Audi A6
Kompressorgeladener V6 mit 228 kW. Kraftvoller und drehfreudiger Motor, allerdings ist der Kompressorantrieb über Riemen eine bekannte Verschleißstelle.
310 Pferde im Businessanzug
Der CGWB macht den A6 C7 zu einem echten Sleeper: Von außen distinguierter Geschäftsreisewagen, dahinter ein V6 der souverän aus dem Keller schiebt und nie um Drehzahl betteln muss.
Motor-Schwachstellen 8
Der integrierte Ladeluftkühler des Eaton-Kompressors versagt durch Thermoermüdung. Kühlmittel gelangt über die Ansaugseite in die Zylinder — Gefahr des Motorhydroschlags.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne äußere Leckstellen, Zündaussetzer Zylinder 3, weiße Abgaswolke, Leistungsabfall.
Wie im gesamten EA837-Block verlieren die oberen Kettenspanner im Stillstand Öldruck. Beim Kaltstart kurzzeitiges Rasseln. CGWB-spezifisch: fehlende Rückschlagventile im Ölkanal beschleunigen den Druckverlust.
Symptome: Metallisches Rasseln 1–2 Sekunden nach Motorstart, klingt mit steigendem Öldruck ab. Bei defekten Kettenführungen persistentes Geräusch.
Kühlmittelpumpe und Thermostat zeigen bei hohen Laufleistungen Ausfälle. A6 C7 mit 3.0 TFSI hat besonders Motorlager-Probleme um 50.000 km, die thermische Belastung erhöhen.
Symptome: Temperaturanzeige schwankt oder steigt zu hoch, Kühlmittelverlust, kalter Motor beim Start trotz Warmlauf.
Fertigungstoleranzen an den Kraftstoffhochdruckleitungen verursachen Leckagen, durch die Benzindampf in den Innenraum gelangen kann. Bekanntes Problem an A6/A7 C7 3.0 TFSI.
Symptome: Benzingeruch im Innenraum nach dem Abstellen, besonders bei warmem Motor.
Das vordere Lager des Eaton-Kompressors verschleißt bei hohen Laufleistungen. Das pfeifende Geräusch wird oft mit dem Getriebe verwechselt. Im Extremfall droht Kompressorblockade.
Symptome: Hochfrequentes Pfeifen oder Wimmern aus dem Kompressorbereich, drehzahlabhängig, keine Leistungseinbuße in früher Phase.
Audi hat das Wechselintervall intern von 90.000 auf 60.000 km gesenkt. Besitzer älterer Servicehefte wechseln zu spät. Riemenriss führt zur sofortigen Ladeverlust und kann Kompressorschäden verursachen.
Symptome: Quietschen aus dem Riemenbereich, plötzlicher Leistungsabfall, im schlimmsten Fall knallartiges Geräusch bei Riemenriss.
Als Direkteinspritzer benetzt der CGWB die Einlassventile nicht mit Kraftstoff. Kurbelgehäuse-Ölnebel setzt sich an den Ventilen ab und verkohlt. Empfohlen: BEDI-Reinigung ab 80.000 km.
Symptome: Ruckeln im Teillast, Leistungsverlust, schlechteres Anspringen bei Kälte, unrunder Leerlauf.
Die Membran im Ölabscheider der Kurbelgehäuseentlüftung kann reißen und Öldampf unkontrolliert ansaugen. Führt zu erhöhtem Ölverbrauch und Verkokung im Ansaugtrakt.
Symptome: Leistungsverlust, unrunder Motorlauf, Fehlercodes für Falschluft, erhöhter Ölverbrauch, Pfeifgeräusch aus Motorraum.
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Bei Baujahren 2015–2018 kann der Sicherungsbolzen der Anhängerkupplung brechen, was zum Verlust des Anhängers während der Fahrt führen kann. Kostenloser Werkstattbesuch erforderlich.
Das Multitronic-CVT-Getriebe weist eine bekannt schlechte Zuverlässigkeit auf. Beim C7 verbessert, bleibt es jedoch risikobehaftet. Totalschaden ab 100.000 km möglich, Reparatur sehr kostspielig.
Durch einen Materialfehler können die Nockenwellen im 3.0 TDI brechen, was zu Motorschäden führt. Betroffen sind hauptsächlich Fahrzeuge Bj. 2014 bis früh 2017.
Das optionale Luftfahrwerk (AAS) neigt zu Ausfällen durch poröse Luftbälge und defekte Kompressoren. Reparaturkosten je Seite von 600–1.800 EUR möglich.
LED-Scheinwerfer fallen durch defekte Steuergeräte oder einzelne Leuchtdioden aus. Reparatur oft teurer als Austausch, da Module nicht einzeln ersetzbar.
Die Klimaautomatik zeigt ab ca. 60.000 km Fehlfunktionen: falsche Temperaturregelung, Gebläsestufen-Probleme oder kompletter Ausfall einzelner Zonen bei der Dreizonen-Klimaanlage.
Radlager, insbesondere an der Hinterachse, zeigen bei höheren Laufleistungen erhöhten Verschleiß. Regelmäßig bei Fahrzeugen ab 80.000 km bemängelt.
Beim C7 tritt Rost vorrangig am Unterboden und an den Schwellern auf, teils an schlecht zugänglichen Stellen. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren sollte der Unterboden gründlich geprüft werden.
Bei V6- und V8-Motoren verschleißen die Motorlager häufig bereits ab ca. 50.000 km und verursachen spürbare Vibrationen.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse