Audi A6
Kompressorgeladener V6 mit 220 kW. Baugleich mit CGWB in leicht gedrosselter Variante. Sehr kultivierter Antrieb mit souveränen Leistungsreserven.
Kompressor-Einstieg mit echtem Charakter
Der CEUC mit 300 PS im A6 C7 trifft den Sweet Spot: genug Leistung für souveränes Überholen, dabei sparsamer als die 333-PS-Version. Der Kompressor klingt kultiviert und gibt dem A6 das nötige Temperament.
Motor-Schwachstellen 7
Der im Eaton-Kompressor integrierte Ladeluftkühler kann Kühlmittel in den Ansaugtrakt lecken — Gefahr eines katastrophalen Motorschadens durch Hydroschlag.
Symptome: Unklarer Kühlmittelverlust, Zündaussetzer, weiße Abgase, Leistungsverlust.
EA837-typische Schwäche: Kettenspanner verlieren im Stand Öldruck. Beim Kaltstart rasselt die obere Steuerkette kurz. Bei Vernachlässigung drohen Kettenführungsschäden.
Symptome: Kurzes metallisches Rasseln 1–2 Sekunden nach Kaltstart, verschwindet danach vollständig.
Kühlmittelpumpe zeigt bei hohen Laufleistungen Leckagen oder mechanisches Versagen. Der A6 C7 3.0 TFSI ist thermisch hoch belastet.
Symptome: Kühlmittelverlust, Überhitzungswarnung, Temperaturanzeige schwankt.
Frühverschleiß des vorderen Eaton-Kompressorlagers bei hohen Laufleistungen. Pfeifende Geräusche sind typisches Warnsignal.
Symptome: Drehzahlproportionales Pfeifen oder Wimmern aus Kompressorrichtung.
Keilrippenriemen des Eaton-Kompressors muss alle 60.000 km (nicht 90.000 km) getauscht werden. Riemenriss führt zu sofortigem Ladeverlust.
Symptome: Quietschen, Leistungsverlust, bei Riss plötzlicher Leistungsabfall.
Direkteinspritzer-typische Ölkohleablagerungen an den Einlassventilen durch Kurbelgehäuse-Ölnebel. Regelmäßige BEDI-Reinigung notwendig.
Symptome: Ruckeln, Leistungsverlust, schlechtes Kaltstartverhalten, unrunder Leerlauf.
Membranschaden im Ölabscheider führt zu unkontrolliertem Ölnebeleintrag in den Ansaugtrakt, erhöhtem Ölverbrauch und Fehlzündungen.
Symptome: Pfeifgeräusch bei Laständerung, unrunder Leerlauf, erhöhter Ölverbrauch, Fehlercodes Falschluft.
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Bei Baujahren 2015–2018 kann der Sicherungsbolzen der Anhängerkupplung brechen, was zum Verlust des Anhängers während der Fahrt führen kann. Kostenloser Werkstattbesuch erforderlich.
Das Multitronic-CVT-Getriebe weist eine bekannt schlechte Zuverlässigkeit auf. Beim C7 verbessert, bleibt es jedoch risikobehaftet. Totalschaden ab 100.000 km möglich, Reparatur sehr kostspielig.
Durch einen Materialfehler können die Nockenwellen im 3.0 TDI brechen, was zu Motorschäden führt. Betroffen sind hauptsächlich Fahrzeuge Bj. 2014 bis früh 2017.
Das optionale Luftfahrwerk (AAS) neigt zu Ausfällen durch poröse Luftbälge und defekte Kompressoren. Reparaturkosten je Seite von 600–1.800 EUR möglich.
LED-Scheinwerfer fallen durch defekte Steuergeräte oder einzelne Leuchtdioden aus. Reparatur oft teurer als Austausch, da Module nicht einzeln ersetzbar.
Die Klimaautomatik zeigt ab ca. 60.000 km Fehlfunktionen: falsche Temperaturregelung, Gebläsestufen-Probleme oder kompletter Ausfall einzelner Zonen bei der Dreizonen-Klimaanlage.
Radlager, insbesondere an der Hinterachse, zeigen bei höheren Laufleistungen erhöhten Verschleiß. Regelmäßig bei Fahrzeugen ab 80.000 km bemängelt.
Beim C7 tritt Rost vorrangig am Unterboden und an den Schwellern auf, teils an schlecht zugänglichen Stellen. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren sollte der Unterboden gründlich geprüft werden.
Bei V6- und V8-Motoren verschleißen die Motorlager häufig bereits ab ca. 50.000 km und verursachen spürbare Vibrationen.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse