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Alfa Romeo · Sportwagen · 2005–2010 Eigene Suche

Alfa Romeo Brera 939

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

3.0 / 5.0 · Basierend auf 5 Motorvarianten · So bewerten wir
Spaßigster Motor

260 PS

3.2 V6 Q4 · Benzin

Brera V6 Q4 — Giugiaro-Coupé mit Allrad

Macht Spaß!

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Motorbewertung

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Motoren-Übersicht

Der Alfa Romeo Brera 939 ist mit 5 Motorisierungen erhältlich — von 163 PS bis 260 PS.

2.0 JTDM · Diesel· 163–170 PS
2005 2010
Versicherungseinstufung: Mittel

Der 2,0-Liter-JTDM mit 163–170 PS ersetzt den alten 1.9 JTD als neuer Volumendiesel. Weniger Hubraum als der Fünfzylinder, dafür leichter und sparsamer. Multijet-II-Einspritzung für bessere Emissionen und ruhigeren Lauf. Im 159, Brera und Spider der vernünftigste Diesel — genug Leistung für den Alltag, niedrigere Betriebskosten als der Fünfzylinder.

  • !! Ansaugbrücke durch AGR verkokt ab 120.000 km

    Wie alle JTDM-Motoren der 939-Plattform neigt der 2.0 JTDM zum Verkoken der Ansaugbrücke durch das AGR-System. Drallklappen können brechen.

    Symptome: Leistungsverlust, schwarzer Rauch, Notbetrieb, Drallklappenrisiko
    300–3.000 €
  • !! VTG-Turbolader verkokst ab 120.000 km

    VTG-Turbolader des 2.0 JTDM verkokt durch Rußablagerungen. Klemmen des Verstellrings führt zu Leistungsverlust.

    Symptome: Leistungsverlust, unstabiler Ladedruck, Motorkontrollleuchte
    200–1.500 €
  • !! Ölpumpen-O-Ring verhärtet — Kurzer Druckabfall ab 120.000 km

    Identisch mit 939B1: Die O-Ring-Dichtung zwischen Ölpumpe und Ölwannenflansch des 2.0 JTDm 170 PS (939B3) verhärtet und verliert Dichtwirkung. Kurze Öldruckwarnung nach Kaltstart. Alu-O-Ring als dauerhafte Abhilfe. Bei Zahnriemenwechsel direkt erneuern.

    Symptome: Kurzer Öldruckwarnton nach Kaltstart (~3 Sek.), danach normaler Öldruck
    80–350 €

+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

2.4 JTDM Q4 · Diesel· 209 PS
2005 2010
Versicherungseinstufung: Mittel

Der 2,4-Liter-JTDM mit fünf Zylindern und 200–210 PS ist der kräftigste Diesel im Alfa-Programm seiner Generation — ein Aggregat mit echter Persönlichkeit. Fünf Zylinder erzeugen einen unverwechselbaren Klang: kein Vierzylinder-Nageln, kein Sechszylinder-Summen, sondern ein tiefes, leicht ungleichmäßiges Bollern, das bei Volllast zur eigenen Klangsignatur wird. 400 Nm Drehmoment ab 2.000 U/min setzen schwere Fahrzeuge souverän in Bewegung. Die Schwäche liegt hinten: Die Steuerkette sitzt auf der getriebeseitigen Motorseite, was einen Motorausbau für den Kettenwechsel bedeutet — mehrere Arbeitstage, entsprechende Kosten. Kettenrasseln bei Kaltstart ist das Warnsignal. Zweimassenschwungrad als weiteres Verschleißteil bei hohen Laufleistungen. Ein Motor für Kenner, der mit Pflege belohnt.

  • !! Zweimassenschwungrad verschleißt ab 150.000 km

    Das Zweimassenschwungrad des 2.4 JTDM verschleißt bei hoher Laufleistung und Kurzstreckenbetrieb.

    Symptome: Vibrationen beim Anfahren, Rasseln beim Auskuppeln, unruhiger Leerlauf
    800–2.000 €
  • !! Ansaugbrücke durch AGR verkokt ab 120.000 km

    Rußablagerungen aus AGR verkoken die Ansaugbrücke. Hochleistungsversion des 2.4 JTDM (210 PS) ist ebenfalls betroffen.

    Symptome: Leistungsverlust, schwarzer Rauch, Drallklappenrisiko
    300–1.500 €
  • !! DPF-Verstopfung bei Kurzstrecken ab 100.000 km

    Partikelfilter verstopft bei vorwiegendem Stadtbetrieb. Regelmäßige Autobahnfahrten sind für die Regeneration notwendig.

    Symptome: Motorkontrollleuchte, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch, Notbetrieb
    500–2.000 €

+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

1.75 TBi · Benziner· 200 PS
2009 2010
Versicherungseinstufung: Günstig

Der 1,75-Liter-TBi (Turbo Benzin injection) mit 200 PS ist eine Alfa-Eigenentwicklung — nicht der übliche Fiat-Zuliefermotor, sondern eine eigene Konstruktion mit MultiAir-elektrohydraulischer Ventilsteuerung. 320 Nm ab 2.200 U/min, kräftiger Durchzug aus dem Keller, Turbo-Ansprechverhalten kaum wahrnehmbar dank variablem Ventilhub. Spezifische Leistung von 114 PS/Liter ist beachtlich. Der Gusseisenblock ist schwerer als Aluminium, aber thermisch stabiler und langlebiger. Die MultiAir-Einheit ist das neuralgische Bauteil: Hydraulikventile reagieren empfindlich auf verschmutztes Öl — Ölwechsel alle 10.000 km mit richtigem Freigabe-Öl ist Pflicht, nicht Kür. Vakuumpumpe und Ölkühler sind bekannte Schwachpunkte. Wer das ernst nimmt, bekommt einen Motor mit echtem Charakter: lebendiges Ansprechverhalten, breites Drehzahlband, bei guter Pflege hohe Laufleistungen.

  • !! Turbolader bei Hochleistungseinsatz anfällig ab 120.000 km

    Der 1.75 TBi (200 PS) in der 159 nutzt Direkteinspritzung mit hohem Turboladerdruck. Turboschäden treten besonders bei aggressiver Fahrweise und nicht eingehaltenem Öl-Auskühlen auf.

    Symptome: Pfeifgeräusch vom Turbo, Leistungsverlust, blaue Rauch beim Beschleunigen
    800–2.500 €
  • !! Zahnriemen treibt Hochdruckpumpe ab 60.000 km

    Wie beim JTS treibt der Zahnriemen auch die Kraftstoffhochdruckpumpe. Höhere Riemenbelastung erfordert strikte Einhaltung der Wechselintervalle.

    Symptome: Kein Vorwarnung bei Riss, Motor springt nicht mehr an, Totalschaden möglich
    500–1.200 €
  • !! Einspritzdüsen verkoken (Direkteinspritzung) ab 100.000 km

    Der 1.75 TBi verwendet Direkteinspritzung. Verkokung der Einspritzdüsen und Einlassventile tritt bei hoher Laufleistung auf, besonders bei viel Kurzstreckenbetrieb.

    Symptome: Rauer Motorlauf, Leistungsverlust, Zündaussetzer
    300–1.500 €

+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

2.2 JTS · Benziner· 185 PS
2005 2010
Versicherungseinstufung: Günstig

Der 2,2-Liter-JTS (Jet Thrust Stoichiometric) war Alfas ambitionierter Versuch, aus einem Direkteinspritzer das Beste herauszuholen — 185 PS, gutes Ansprechverhalten, brauchbares Drehmoment ab 3.000 U/min. Die Direkteinspritzung macht den Motor reaktiver als der MPI-Vorgänger, bringt aber bekannte Themen mit: Einlassventile verkoken durch fehlendes Einspülöl, Kraftstoffeintrag ins Öl bei häufigen Kaltstarts verkürzt die effektive Ölstandzeit. Ölwechsel alle 7.500–10.000 km ist hier keine Empfehlung, sondern Notwendigkeit. Injektoren sind empfindlich: schlechte Kraftstoffqualität oder vernachlässigte Wartung führt zu rauem Leerlauf und Zündaussetzern. Kein emotionaler Charakter, kein besonderer Sound — aber für Vielfahrer mit Wartungsdisziplin ein zuverlässiges Aggregat, das bei gepflegten Exemplaren 200.000 km erreicht.

  • !! Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen ab 80.000 km

    Der 2.2 JTS nutzt Direkteinspritzung, wodurch sich Einlassventile nicht wie bei Saugrohreinspritzung selbst reinigen. Ablagerungen ab ca. 80.000 km möglich.

    Symptome: Rauer Motorlauf, Leistungsverlust, Zündaussetzer
    400–1.200 €
  • !! Zündspulen defekt ab 80.000 km

    Zündspulenausfälle sind beim 2.2 JTS bekannt und äußern sich als Zündaussetzer. Fehlercode P0300–P0304 weist auf einzelne Zylinder hin.

    Symptome: Zündaussetzer, Motorstottern, Motorkontrollleuchte
    150–400 €
  • !! Zweimassenschwungrad frühzeitig verschlissen ab 150.000 km

    Das ZMS des 2.4 JTDm 20V (939A5) zeigt identische Probleme wie 939A6: Verschleiß der Federelemente, besonders bei Kurzstreckenbetrieb. Erstausfall kann schon bei 85.000 km auftreten. Sachs-Verstärkungskits als Alternative zu OEM.

    Symptome: Leerlaufvibrationen, metallisches Poltern beim Anfahren, Ruckelgeräusche bei Drehzahlwechsel
    1.100–2.700 €

+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

3.2 V6 Q4 · Benziner· 260 PS
2005 2010
Versicherungseinstufung: Mittel

Letzter Einsatz des Busso-V6 in einem Alfa Romeo — 3,2 Liter mit JTS-Direkteinspritzung, 260 PS im 159 und Brera. Gleicher 60-Grad-Winkel und DOHC-24V-Aufbau wie der legendäre 932A.000, aber mit moderner Kraftstoffaufbereitung. Der Sound bleibt Busso-typisch vielschichtig und heulend ab 5.000 U/min, die Leistungsentfaltung ist fülliger im mittleren Drehzahlbereich als beim reinen Sauger der GTA-Modelle. Im 159 deutlich schwerer als im 147/156 — das Mehrgewicht kostet Agilität, bringt aber Langstreckenkomfort. Q4-Allradantrieb im Brera verteilt die 300 Nm besser, filtert aber den Hinterachs-Charakter. Steuerkette (drei Ketten), kein Zahnriemen. 10W-60 Öl bleibt Pflicht.

  • !! Steuerkette rasselt kalt ab 100.000 km

    Steuerkettenverschleiß ist beim 3.2 V6 JTS der 159/Brera bekannt. Rasseln beim Kaltstart ist ein Alarmsignal. Reparatur ist teuer und Ersatzteile schwer verfügbar.

    Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, das nach Erwärmen nachlässt
    1.500–5.000 €
  • !! Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen ab 80.000 km

    Direkteinspritzung des 3.2 V6 JTS verhindert Selbstreinigung der Einlassventile. Ablagerungen entstehen besonders bei Kurzstreckenbetrieb.

    Symptome: Leistungsverlust, rauer Lauf, Zündaussetzer
    400–1.500 €
  • !! Drallklappen — Gestängebuchsen ausgeleiert ab 100.000 km

    Das Drallklappensystem des 1.9 JTDm zeigt dieselbe Schwachstelle wie alle JTDm-Derivate. EGR-Verkokung und Buchsenverschleiß am Betätigungsgestänge. Klappenabbruch in Zylinder möglich. Blanking-Kit als Dauerlösung.

    Symptome: Motorkontrollleuchte P2279/P2075, Leistungsabfall, Ruckeln im unteren Drehzahlbereich
    100–700 €

+ 2 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

Fahrzeug-Schwachstellen

SchwachstelleKosten
Vorderer Hilfsrahmen und Achsträger verrosten

Vorderer und hinterer Achsträger rosten ohne ausreichenden Korrosionsschutz. Rost an Vorderen Kotflügeln und Schwellern ist ein Ausschlusskriterium beim Kauf. Vor- und Hinterachsträger können erheblichen Rost zeigen, der teuer zu reparieren ist.

Symptome: Sichtbarer Rost an Unterbodenteilen, Rost an Kotflügelrändern, Schwellerrost
ab 100.000 km
Teuer
Vorder- und Hinterachsträger durchgerostet

Front- und Heckachsträger (Hilfsrahmen) rosten aufgrund mangelhafter Werksversiegelung durch. Die Kunststoffunterbodenverkleidung traps Feuchtigkeit. Nach 6–10 Jahren oft strukturelle Korrosion an Trägern und Steuergerätehaltern.

Symptome: Rost sichtbar an Vorder- und Hinterachsträgern bei Inspektion auf der Hebebühne, klappernde Unterbodenteile, Durchrostungen erst nach Demontage der Abdeckungen erkennbar
ab 100.000 km
Teuer

Prüfberichte

vergleichstest

Gebrauchtwagentest 2016

Unterdurchschnittlich

Der Brera teilt sich Plattform und viele Schwachstellen mit dem 159. Rost am vorderen Querträger durch Schmutzansammlung zwischen Dichtung und Bauteil ist ein bekanntes Problem, ebenso wie elektrische Ausfälle und Lenkgetriebe-Undichtigkeiten bei frühen Baujahren bis 2007.

2016-01

Alternativen

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Weiter stöbern

Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Alfa Romeo Brera 939 (2005–2010) sind insgesamt 41 Schwachstellen dokumentiert — davon 29 motorbezogen und 12 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Rost, Lenkung, Getriebe, Elektronik.

Brera (939A9.000, 2005–2010) — Aufpassen: Zweimassenschwungrad verschleißt, Ansaugbrücke durch AGR verkokt, DPF-Verstopfung bei Kurzstrecken. Leistung: 209 PS.

Brera (939B3.000, 2005–2010) — Aufpassen: Ansaugbrücke durch AGR verkokt, VTG-Turbolader verkokst, Ölpumpen-O-Ring verhärtet — Kurzer Druckabfall. Leistung: 163–170 PS.

Brera (939A5.000, 2005–2010) — Aufpassen: Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen, Zündspulen defekt, Zweimassenschwungrad frühzeitig verschlissen. Leistung: 185 PS.

Brera (939A.000, 2005–2010) — Aufpassen: Steuerkette rasselt kalt, Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen, Drallklappen — Gestängebuchsen ausgeleiert. Leistung: 260 PS.

Brera (939B1.000, 2009–2010) — Aufpassen: Turbolader bei Hochleistungseinsatz anfällig, Zahnriemen treibt Hochdruckpumpe, Einspritzdüsen verkoken (Direkteinspritzung). Leistung: 200 PS.

Worauf beim Alfa Romeo Brera achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Alfa Romeo Brera 939? +
Der Alfa Romeo Brera 939 hat 29 bekannte Motor-Schwachstellen und 12 Fahrzeug-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Alfa Romeo Brera 939 Gebrauchtwagen achten? +
faq.watch_a_none
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Aufpassen: 939A5.000 (2.2L JTS), 939A.000 (3.2L V6 JTS), 939B1.000 (1.75L TBi), 939A9.000 (2.4L JTDM), 939B3.000 (2.0L JTDM). Kein Motor wird als 'Gute Wahl' bewertet. Am meisten Fahrspaß bietet der 939A.000 (3.2L V6 JTS).
Welcher Alfa Romeo Brera 939 Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Alfa Romeo Brera 939 — Bewertung: „Macht Spaß!". {description} Der Brera mit 3,2-Liter-V6 und Q4-Allrad ist Alfas schönstes Coupé der 2000er — Giugiaros Linienführung ist zeitlos, der Busso-V6 liefert den passenden Soundtrack. Der Q4-Allrad verteilt die Kraft dauerhaft auf alle vier Räder und macht den Brera bei Nässe beherrschbarer als die frontgetriebenen GTA-Modelle. Dafür fehlt das Heck-First-Erlebnis: der Brera untersteuert gutmütig statt wild zu übersteuern. Mit 1.630 kg zu schwer für einen echten Sportwagen, als Gran Tourismo auf langen Strecken aber genau richtig.
Lohnt sich der Alfa Romeo Brera 939 als Gebrauchtwagen? +
Beim Alfa Romeo Brera 939 heißt es 'Aufpassen' — die richtige Motorvariante ist entscheidend.
Welche PS-Varianten gibt es beim Alfa Romeo Brera 939? +
Der Alfa Romeo Brera 939 ist mit Motorvarianten von 163 bis 260 PS erhältlich. Benziner: 939A5.000 (2.2L JTS), 939A.000 (3.2L V6 JTS), 939B1.000 (1.75L TBi). Diesel: 939A9.000 (2.4L JTDM), 939B3.000 (2.0L JTDM).

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr