VW Golf · Schrägheck
Bewährter Saugmotor mit Multipoint-Einspritzung. Keine Direkteinspritzprobleme, keine Steuerkette. Zahnriemenwechsel und sonst wenig Sorgen.
Bequem-Automat
Mit Automatik wird der 1.6 MPI zum idealen Stadtauto für entspannte Zeitgenossen. Fahrspaß? Nicht vorgesehen.
Motor-Schwachstellen 5
Die dreiteiligen Ölabstreifringe des BGU verschleißen ab ca. 80.000 km, Ölverbrauch steigt auf 0,5–1 L/1000 km. Kurbelgehäuse-Entlüftungsventil gesondert prüfen.
Symptome: Schleichend steigender Ölverbrauch, keine Rauchentwicklung, Ventile und Ansaugtrakt ölig
Mit zunehmendem Alter werden die Kunststoffschläuche und Ventile der Kurbelgehäuseentlüftung porös. Ölnebel gelangt in den Ansaugtrakt, was Leerlaufprobleme und Ölverbrauch verursacht.
Symptome: Unruhiger Leerlauf, Ölfilm im Luftfilterkasten, leichter Ölverbrauch, Fehlermeldung Gemischanpassung
Bei hohen Laufleistungen können die Ventilschaftdichtungen des BGU-Motors undicht werden und zu erhöhtem Ölverbrauch führen. Typisches Problem bei älteren Motoren ab ca. 150.000 km.
Symptome: Bläulicher Rauch beim Kaltstart, der nach Aufwärmung nachlässt, leichter Ölverbrauch
Bei sehr hohen Laufleistungen über 200.000 km können Kolbenringe und Zylinderlaufbahnen verschleißen. Der Motor gilt als sehr langlebig — Probleme treten bei vernachlässigter Wartung auf.
Symptome: Dauerhafter bläulicher Rauch, hoher Ölverbrauch über 1 l/1.000 km, Kompressionsabfall
Die Zündkerzen beim 1,6-MPI-Motor (BGU) liegen unter der Ansaugbrücke. Zylinder 2 und 3 sind besonders schwer erreichbar, was Zündkerzenwechsel zeitaufwändig und teurer als üblich macht.
Symptome: Zündaussetzer bei zu langen Zündkerzenwechselintervallen, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 18
Das 7-Gang-DSG mit Trockenkupplung (DQ200) im Golf V neigt zu Ruckelgeräuschen beim Anfahren und Mechatronikdefekten. Das Aluminiumgehäuse kann Mikrorisse unter Hydraulikdruck entwickeln. Besonders Fahrzeuge mit häufigem Stadtbetrieb sind betroffen.
Trotz Verzinkung rosten Golf-V-Schweller und Radlaufkanten besonders in salzreichen Winterregionen. Der Rost beginnt an den Schnittkanten des Blechs, an der Unterseite der Schweller und in den Hohlräumen, die Feuchtigkeit halten.
Die Kupfer-Massekabel des Golf V zwischen Motor, Batterie und Karosserie korrodieren durch Straßensalz und Feuchtigkeit. Grünspan erhöht den Übergangswiderstand erheblich, was zu sporadischen und schwer lokalisierbaren Elektrikausfällen führt.
Die Querlenkerbuchsen der Golf-V-Vorderachse verschleißen durch unzureichende Dimensionierung für das Fahrzeuggewicht teils bereits ab 40.000 km. VW verbesserte die Komponenten im Laufe der Bauzeit, frühe Baujahre sind stärker betroffen.
Die hinteren Bremssättel des Golf V korrodieren durch Streusalz und Feuchtigkeit. Der integrierte Handbremsmechanismus blockiert, was zu einseitigem Bremsziehen und stark ungleichmäßigem Verschleiß führt.
Golf-V-Modelle aus 2007 waren mit einem Delphi-Klimakompressor ausgestattet, der eine erhöhte Defektrate aufwies. VW bot erweiterte Kulanz an. Beim Kompressorwechsel muss immer auch Trockner und Expansionsventil ersetzt werden.
Kunststoff-Thermostatgehäuse und Wasserpumpe beim 1.4 FSI/TSI werden durch Temperaturwechsel porös und undicht. Mikrorisse führen zu schleichendem Kühlmittelverlust. Aluminiumersatz empfohlen.
Das 6-Gang-Nassdoppelkupplungsgetriebe DQ250 zeigt beim Golf V Rucken und Schaltprobleme, wenn das Getriebeöl nicht rechtzeitig gewechselt wird. Mechatronik-Schäden entstehen häufig durch veröltes Schaltgestänge.
Ablaufschläuche des Schiebedachs verstopfen beim Golf V durch Schmutz und Laub. Das Wasser läuft dann über die A-Säulen in die Fußräume. Regelmäßiges Freihalten der Abläufe verhindert teure Schäden.
Gummilager der Querlenker an der Vorderachse des Golf V werden mit zunehmendem Alter porös und reißen. TÜV-Berichte nennen Fahrwerkmängel als häufige Beanstandung. Reparatur beider Querlenker kostet 400–700 USD.
Golf-V-Modelle mit Delphi-Klimakompressor aus 2007 zeigen erhöhte Ausfallraten. VW bot erweiterte Kulanz an. Beim Kompressorwechsel sind Trockner und Expansionsventil stets mitzutauschen.
Die elektrischen Fensterheber des Golf V versagen durch Kabelbrüche im Türbereich oder defekte Motoren. Besonders das Kabel im Türgelenk-Bereich bricht bei häufiger Nutzung durch Scheuern und Knicken.
Die Soft-Touch-Beschichtung auf Türverkleidungen, Armaturenbrett und Blenden des Golf V wird durch Schweiß, Reinigungsmittel und UV-Strahlung klebrig und löst sich ab. Das Problem ist bei fast allen Exemplaren im fortgeschrittenen Alter sichtbar.
Die Dichtungen der Scheinwerfer des Golf V werden mit der Zeit porös, sodass Feuchtigkeit eindringt und die Optik beschlägt. Bei LED-Versionen ist der Austausch besonders teuer. Das Problem verschlechtert die Lichtleistung erheblich.
Die Climatronic-Steuerung des Golf V hatte bis 2005 bekannte Probleme mit unkoordinierten Luftklappenbewegungen. Aktuatoren rasseln und schalten Luft in falsche Zonen. VW führte mehrere Software-Updates durch.
Das elektromechanische Lenkgetriebe des Golf V entwickelt metallisches Klackern und Knarren beim Lenken. Simmerring-Verschleiß führt bei älteren Fahrzeugen zu Leckagen.
Elektrische Fensterheber fallen beim Golf V durch Kabelbrüche im Türgummi oder defekte Motoren aus. Das Kabel im Türgelenk-Bereich bricht bei häufiger Nutzung durch Scheuern und Knicken.
Zündspulen des 2.0 FSI/TFSI im Golf V fallen durch Überhitzung aus. Das direkte Einspritzverfahren erzeugt hohe Temperaturen nahe der Zündspulen. Tausch aller vier Spulen gleichzeitig empfohlen.
Berichte & Tests
Der Golf V schlägt sich bei der Hauptuntersuchung insgesamt durchschnittlich, mit bekannten Schwächen bei Getriebe und Türschlössern.
Der Golf V zeigt im Pannendienst ein unauffälliges Bild, Zündspulen und Zündkerzen sind die häufigsten Pannenschwerpunkte.