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Alfa Romeo · Sportwagen · 2003–2010 Eigene Suche

Alfa Romeo GT 937C

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

3.0 / 5.0 · Basierend auf 4 Motorvarianten · So bewerten wir

Das GT ist der elegante Ausreißer im Alfa-Programm der 2000er: ein Bertone-Coupé auf der soliden 156-Bodengruppe, gezeichnet mit einer Zurückhaltung, die es heute fast unterschätzt dastehen lässt. Wer ein bezahlbares Alltags-Coupé mit italienischem Charakter sucht, ohne gleich in die Klassiker-Preise der 916-Reihe zu rutschen, landet hier goldrichtig.

Die Motoren: Für den entspannten Alltag ist der AR32201 1.8 Twin Spark (140 PS) die vernünftige Wahl — zwischen dem zahmen 1.6 und dem kernigen 2.0 positioniert, aber mit den typischen Twin-Spark-Themen: kurze Zahnriemen-Intervalle (alle 60.000 km, nicht schludern), verhärtende Ventilschaftdichtungen, Variator-Verschleiß. Der 2.0 JTS (165 PS) war Alfas erster Direkteinspritzer und trägt entsprechend Kinderkrankheiten mit sich: Verkokung der Einlassventile, hoher Ölverbrauch bis 1 l/1.000 km, empfindliche Hochdruckpumpe (Fehler P1191). Das Enthusiasten-Herz schlägt beim 3.2 V6 JTS (240 PS, Motorcode 936A0000) — der Busso-Klang ist da, aber die JTS-Direkteinspritzung bringt Steuerketten-Rasseln kalt, Ventilverkokung und im schlimmsten Fall Zylinderkopfrisse zwischen den Ventilen mit. Ein Traummotor mit Betreuungsbedarf. Der 1.9 JTDM 16V (150 PS) ist der pragmatische Langstreckler, leidet aber unter AGR-Verkokung, brechenden Drallklappen und DPF-Verstopfung im Kurzstreckenbetrieb.

Baujahre: Späte Exemplare ab 2006 sind meist besser gepflegt und haben weniger Elektrikleichen im Keller. Vollständiges Zahnriemen-Scheckheft ist beim GT kein Luxus, sondern Überlebensbedingung — besonders beim V6.

Ganzfahrzeug: Der wunde Punkt sind die Schweller, die durch eingeschlossene Feuchtigkeit von innen durchrosten — das sieht man von außen oft erst spät. Dazu die berüchtigte Selespeed-Pumpe beim automatisierten Schaltgetriebe, die während der Fahrt aussteigen kann; wer kann, kauft den reinen Handschalter. Porös werdende Bremsschläuche, einseitig kühlende Klimaanlage, aussetzende Fensterheber und verschlissene Vorderachs-Querlenker runden das typische Alfa-Bild ab. Die Soft-Touch-Beschichtung der Türgriffe schält sich mit den Jahren ab — Kosmetik, aber nervig.

Probefahrt: Motor kalt starten und auf Ketten-/Variatorrasseln beim V6 und JTS hören. Schweller innen und außen abtasten, Fußraum auf Nässe prüfen. Bei Selespeed-Autos jeden Gangwechsel spüren — Ruckeln und Verzögerung sind Warnzeichen. Zahnriemen-Beleg verlangen; ohne Nachweis kalkuliert man den Wechsel sofort ein.

Marktstand 2026: Gepflegte Twin-Spark und JTDM liegen bei 4.000–8.000 EUR. Der 3.2 V6 JTS zieht als seltenes Enthusiasten-Coupé an: gute Exemplare 9.000–14.000 EUR, Tendenz steigend. Insider-Pick ist ein scheckheftgepflegter 1.9 JTDM-Handschalter — bezahlbar, langstreckentauglich, mit dem Bertone-Design, das man nie satt sieht.

Spaßigster Motor

240 PS

3.2 V6 · Benzin

Pininfarina-Coupé mit Busso-V6 — der zivilisierte Alfist

Legendär!

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Motorbewertung

Gute Wahl, Aufpassen oder Finger weg!

Warnhinweise

Motorschaden, fehlende HU, Bastlerfahrzeug — sofort erkannt.

Versicherung

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Motoren-Übersicht

Der Alfa Romeo GT 937C ist mit 4 Motorisierungen erhältlich — von 140 PS bis 241 PS.

1.9 JTDM · Diesel· 150 PS
2003 2010
Versicherungseinstufung: Mittel

Der 1,9-Liter-JTDM 16V mit 150 PS und Multijet-Einspritzung — die modernere Version des JTD mit mehrfacher Einspritzung pro Takt für ruhigeren Lauf und bessere Emissionen. Im 147 ein guter Kompromiss aus Sparsamkeit und Durchzug. Der GT mit diesem Motor ist der vernünftige Einstieg: sparsam, drehmomentstark, mit dem hübschen Pininfarina-Coupé-Design.

  • !! Ansaugbrücke durch AGR verkokt, Drallklappe bricht ab 120.000 km

    Rußablagerungen aus AGR verkoken die Ansaugbrücke. Drallklappen können abbrechen und als Fremdkörper in den Zylindern schwere Schäden verursachen. Bekanntes Problem bei 1.9 JTDM der 159/147.

    Symptome: Leistungsverlust, schwarzer Rauch, metallisches Klopfen, möglicher Motorschaden
    300–3.000 €
  • !! VTG-Turbolader verkokst ab 120.000 km

    Der VTG-Turbolader verkokt durch Rußablagerungen. Verstellring klemmt, was zu Leistungsverlust und Ladedruck-Fehlern führt.

    Symptome: Leistungsverlust, unstabiler Ladedruck, Motorkontrollleuchte P0236
    200–1.500 €
  • !! DPF-Verstopfung bei Kurzstrecken ab 100.000 km

    Der Partikelfilter verstopft bei vorwiegendem Kurzstreckenbetrieb. Regelmäßige Autobahnfahrten sind für die Regeneration notwendig.

    Symptome: Motorkontrollleuchte, Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch
    500–2.000 €

+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

1.8 TS · Benziner· 140 PS
2003 2010
Versicherungseinstufung: Günstig

Der 1,8-Liter-Twin-Spark leistet 140 PS und positioniert sich zwischen dem zahmen 1.6 und dem kernigen 2.0 — ein guter Kompromiss für Alltagsfahrer. Gleiche Twin-Spark-Technik mit doppelten Zündkerzen, gleiches Drehzahl-Temperament bis 6.500 U/min. Im Coupé und Roadster klingt der Motor kerniger als in der geschlossenen 156-Kabine. Phasenversteller-Anfälligkeit geringer als beim 2.0, Zahnriemenwechsel identisch alle 60.000 km. Verbrauch moderat (8–10 L/100 km), Leistung für den Alltag ausreichend.

  • !! Kurze Zahnriemen-Intervalle ab 60.000 km

    Alfa empfahl ursprünglich 120.000 km, verkürzte das Intervall mehrfach auf 60.000 km oder 5 Jahre. Riemenriss führt zu Totalschaden durch Kolben-Ventil-Kontakt.

    Symptome: Kein Vorwarnung, Motor springt nicht mehr an oder lautes Knacken beim Riemenriss
    400–800 €
  • !! Zylinderkopfdichtung undicht (Zylinder 4) ab 130.000 km

    O-Ringe der Ölkanäle zwischen Kopf und Block (Perbunan) quellen durch Motoröl auf und verformen sich. Besonders Zylinder 4 betroffen: Kühlmittel gelangt ins Öl, sichtbar als milchige Emulsion im Öldeckel.

    Symptome: Milchiger Belag am Öldeckel oder Ölmessstab, Kühlmittelverbrauch ohne externe Leckage, weißer Rauch aus dem Auspuff bei warmem Motor.
    600–1.400 €
  • !! Pleuellager-Schaden bei Ölmangel ab 150.000 km

    Bei unzureichender Ölversorgung (versäumte Ölwechsel, Ölverlust) kommt es zu Pleuellagerschäden. Kurbelwelle muss dann aufgeriffen/poliert werden. Reparaturkosten von 700–1.000 € für Schleifarbeiten plus Lager, bei schwerem Schaden Motorersatz.

    Symptome: Lautes Klopfen oder Hämmern aus dem Motor (besonders unter Last), Öldruckwarnleuchte, Motor verliert deutlich an Leistung.
    800–3.000 €

+ 5 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

2.0 JTS · Benziner· 162–166 PS
2003 2010
Versicherungseinstufung: Günstig

Der 2,0-Liter-JTS (Jet Thrust Stoichiometric) war Alfas erster Direkteinspritzer — Pionierarbeit, die mit typischen Kinderkrankheiten bezahlt wurde. 165 PS bei 6.400 U/min, drehfreudig und mit besserem Ansprechverhalten als die Twin-Spark-Motoren. Die Direkteinspritzung bringt allerdings Kraftstoffeintrag ins Öl mit sich — verkürzte Ölwechselintervalle (8.000–10.000 km statt 15.000) sind Pflicht. Injektoren-Probleme und Verkokung der Einlassventile sind die häufigsten Reparaturthemen. Gegenüber dem Twin Spark moderner, aber wartungsintensiver.

  • !! Zahnriemen treibt auch Hochdruckpumpe ab 60.000 km

    Der Zahnriemen im 2.0 JTS treibt zusätzlich die Kraftstoffhochdruckpumpe und ist dadurch höher belastet als bei anderen TS-Motoren. Kürzere Intervalle und strenge Einhaltung sind Pflicht.

    Symptome: Keine Vorwarnung bei Riss, Motor springt nicht mehr an, möglicher Totalschaden
    500–1.000 €
  • !! Hochdruckpumpe defekt (Fehler P1191) ab 180.000 km

    Die Common-Rail-Hochdruckpumpe kann intern verschleißen und keinen ausreichenden Raildruck mehr aufbauen. Fehlercode P1191 (Kraftstoffdruck) erscheint sporadisch. Vorher Druckregelventil und Raildrucksensor prüfen, da gleiche Fehler möglich.

    Symptome: Motor stirbt bei Fahrt ab ca. 100 km/h, Fehlerleuchte mit P1191, Kraftstoffgeruch ohne sichtbares Leck, gelegentliches Ruckeln
    400–1.200 €
  • !! Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen ab 80.000 km

    Direkteinspritzung (JTS) verhindert, dass Benzin die Einlassventile reinigt. Ablagerungen entstehen ab ca. 80.000 km besonders bei Kurzstreckenbetrieb und führen zu Zündaussetzern.

    Symptome: Rauer Motorlauf, Leistungsverlust, Zündaussetzer, hoher Kraftstoffverbrauch
    400–1.200 €

+ 4 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

3.2 V6 · Benziner· 241 PS
2003 2010
Versicherungseinstufung: Mittel

Der 3,2-Liter-V6 mit JTS-Direkteinspritzung vereint Busso-Klang mit moderner Gemischaufbereitung — theoretisch das Beste beider Welten, praktisch eine Herausforderung. Die Direkteinspritzung bringt Kraftstoffeintrag ins Öl, was verkürzte Ölwechselintervalle (7.000–10.000 km) erfordert. Der Sound bleibt der typische 60-Grad-Busso mit mehrstimmigem Heulen ab 5.000 U/min, die Leistungscharakteristik ist etwas fülliger im mittleren Drehzahlbereich als beim Sauger-Busso. 240 bis 250 PS je nach Karosserie und Baujahr. Steuerkette statt Zahnriemen (drei Ketten wie beim 932A.000). Kettensatz-Beschaffung zunehmend schwierig — Ersatzteile kommen teils aus Australien (Holden-Variante).

  • !! Steuerkette rasselt kalt ab 100.000 km

    Der 3.2 V6 JTS der 159/Brera ist für Steuerkettenverschleiß bekannt. Rasseln beim Kaltstart ab ca. 80.000–100.000 km ist ein Alarmsignal. Reparatur kostet 3.000–5.000 €.

    Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, das nach Erwärmen abnimmt; bei weiterem Verschleiß permanent
    1.500–5.000 €
  • !! Zylinderkopfriss zwischen Ventilen (Hochleistungsvariante) ab 220.000 km

    Die 20V-Variante des 2.4 JTD zeigt bei höheren Laufleistungen Risse im Zylinderkopf, typisch zwischen Ein- und Auslassventilen. Ursache ist thermische Dauerbelastung. Die 10V-Version gilt als robuster.

    Symptome: Weißer Rauch, sinkender Kühlmittelstand ohne Ölverschmutzung, harte Kühlschläuche nach Motorstop (Druckaufbau), Ausfall der Heizleistung
    1.200–3.500 €
  • !! Kohlenstoffablagerungen (JTS Direkteinspritzung) ab 80.000 km

    Direkteinspritzung des 3.2 JTS verhindert Selbstreinigung der Einlassventile. Ablagerungen entstehen besonders bei Kurzstreckenbetrieb.

    Symptome: Leistungsverlust, rauer Lauf, Zündaussetzer
    400–1.200 €

+ 4 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

Fahrzeug-Schwachstellen

SchwachstelleKosten
Schweller verrosten durch eingeschlossene Feuchtigkeit

Schaumstoffdämmung in den Schwellern saugt Feuchtigkeit auf, wodurch Rost von innen nach außen entsteht. Falsche Hebebühnen-Positionierung beschädigt Schweller zusätzlich. Durchgerostete Schweller führen zu HU-Ablehnung.

Symptome: Rost an Schwellerunterkanten, Beulen oder Eindrücke an Schwellern, TÜV-Mängel
ab 80.000 km
Teuer

Alternativen

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Weiter stöbern

Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Alfa Romeo GT 937C (2003–2010) sind insgesamt 35 Schwachstellen dokumentiert — davon 28 motorbezogen und 7 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Rost, Getriebe, Bremsen, Klimaanlage.

GT (937A5.000, 2003–2010) — Aufpassen: Ansaugbrücke durch AGR verkokt, Drallklappe bricht, VTG-Turbolader verkokst, DPF-Verstopfung bei Kurzstrecken. Leistung: 150 PS.

GT (AR32201, 2003–2010) — Aufpassen: Kurze Zahnriemen-Intervalle, Zylinderkopfdichtung undicht (Zylinder 4), Pleuellager-Schaden bei Ölmangel. Leistung: 140 PS.

GT (937A1.000, 2003–2010) — Aufpassen: Zahnriemen treibt auch Hochdruckpumpe, Hochdruckpumpe defekt (Fehler P1191), Kohlenstoffablagerungen an Einlassventilen. Leistung: 162–166 PS.

GT (936A0000, 2003–2010) — Aufpassen: Steuerkette rasselt kalt, Zylinderkopfriss zwischen Ventilen (Hochleistungsvariante), Kohlenstoffablagerungen (JTS Direkteinspritzung). Leistung: 241 PS.

Worauf beim Alfa Romeo GT achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Alfa Romeo GT 937C? +
Der Alfa Romeo GT 937C hat 28 bekannte Motor-Schwachstellen und 7 Fahrzeug-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Alfa Romeo GT 937C Gebrauchtwagen achten? +
faq.watch_a_none
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Aufpassen: AR32201 (1.8L Twin Spark), 937A1.000 (2.0L JTS), 936A0000 (3.2L V6 JTS), 937A5.000 (1.9L JTDM 16V). Kein Motor wird als 'Gute Wahl' bewertet. Am meisten Fahrspaß bietet der 936A0000 (3.2L V6 JTS).
Welcher Alfa Romeo GT 937C Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Alfa Romeo GT 937C — Bewertung: „Legendär!". {description} Der GT 3.2 V6 ist der am besten abgestimmte aller Busso-3,2-Liter: Pininfarina-Karosserie auf 147-Plattform, eigenes Fahrwerk-Setup, das zwischen Sportlichkeit und Langstreckenkomfort balanciert. 240 PS reichen für 6,7 Sekunden auf 100, der Busso-Sound ist identisch betörend wie im GTA. Die Lenkung mit 2,25 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag ist messerscharf — auf der Landstraße ein Skalpell, beim Einparken ein Kraftakt. Weniger roh als der 147 GTA, weniger brav als ein 3er BMW Coupé. Für Alfisti, die den Busso-Klang täglich genießen wollen, ohne ständig am Limit fahren zu müssen.
Lohnt sich der Alfa Romeo GT 937C als Gebrauchtwagen? +
Beim Alfa Romeo GT 937C heißt es 'Aufpassen' — die richtige Motorvariante ist entscheidend.
Welche PS-Varianten gibt es beim Alfa Romeo GT 937C? +
Der Alfa Romeo GT 937C ist mit Motorvarianten von 140 bis 241 PS erhältlich. Benziner: AR32201 (1.8L Twin Spark), 937A1.000 (2.0L JTS), 936A0000 (3.2L V6 JTS). Diesel: 937A5.000 (1.9L JTDM 16V).

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr