Toyota 2.0 D-4
Direkteinspritzer mit D-4-Technologie. Bekannt für erhöhten Ölverbrauch durch Verkokung der Kolbenringe. Regelmäßige Ölstandskontrolle wichtig.
Solider Alltagsmotor
Der 2.0 D-4 bietet ausreichend Leistung für den Avensis. Die Direkteinspritzung bringt guten Durchzug, aber auch bekannte Ölverbrauchsprobleme.
Motor-Schwachstellen 7
Bei höheren Laufleistungen verkoken die Ölabstreifringe durch Ablagerungen der Direkteinspritzung. Betroffene Motoren verbrauchen 0,5-1,5 Liter auf 1.000 km. Toyota erkannte das Problem und führte 2008 modifizierte Kolbenringe ein.
Symptome: Deutlich sinkender Ölstand zwischen den Serviceterminen, blauer Rauch aus dem Auspuff beim Kaltstart und im Teillastbetrieb, Ölgeruch im Innenraum
Bei frühen 1AZ-FSE-Motoren (bis 2006) waren die Zylinderkopfschrauben zu kurz ausgelegt, was die Dichtwirkung der Kopfdichtung reduzierte. Ab 2006 verlängerte Toyota die Schrauben. Betroffene Fahrzeuge verlieren Kühlmittel ohne sichtbare äußere Leckage.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbare Leckstellen, Blubbern im Ausgleichsbehälter, Druckaufbau im Kühlsystem, Überhitzungsneigung, Öl-Kühlmittel-Gemisch möglich
Das D-4-Direkteinspritzsystem umspült die Ansaugventile nicht mit Kraftstoff, wodurch Öldämpfe aus der Kurbelgehäuseentlüftung ungehindert verkoken. Ab etwa 80.000 km bilden sich Ablagerungen, die Leistung und Leerlaufqualität merklich verschlechtern.
Symptome: Rauer Leerlauf, Leistungsverlust bei niedrigen Drehzahlen, leichtes Ruckeln beim Beschleunigen aus dem Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Die mechanische Hochdruckpumpe der D-4-Direkteinspritzung kann durch Verschleiß oder Kraftstoffverunreinigungen ausfallen. Der Kraftstoffrailsensor neigt zum internen Kurzschluss und verursacht Fehlzündungen und Startschwierigkeiten.
Symptome: Startprobleme, unrunder Leerlauf, Fehlercodes P0171/P0174 (Gemisch zu mager), Leistungsabfall bei höheren Drehzahlen, schwarzer Ruß am Auspuff
In Avensis-Fahrzeugen der Baujahre 2000-2005 wurden früh bleifreie Lote verwendet, die zu Mikrorissen in den Lötverbindungen des Motorsteuergeräts führen können. Fehlercodes kehren nach dem Löschen binnen kurzer Zeit zurück.
Symptome: Wiederkehrende Fehlercodes ohne eindeutigen Defekt, unregelmäßige Aussetzer, Startprobleme bei Temperaturwechseln, Fehlverhalten von Sensorsignalen im Kaltzustand
Toyota rief 2008 bestimmte 1AZ-FSE-Motoren wegen fehlerhafter Zündkerzen zurück, die zu erhöhtem Ölverbrauch beitrugen. Die thermische Belastbarkeit der Zündkerzenelektrode war unzureichend ausgelegt.
Symptome: Erhöhter Ölverbrauch, gelegentliche Zündaussetzer, leichtes Ruckeln unter Last, blaue Ölverbrennungsfahne bei Beschleunigung
Die Dichtung des Steuerkettengehäuses des 1AZ-FSE altert und verhärtet im Laufe der Zeit. Bei höheren Laufleistungen entstehen Öltropfen im Motorraum, die unbehandelt zu Ölmangel und Folgeschäden führen können.
Symptome: Öltropfen unter dem Fahrzeug nach dem Parken, Ölgeruch aus dem Motorraum, sichtbare Ölfilm-Spuren am Steuerkettengehäuse, nachlassender Ölstand
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Der Unterbodenschutz des T250 ist nur mäßig ausgeführt. An geschweißten Verbindungen, Achsträgern und Schwellern bilden sich Rostnester.
Der Verdampfer im Armaturenbrett korrodiert und verliert Kältemittel. Reparatur aufwendig wegen Armaturenbrett-Ausbau.
Das Eingangswellenlager des manuellen Getriebes verschleißt und verursacht Geräusche im Leerlauf.
Antriebswellenmanschetten reißen und Steuergehäuse-Abdeckungen werden undicht. Spurstangen können sich bei unsachgemäßer Montage lösen.
Tachobeleuchtung fällt aus, Radio-Display zeigt Fehler oder erlischt. Rückleuchten können undicht werden.
Die hinteren Bremsscheiben verziehen sich ab ca. 60.000 km, besonders bei Kombi-Varianten mit häufiger Beladung.
Spiel in der Lenksäulen-Gelenkverbindung erzeugt ein Klopfgeräusch bei Lenkbewegungen, besonders auf unebener Fahrbahn.
Die hydraulische Servolenkung des T250 erzeugt im Alter Quietsch- oder Dröhngeräusche, die auf den Dichtring um die Lenkspindel oder verschlissene Lenkungsteile zurückzuführen sind. Temporär mit Schmiermittel zu lindern.
Das Kofferraumschloss des T250 verfügt über keine manuelle Notöffnung. Bei Defekt des elektrischen Schlosses oder der Fernbedienung bleibt der Kofferraum verriegelt. Elektrisches Schlosssystem anfällig für Steuergerätefehler.
Die Sitzheizung auf der Fahrerseite des T250 kann bei höherer Laufleistung ausfallen, während die Kontrollanzeige weiterhin leuchtet. Ursache sind meist defekte Heizmatten oder Kabelbrüche im beweglichen Sitz.