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Alfa Romeo · Sportwagen · 2013–2020 Eigene Suche

Alfa Romeo 4C 960

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

3.0 / 5.0 · Basierend auf 1 Motorvarianten · So bewerten wir

Der 4C ist Alfas kompromissloseste Idee der letzten Jahrzehnte: ein Mittelmotor-Sportwagen mit Carbon-Monocoque (65 kg), unter einer Tonne trocken, gebaut von 2013 bis 2020 als Coupé und später Spider. Kein Konkurrent zum Cayman, sondern etwas Eigenes — puristisch, laut, ohne elektronische Watte. Wer eine ruhige GT-Alternative sucht, ist hier falsch.

Der Motor: Es gibt nur einen — den 960A1 1750 TBi mit Aluminiumblock, quer hinter den Sitzen, rund 240 PS. Das ist der einzige 1750 mit Alu-Block (22 kg leichter als die Guss-Variante in Giulietta & Co.), also nicht mit dem Kompakt-Motor verwechseln. Blind kaufbar ist keiner ohne Historie: Der Motor ist ein Interferenzmotor mit Zahnriemen — reißt der, ist der Motor Schrott. Intervall penibel prüfen, im Zweifel sofort erneuern lassen. Weitere Dauerbrenner: Turbo-Ölzulaufleitung (Hitzeschaden), sich zersetzender Ladeluftschlauch zwischen Turbo und LLK, PCV-Membran (Ölverbrauch), Vakuumpumpen-Dichtung und Heat-Soak am Ladeluftkühler bei Bergfahrten im Sommer. Die TCT-Doppelkupplung kann Luft ziehen und Getriebeöl verlieren — Schaltverhalten auf der Probefahrt genau beobachten.

Baujahre: Frühe Coupés (2013–2015) leiden am ehesten unter der Kofferraumwanne, die Wasser zieht. Spätere Spider sind reifer. Wichtiger als das Baujahr ist hier die lückenlose Wartung und ein ehrlicher Vorbesitzer — bei diesen Stückzahlen kennt man die Autos oft namentlich.

Ganzfahrzeug: Der 4C hat keine Servolenkung — Kult-Detail und Filter gegen Weicheier zugleich; im Stand schwer, ab Tempo genial. Achten sollte man auf Querlenker-Buchsen (Frühverschleiß), die berüchtigte Scheinwerfer-Kondensation (Konstruktionsfehler, nicht Unfall), sich lockernde Monocoque-Verschraubungen und die kaskadierenden Fehlermeldungen im Display ("Christmas Tree"). Der SMC-Lack ist weich — jeder Steinschlag sitzt sofort; makellose Autos sind selten und ihr Geld wert. Innen löst sich gern das Leder an Armaturenbrett und Türen.

Probefahrt: Zahnriemen-Beleg verlangen. Auf TCT-Rupfen beim Anfahren und rückwärts achten, Getriebeöl-Historie klären. Scheinwerfer auf Beschlag prüfen, Buchsen auf Knarzen, Lack im Streiflicht auf Steinschlag-Krater absuchen. Kofferraumboden auf Feuchtigkeit fühlen.

Marktstand 2026: Gepflegte Coupés liegen bei 45.000–60.000 EUR, gute Spider und späte Launch-Editionen darüber. Der 4C ist ein klarer Sammler-Kandidat mit Bodenbildung — Werkstatt-Historie und lückenloser Zahnriemen entscheiden über den Preis. Insider-Pick: ein Coupé mit dokumentierter Riemen-Erneuerung und heilem SMC-Lack; kaufen und fahren, nicht liegen lassen.

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Karosserie-Varianten

Den Alfa Romeo 4C 960 gibt es als Coupé und Cabrio — wähle deine Karosserie für spezifische Versicherungsdaten:


Motoren-Übersicht

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1.7 TBi · Benziner· 241 PS
2013 2020
Versicherungseinstufung: Mittel

Einziger 1750 TBi mit Aluminiumblock — 22 kg leichter als die Gusseisen-Variante in den Kompakt- und Coupé-Modellen. Quer eingebaut direkt hinter den Sitzen im Carbon-Monocoque (65 kg Tub-Gewicht). Turbo-Ansprechverhalten hat zwei Gesichter: unter 2.300 U/min spürbare Pause, ab 2.500 U/min kräftiger Schub bis 240 PS. Der Sound ist für einen Turbovierzylinder überraschend rau und aggressiv — die Mittelmotor-Position ohne Dämmung zwischen Motor und Fahrer lässt jeden Lastwechsel direkt im Rücken spüren. Keine Servolenkung: bei Parkmanövern Kraftakt, bei Fahrt chirurgisch präzise. Das TCT-Doppelkupplungsgetriebe schaltet im Dynamic-Modus akzeptabel scharf, im Normal-Modus gelegentlich ruckelig bei Kriechfahrt.

  • !! Turbo-Ölzulaufleitung: Hitzeschaden ab 80.000 km

    Ölzulaufleitung zum Turbo verläuft ungeschützt am Abgaskrümmer. Öl kokst, Filtersieb setzt zu — Turbo-Mangelschmierung. Ab Ende 2013 verbesserte Leitung mit Wärmeschutz.

    Symptome: Öldampf aus Motorraum, Turbo-Pfeifen/Schleifen, Leistungsverlust, Ölverlust am Turbolader.
    800–2.500 €
  • !! Zahnriemen: Interferenzmotor — Riss = Totalschaden ab 100.000 km

    Interferenzmotor mit Zahnriemenantrieb. Bei Riss kollidieren Kolben mit Ventilen — Totalschaden. Wechsel alle 100.000 km oder 5 Jahre, stets mit Wasserpumpe und Spannrolle. Mehrere Fälle von Spanner-Versagen dokumentiert.

    Symptome: Keine Vorwarnung bis zum Riss. Vor Kauf Nachweis des letzten Wechsels zwingend prüfen.
    800–1.500 €
  • !! Vakuumpumpe Dichtungsversagen Nockenwellenschaden ab 110.000 km

    Die am Ende der Nockenwelle sitzende Vakuumpumpe kann bei Dichtungsversagen die Nockenwelle durch Ölmangel beschädigen. Im schlimmsten Fall zerstört die trocken laufende Pumpe die Nockenwellenlagerung; ein teurer Motorschaden ist die Folge.

    Symptome: Ölverlust im Bereich der Vakuumpumpe, Ölrauch aus Motorraum, Druckverlust der Bremskraftverstärkung
    300–2.500 €

+ 6 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

1.7 TBi Spider · Benziner· 241 PS
2015 2020
Versicherungseinstufung: Mittel

Einziger 1750 TBi mit Aluminiumblock — 22 kg leichter als die Gusseisen-Variante in den Kompakt- und Coupé-Modellen. Quer eingebaut direkt hinter den Sitzen im Carbon-Monocoque (65 kg Tub-Gewicht). Turbo-Ansprechverhalten hat zwei Gesichter: unter 2.300 U/min spürbare Pause, ab 2.500 U/min kräftiger Schub bis 240 PS. Der Sound ist für einen Turbovierzylinder überraschend rau und aggressiv — die Mittelmotor-Position ohne Dämmung zwischen Motor und Fahrer lässt jeden Lastwechsel direkt im Rücken spüren. Keine Servolenkung: bei Parkmanövern Kraftakt, bei Fahrt chirurgisch präzise. Das TCT-Doppelkupplungsgetriebe schaltet im Dynamic-Modus akzeptabel scharf, im Normal-Modus gelegentlich ruckelig bei Kriechfahrt.

  • !! Turbo-Ölzulaufleitung: Hitzeschaden ab 80.000 km

    Ölzulaufleitung zum Turbo verläuft ungeschützt am Abgaskrümmer. Öl kokst, Filtersieb setzt zu — Turbo-Mangelschmierung. Ab Ende 2013 verbesserte Leitung mit Wärmeschutz.

    Symptome: Öldampf aus Motorraum, Turbo-Pfeifen/Schleifen, Leistungsverlust, Ölverlust am Turbolader.
    800–2.500 €
  • !! Zahnriemen: Interferenzmotor — Riss = Totalschaden ab 100.000 km

    Interferenzmotor mit Zahnriemenantrieb. Bei Riss kollidieren Kolben mit Ventilen — Totalschaden. Wechsel alle 100.000 km oder 5 Jahre, stets mit Wasserpumpe und Spannrolle. Mehrere Fälle von Spanner-Versagen dokumentiert.

    Symptome: Keine Vorwarnung bis zum Riss. Vor Kauf Nachweis des letzten Wechsels zwingend prüfen.
    800–1.500 €
  • !! Vakuumpumpe Dichtungsversagen Nockenwellenschaden ab 110.000 km

    Die am Ende der Nockenwelle sitzende Vakuumpumpe kann bei Dichtungsversagen die Nockenwelle durch Ölmangel beschädigen. Im schlimmsten Fall zerstört die trocken laufende Pumpe die Nockenwellenlagerung; ein teurer Motorschaden ist die Folge.

    Symptome: Ölverlust im Bereich der Vakuumpumpe, Ölrauch aus Motorraum, Druckverlust der Bremskraftverstärkung
    300–2.500 €

+ 6 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

Fahrzeug-Schwachstellen

SchwachstelleKosten
TCT-Doppelkupplung: Rupfen und Mechatronik-Ausfall

Alfa-TCT (Doppelkupplung) leidet unter Kupplungsverschleiß und Mechatronik-Korrosion an Steckverbindern. Kupplungswechsel erfordert kompletten Motorausbau (3 Arbeitstage). Frühbaujahre 2013–2015 besonders betroffen.

Symptome: Rucken beim Anfahren, verzögertes Gangeinlegen, Getriebewarnung am Display, Gangausfall.
ab 80.000 km
Teuer

Alternativen

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Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Alfa Romeo 4C 960 (2013–2020) sind insgesamt 18 Schwachstellen dokumentiert — davon 9 motorbezogen und 9 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Getriebe, Fahrwerk, Elektronik, Karosserie.

4C (960A1.000, 2013–2020) — Aufpassen: Turbo-Ölzulaufleitung: Hitzeschaden, Zahnriemen: Interferenzmotor — Riss = Totalschaden, Vakuumpumpe Dichtungsversagen Nockenwellenschaden. Leistung: 241 PS.

Worauf beim Alfa Romeo 4C achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Alfa Romeo 4C 960? +
Der Alfa Romeo 4C 960 hat 9 bekannte Motor-Schwachstellen und 9 Fahrzeug-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Alfa Romeo 4C 960 Gebrauchtwagen achten? +
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Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Aufpassen: 960A1.000 (1.7L TBi). Kein Motor wird als 'Gute Wahl' bewertet. Am meisten Fahrspaß bietet der 960A1.000 (1.7L TBi).
Welcher Alfa Romeo 4C 960 Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Alfa Romeo 4C 960 — Bewertung: „Legendär!". {description} Das 4C Coupé ist Alfas kompromisslosester Serienwagen: Carbon-Monocoque, Mittelmotor, keine Servolenkung, unter 900 kg Leergewicht. Der 1750 TBi sitzt direkt hinter den Ohren und bellt sich heiser durchs Drehzahlband — kein Sauger-Heulen, aber durch die fehlende Dämmung intensiver als jeder Frontmotor. Die Lenkung ohne Servo filtert nichts: jede Fahrbahnunebenheit, jeder Grenzbereich-Hinweis kommt ungefiltert an. Die Vorderachse wird ab 200 km/h leicht — kein Autobahn-Auto, ein Landstraßen-Werkzeug. 4,7 Sekunden auf 100, aber die Geschwindigkeit fühlt sich doppelt so schnell an.
Lohnt sich der Alfa Romeo 4C 960 als Gebrauchtwagen? +
Beim Alfa Romeo 4C 960 heißt es 'Aufpassen' — die richtige Motorvariante ist entscheidend.
Welche PS-Varianten gibt es beim Alfa Romeo 4C 960? +
Der Alfa Romeo 4C 960 ist mit Motorvarianten von 241 bis 241 PS erhältlich. Benziner: 960A1.000 (1.7L TBi).

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr