Alfa Romeo 2.2 JTS
Der 2,2-Liter-JTS mit 185 PS ist der Einstiegsbenziner mit ausreichend Leistung für den 159 und Brera. Die Direkteinspritzung liefert besseres Ansprechverhalten als der MPI, die 185 PS bewegen den schweren 159 adäquat. Im Brera und Spider als Einstieg attraktiv — das Giugiaro-Design bekommt man auch mit dem kleineren Motor. Verkokung und Ölverdünnung durch Direkteinspritzung bleiben als typische JTS-Themen.
Offener JTS-Genuss
185 PS JTS im Spider 939 — leichtfüßig, drehfreudig, klanglich fein im Freien. Das offene Fahrvergnügen macht aus dem JTS einen echten Genussmotor.
Motor-Schwachstellen 6
Der 2.2 JTS nutzt Direkteinspritzung, wodurch sich Einlassventile nicht wie bei Saugrohreinspritzung selbst reinigen. Ablagerungen ab ca. 80.000 km möglich.
Symptome: Rauer Motorlauf, Leistungsverlust, Zündaussetzer
Zündspulenausfälle sind beim 2.2 JTS bekannt und äußern sich als Zündaussetzer. Fehlercode P0300–P0304 weist auf einzelne Zylinder hin.
Symptome: Zündaussetzer, Motorstottern, Motorkontrollleuchte
Das ZMS des 2.4 JTDm 20V (939A5) zeigt identische Probleme wie 939A6: Verschleiß der Federelemente, besonders bei Kurzstreckenbetrieb. Erstausfall kann schon bei 85.000 km auftreten. Sachs-Verstärkungskits als Alternative zu OEM.
Symptome: Leerlaufvibrationen, metallisches Poltern beim Anfahren, Ruckelgeräusche bei Drehzahlwechsel
Der Turbolader-Aktuator des 2.4 JTDm verklebt durch Rußablagerungen zwischen Aktuatorzapfen und VNT-Schaufelring. Regelmäßige Reinigung alle 10.000–20.000 km mit Turboreiniger empfohlen. Betrifft auch 939A6.
Symptome: Verzögerter Turboaufbau, Ladedruckmangel, Motorkontrollleuchte, deutlicher Leistungsverlust im mittleren Drehzahlbereich
Der 2.2 JTS neigt zu erhöhtem Ölverbrauch durch alterungsbedingt undichte Ventilschaftdichtungen. Ölverbrauch von 0,5–1 L/1.000 km ist häufig dokumentiert. Regelmäßige Ölstandkontrollen sind Pflicht, da Motorschäden durch Ölmangel möglich sind.
Symptome: Erhöhter Ölverbrauch, bläulicher Rauch beim Start und bei Lastwechsel, Ölgeruch im Abgas
Die Magnetventile für die Nockenwellenverstellung (P0013/P0014) verschmutzen oder versagen elektrisch. Ein Ölwechsel kann den Fehler kurzzeitig beseitigen, das Solenoid muss aber ersetzt werden. Beide Solenoids werden idealerweise gleichzeitig gewechselt.
Symptome: Motorwarnleuchte P0013/P0014, träges Ansprechverhalten, Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich, schlechter Kaltlauf
Fahrzeug-Schwachstellen 4
Das elektrische Faltverdeck des Spider 939 hat bekannte Schwachstellen: Kunststoffzahnräder in den Klappenmotoren brechen, Hydraulikflüssigkeit verseuchst sich mit Wasser. Steuergeräte nicht mehr lieferbar. Reparatur: 1.500–3.000 €, Nachrüst-Aluzahnräder ca. 85 €.
Die Bremsscheiben des Spider 939 rosten extrem schnell nach kurzen Standzeiten (bereits 4 Tage). Festgerostete Bremsscheiben führen zu deutlich verlängertem Bremsweg und lauten Schleifgeräuschen. Normalisierung erst nach ca. 10 km Fahrt. Problem besonders für selten genutzte Cabriolets.
Der Spider 939 teilt mit 159 und Brera die Schwäche undichter Klimakondensatoren durch Steinschläge. Kältemittel entweicht langsam, nur per UV-Tracer nach mehreren Tagen detektierbar. Kondensatortausch 300–600 €, Klimaservice 60–100 €.
Der Spider 939 (1.9/2.0 Diesel) hat bekannte Servolenkungsprobleme durch eine gelöste Hülse im Ansaugstutzen, die Luft ansaugt. Ein veränderter Ausgleichsbehälter (51880990) mit grünem Tutela GI/R-Öl behebt das Problem. Kosten: 35–400 €.