Audi A6
Saugmotor-V6 mit Benzindirekteinspritzung. Ruhiger Lauf und lineares Ansprechverhalten, aber durch Direkteinspritzung anfällig für Verkokung der Einlassventile.
Angst-Motor — teure Schwäche droht
204 PS 2.8L mit bekanntem Problem: Steuerkette gedehnt (kupplungsseitig). Das Risiko teurer Reparaturen überlagert jeden Fahrspaß.
Motor-Schwachstellen 5
Der 2.8 FSI besitzt drei Steuerketten, die kupplungsseitig verbaut sind. Ein Wechsel erfordert den vollständigen Motorausbau, was die Reparatur besonders teuer macht. Ab ca. 150.000 km treten Rasseln beim Kaltstart auf.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, das sich nach dem Warmlaufen legt; bei starker Dehnung auch Rasseln unter Last
Wie alle FSI-Motoren ohne Saugrohreinspritzung lagert sich Ölkohle an den Einlassventilen ab. Kraftstoffadditive helfen nicht — nur mechanische Reinigung (Walnussstrahlen) beseitigt die Ablagerungen zuverlässig.
Symptome: Leistungsverlust, raues Kaltlaufverhalten, erhöhter Kraftstoffverbrauch, gelegentliche Fehlzündungen beim Kaltstart
Einzelne Exemplare zeigen deutlich erhöhten Ölverbrauch von über 1 Liter pro 1.000 km. Ursache sind verschlissene Kolbenringe oder Zylinderlaufbahnen. Audi tauschte bei Garantiefällen teils komplette Motoren aus.
Symptome: Blaue Abgaswolken beim Gasgeben, Ölstand sinkt zwischen den Inspektionen deutlich, Motorölgeruch nach dem Fahren
Die mechanische Hochdruckpumpe des FSI-Systems kann bei höheren Laufleistungen verschleißen und zu Druckverlust im Einspritzsystem führen. Symptome treten häufig schleichend auf und werden zunächst als AGR- oder Zündproblem fehlgedeutet.
Symptome: Schlechtes Kaltstarverhalten, Leistungseinbrüche unter Last, Fehlercode P0087 (Kraftstoffdruckfehler) im Fehlerspeicher
Beim 2.8 FSI können verschlissene Hydrostößel ein Rasseln erzeugen, das leicht mit Steuerkettenproblemen verwechselt wird. Regelmäßige Ölwechsel mit qualitativ hochwertigem Öl verlangsamen den Verschleiß.
Symptome: Tickendes Geräusch aus dem Zylinderkopf, besonders beim Kaltstart; Geräusch verschwindet nach dem Warmlaufen oder bleibt konstant
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Bei Baujahren 2015–2018 kann der Sicherungsbolzen der Anhängerkupplung brechen, was zum Verlust des Anhängers während der Fahrt führen kann. Kostenloser Werkstattbesuch erforderlich.
Das Multitronic-CVT-Getriebe weist eine bekannt schlechte Zuverlässigkeit auf. Beim C7 verbessert, bleibt es jedoch risikobehaftet. Totalschaden ab 100.000 km möglich, Reparatur sehr kostspielig.
Durch einen Materialfehler können die Nockenwellen im 3.0 TDI brechen, was zu Motorschäden führt. Betroffen sind hauptsächlich Fahrzeuge Bj. 2014 bis früh 2017.
Das optionale Luftfahrwerk (AAS) neigt zu Ausfällen durch poröse Luftbälge und defekte Kompressoren. Reparaturkosten je Seite von 600–1.800 EUR möglich.
LED-Scheinwerfer fallen durch defekte Steuergeräte oder einzelne Leuchtdioden aus. Reparatur oft teurer als Austausch, da Module nicht einzeln ersetzbar.
Die Klimaautomatik zeigt ab ca. 60.000 km Fehlfunktionen: falsche Temperaturregelung, Gebläsestufen-Probleme oder kompletter Ausfall einzelner Zonen bei der Dreizonen-Klimaanlage.
Radlager, insbesondere an der Hinterachse, zeigen bei höheren Laufleistungen erhöhten Verschleiß. Regelmäßig bei Fahrzeugen ab 80.000 km bemängelt.
Beim C7 tritt Rost vorrangig am Unterboden und an den Schwellern auf, teils an schlecht zugänglichen Stellen. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren sollte der Unterboden gründlich geprüft werden.
Bei V6- und V8-Motoren verschleißen die Motorlager häufig bereits ab ca. 50.000 km und verursachen spürbare Vibrationen.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse
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