spänen im Einspritzsystem.
Symptome: Starker Rußausstoß, Motor ruckelt im Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Motorwarnleuchte
Der Diesel-Partikelfilter des F9Q verstopft bei häufigem Kurzstreckenbetrieb oder durch tropfende Injektoren. Reparaturkosten können erheblich sein.
Symptome: DPF-Warnleuchte dauerhaft, Fahrzeug geht in Notlauf, reduzierte Motorleistung
Das AGR-Ventil des F9Q verstopft durch Rußablagerungen; der Ansaugkrümmer-Kanal kann sich vollständig zusetzen. Folge: Leistungsverlust und verzögerter Turbo-Eingriff.
Symptome: Merklich träges Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen, motorisches Ruckeln im Teillastbereich
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Ab dem vierten Betriebsjahr ist Rost an tragenden Teilen des Unterbodens bekannt. Motor- und Achsträger korrodieren erheblich. Besonders hinter Radkastenverkleidungen fehlt werkseitig jeder Korrosionsschutz.
Die hintere Bremsanlage des Grand Vitara JT ist chronisch unterfordert und rostet schnell. Bereits bei dreijährigen Fahrzeugen lässt die Bremswirkung hinten stark nach. Rostkorrosion an Bremsleitungen bei älteren Exemplaren.
Das manuelle Schaltgetriebe des Grand Vitara JT zeigt bei höherer Laufleistung Probleme mit verschlissenen Synchronringen. Gänge lassen sich dann schwer oder gar nicht einlegen; betrifft bevorzugt den 1. und 2. Gang.
Das mechanische Verteilergetriebe verschleißt bei regelmäßigem Geländeeinsatz. Der Schalthebel kann klemmen oder sich nur unter Kraftaufwand umschalten lassen. Ursache ist oft verdicktes oder verbrauchtes Getriebeöl.
Der Grand Vitara JT fällt schon früh mit Ölverlust am Antriebsstrang auf. Sowohl Motor als auch Getriebe verlieren Öl durch alternde Dichtungen. Regelmäßige Ölstandskontrolle ist zwingend.
Mehr als jeder zehnte Grand Vitara JT zeigt Probleme mit der Heckbeleuchtung bei Hauptuntersuchungen. Rücklicht, Bremslicht und Blinker sind häufig beanstandet. Feuchtigkeitseintritt in Rückleuchtengehäuse.
Berichte & Tests
Der Grand Vitara JT gehört nicht zu den zuverlässigsten Gebrauchtwagen seiner Klasse. Ölverlust ist überdurchschnittlich hoch, die Bremsanlage verschleißt bei Dreijährigen schon spürbar. Rost setzt bereits ab dem vierten Jahr ein. Der Auspuff hält meist nicht länger als fünf Jahre.