Alfa Romeo 1.4 T-Jet LPG
Der 1,4-Liter-T-Jet mit LPG-Anlage ab Werk — 120 PS auf Benzin, minimal weniger auf Gas. Die Werks-LPG-Anlage ist besser integriert als Nachrüstlösungen: Tank im Reserveradmulde, keine Einschränkung beim Kofferraum. Kraftstoffkosten um 40 % niedriger als Benzin, bei geringfügig höherem Verbrauch. Technisch identisch mit dem Benzin-T-Jet, zusätzlich LPG-Ventile und Verdampfer als Wartungsteile.
Sparspaß mit Autogas
120 PS und halbierte Tankkosten — der LPG-MiTo ist der clevere Alltagsbegleiter. Fahrleistungen minimal schlechter als der Benziner, dafür deutlich günstiger im Unterhalt.
Motor-Schwachstellen 6
Gleiche T-Jet-Technik wie 940B7000. Turboladerschaden durch unzureichende Schmierung, häufig ab 80.000–120.000 km bei unregelmäßigen Ölwechseln.
Symptome: Plötzlicher Leistungsverlust, kein spürbarer Ladedruck, Fehlercode P0240.
Der gummierte O-Ring am Saugrohr der Ölpumpe altert und verliert seine Dichtwirkung, was zu Lufteinzug und Öldruckabfall führt. Präventiver Wechsel alle 70.000–80.000 km wird empfohlen.
Symptome: Öldruckwarnung beim Kaltstart, metallisches Klackern direkt nach dem Start, verschwindet nach Warmlauf
LPG-Betrieb belastet Zündkerzen stärker als Benzin. Kürzere Wechselintervalle (20.000 km) nötig. Zündspulen leiden unter höherer Zündspannung.
Symptome: Ruckeln und Aussetzer besonders im Gasbetrieb, MKL leuchtet, Motor läuft auf 3 Zylindern.
Das AGR-Ventil neigt ab ca. 100.000 km zu Rußablagerungen und kann klemmen. Im geöffneten Zustand wird der Motorlauf instabil; im geschlossenen Zustand werden Emissionswerte überschritten.
Symptome: Unruhiger Leerlauf, schwieriges Anspringen, Motorwarnleuchte, Leistungseinbruch
Die werksseitig verbaute LPG-Anlage des MiTo nutzt eine LAE-Steuereinheit. Die Gaszuleitungen und Injektoren können undicht werden, was Zündaussetzer und Leistungsverlust im Gasbetrieb verursacht. Leckende Injektoren riechen nach Gas und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.
Symptome: Zündaussetzer und rauer Lauf ausschließlich im Gasbetrieb, Gasgeruch im Motorraum, Leistungsverlust bei LPG, MKL
LPG-Injektoren verschleißen nach 80.000–120.000 km und müssen kalibriert oder getauscht werden. Ungleichmäßiger Lauf im Gasbetrieb ist erstes Anzeichen.
Symptome: Ruckeln im LPG-Betrieb, Umschaltprobleme Gas/Benzin, Leistungsverlust auf Gas.
Fahrzeug-Schwachstellen 14
Fehler im Airbag-Treibsatzsystem: Die zweite Stufe kann bei einem Unfall versagen oder nicht auslösen. Betrifft Fahrzeuge von September 2010 bis Dezember 2015. Beim Händler prüfen lassen.
Hintere Bremssättel fressen sich durch Korrosion fest, insbesondere bei Fahrzeugen die selten stärker gebremst werden. Bremskolben rosteten durch Salzeintrag, Bremsscheiben rosten durch hohen Eisengehalt besonders schnell an.
Gelenke der Vorderachse verschleißen besonders bei stärker motorisierten Varianten überdurchschnittlich früh. TÜV-Prüfer beanstanden defekte Gelenke häufig. Lenkungsspiel und Ölverlust ebenfalls wiederkehrende HU-Mängel.
Klimaanlage verliert Kältemittel oder der Kompressor versagt. Kondensator wird durch Steinschlag beschädigt. Kältemittelauffüllung häufige Maßnahme bei Fahrzeugen über 100.000 km. Reparatur aufwendig.
Feuchtigkeit dringt durch undichte Windschutzscheibendichtungen oder verstopfte Klimaablaufschläuche in den Innenraum ein. Besonders Beifahrerfußraum betroffen. Schimmelgefahr bei unentdecktem Wasserantritt.
Der Klimakompressor verliert frühzeitig an Leistung oder fällt komplett aus. Der Kondensator wird durch Steinschlag beschädigt und verliert Kältemittel. Reparatur teuer, besonders der Kompressortausch.
Wasser dringt durch undichte Windschutzscheibendichtung oder verstopfte Klima-Ablaufschläuche in den Beifahrer-Fußraum. Feuchtigkeit kann Steuergeräte unter dem Teppich beschädigen.
Domlager und Koppelstangen sowie hintere Radlager sind bekannte, aber preiswerte Schwachstellen des MiTo. Vorderachs-Gelenke zeigen ebenfalls frühen Verschleiß. Teile günstig erhältlich — Reparaturen kostengünstig.
Schweißnähte an Motorhaube, Heckklappe und Türen wurden schlecht vorbehandelt — Lack platzt ab und Rost setzt ein. Typisch um den Heckklappe-Emblem-Bereich. Optisches Problem, das aufwendige Lackierarbeiten erfordert.
Rückleuchten nehmen Feuchtigkeit auf, was zu Leuchtmittelausfällen und Korrosion der Kontakte führt. Bekanntes Problem bei älteren Exemplaren. Dichtungsprüfung und ggf. Trockenmittel als Vorbeugung.
Armaturenbrett und Innenverkleidungen entwickeln bei höherer Laufleistung ausgeprägte Knarzer und Klappern. Rückenlehnenverstellung der Sitze versagt gelegentlich. Typisches Langzeitproblem, das Wert mindert.
Zentralverriegelung, Fensterheber und Kleinsteuergeräte können durch defekte Relais, Sicherungen oder Kabelbrüche im Heckklappenbereich ausfallen. Massepunkte sind eine bekannte Schwachstelle bei älteren Exemplaren.
Die vorderen Koppelstangen am Stabilisator und die Achsgelenke verschleißen frühzeitig. Wird regelmäßig bei TÜV-Prüfungen beanstandet. Günstige Reparatur, aber häufig wiederkehrend.
Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und Kleinsteuergeräte fallen durch defekte Relais oder gebrochene Kabel im Heckklappenbereich aus. Kabelbrüche durch Biegung beim Öffnen.
Berichte & Tests
Der MiTo gilt beim TÜV als Problemkandidat: Bereits nach fünf Jahren zeigen sich deutliche Schwächen, und die Mängelquote liegt bei jungen Fahrzeugen bis drei Jahre mit 15,6 Prozent klar über dem Durchschnitt. Hauptkritikpunkte sind Vorderachs-Gelenke, Bremsen, Lenkspiel und Ölverlust.