Suzuki Jimny
Renault 1,5-dCi-Motor im Jimny JB43. Kritischste Schwachstelle ist die Delphi-Hochdruckpumpe, deren Abrieb das gesamte Einspritzsystem kontaminieren kann. Reguläre Ölwechselintervalle und modernes Dieselöl sind für die Langlebigkeit zwingend.
Diesel-Jimny: Sparsam, aber schwerfällig
Der Diesel-Jimny spart Sprit, klingt aber unpassend für das Kult-Offroad-Fahrzeug. Im Gelände funktioniert die Untersetzung tadellos, auf der Straße dreht er träge.
Motor-Schwachstellen 4
Die Delphi-Hochdruckpumpe des K9K kann intern verschleißen und Metallspäne ins Einspritzsystem einbringen, die alle Injektoren zerstören. Gesamtreparatur kostet 4.500–6.000 €.
Symptome: Motor springt schlecht an, starker Leistungsabfall, metallische Partikel im Kraftstofffilter
Defekte Glühkerzen im K9K sind häufig und können abbrechen; abgebrochene Stücke fallen in den Brennraum und verursachen Kompressionsabfall oder Ventilschäden.
Symptome: Schwieriger Kaltstart, Motorwarnleuchte (P0670), unrunder Motorlauf nach dem Anlassen
Das AGR-Ventil des K9K verkokst und blockiert regelmäßig. Im Jimny DDiS wurde ein stark verschmutztes AGR-Ventil als häufige Ursache für Startprobleme und Leistungsabfall identifiziert.
Symptome: Schwieriger Kaltstart, Ruckeln unter Last, Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich
Der K9K hat keine hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichselemente; das Ventilspiel muss alle 50.000 km manuell kontrolliert und eingestellt werden.
Symptome: Klappernde oder tappende Geräusche aus dem Zylinderkopfbereich, besonders beim Kaltstart
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Der Jimny JB43 hat ab Werk nur unzureichenden Rostschutz. Besonders anfällig sind Radläufe hinter den Plastikverkleidungen, Schweller, Reserveradmulde, Heckboden und Karosserieholme. Schon nach 5–8 Jahren zeigt sich oft Durchrostung.
Die Achsschenkelbolzenlager (King-Pin-Bearings) rosten durch eindringendes Wasser, Schmutz und Salz frühzeitig fest. Besonders das untere Lager ist betroffen. Ohne Wartung entsteht Lenkungsspiel, das zum gefährlichen Lenkwackeln führt.
Das kurze Radstand-Design des Jimny macht ihn anfällig für starkes Lenkungszittern bei 70–110 km/h. Ursache ist kumuliertes Spiel in Lenkbolzen, Spurstangen, Panhard-Stab und Reifen-Unwucht. Mehrere Komponenten müssen geprüft und getauscht werden.
Benzin-Jimnys der Baujahre 2005–2018 mit Drucktasten-Allrad (R72-Getriebe) haben ein konstruktiv schwaches Lager im Verteilergetriebe. Es versagt vorzeitig und kündigt sich mit turbinenartigen Geräuschen an. Eine verbesserte Variante wurde nie serienmäßig verbaut.
Die Bremsanlage des Jimny ist von Haus aus unterdimensioniert und verschleißt schnell durch Geländeeinsatz und Korrosion. Bremsschläuche, Radbremszylinder und Bremsleitungen rosten und müssen oft komplett erneuert werden.
Gelenkwellen-Faltenbälge reißen durch Geländefahrten oder Alterung, woraufhin Schmutz in die Gelenke eindringt und diese zerstört. Ein vollständiger Gelenkwellenaustausch ist teuer und bei Geländefahrzeugen häufiger erforderlich als bei normalen Pkw.
Hinter den Scheinwerfergehäusen der Jimny-Modelle ab 2005 bildet sich durch Feuchtigkeitsstau Rost am Karosserieblech, der oft erst beim Ausbau der Scheinwerfer entdeckt wird. Unbehandelt greift er auf angrenzende Strukturbereiche über.
Berichte & Tests
Der Jimny der dritten Generation gehört nicht zu den TÜV-Musterschülern. Bremsen fallen überdurchschnittlich oft auf. Federn und Stoßdämpfer werden bis zur dritten HU übermäßig oft beanstandet. Rost bildet sich bereits ab dem vierten Jahr.