Audi A6
V6-Diesel mit 200 kW in der BiTDI-Variante nach Facelift. Höchste Leistungsstufe des 3.0 TDI. Kraftvoller Antrieb mit elektrisch angetriebenem Verdichter.
Souveräner Mehrzylinder — entspannt reisen
272 PS 3.0L mit angenehmer Laufruhe. Reist entspannt, ohne sportliche Ambitionen. Bekannte Schwachstellen einkalkulieren.
Motor-Schwachstellen 5
Materialfehler an Nockenwellen der EA897-Motoren (272 PS und 218 PS) Baujahre 2014–Frühjahr 2017. Nockenwellenbruch führt zu Totalschaden. Audi führte Kulanzreparaturen durch, wenn Servicehistorie lückenlos.
Symptome: Lautes Tackern oder Klopfen aus dem Motorraum, das Diesel-Verbrennungsgeräusch deutlich übersteigt; tritt oft beim Kaltstart auf oder unter Last
Der 3.0 TDI V6 verwendet vier Steuerketten. Ab ca. 160.000 km tritt Rasseln beim Kaltstart auf. Steuerkettenwechsel erfordert umfangreichen Motorausbau und kostet 1.500–4.500 €.
Symptome: Rasseln beim Kaltstart, das mit dem Aufwärmen verschwindet; Motorkontrollleuchte; unruhiger Lauf
Die variable Ölpumpe des EA897evo reduziert bei niedrigen Drehzahlen den Öldruck zur Euro-6-Optimierung. Bei Kraftstoffeintrag ins Öl sinkt die Viskosität, was zu Fressschäden führen kann.
Symptome: Steigender Ölstand (Kraftstoff im Öl), Klackern der Ölpumpe, abrupter Motorschaden ohne Vorwarnung möglich
Kurzstreckenfahrten verhindern vollständige DPF-Regeneration. Der Filter verstopft, der Motor drosselt die Leistung automatisch. Häufige aktive Regeneration fördert Kraftstoffeintrag ins Öl.
Symptome: Leistungsabfall und erhöhter Kraftstoffverbrauch, Kontrollleuchte für DPF, Ölstand steigt durch Kraftstoffeintrag
Am CRTE können Kühlmittelregelventil und Ölkühler undicht werden und zu schleichendem Kühlmittelverlust führen. Unbehandelt droht Überhitzungsschaden. Ansaugbrücke kann durch Ölnebel verschmutzen.
Symptome: Sinkender Kühlmittelstand ohne sichtbare Undichtigkeit, Kühlmittelgeruch im Motorraum, Temperaturanstieg bei hoher Last
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Bei Baujahren 2015–2018 kann der Sicherungsbolzen der Anhängerkupplung brechen, was zum Verlust des Anhängers während der Fahrt führen kann. Kostenloser Werkstattbesuch erforderlich.
Das Multitronic-CVT-Getriebe weist eine bekannt schlechte Zuverlässigkeit auf. Beim C7 verbessert, bleibt es jedoch risikobehaftet. Totalschaden ab 100.000 km möglich, Reparatur sehr kostspielig.
Durch einen Materialfehler können die Nockenwellen im 3.0 TDI brechen, was zu Motorschäden führt. Betroffen sind hauptsächlich Fahrzeuge Bj. 2014 bis früh 2017.
Das optionale Luftfahrwerk (AAS) neigt zu Ausfällen durch poröse Luftbälge und defekte Kompressoren. Reparaturkosten je Seite von 600–1.800 EUR möglich.
LED-Scheinwerfer fallen durch defekte Steuergeräte oder einzelne Leuchtdioden aus. Reparatur oft teurer als Austausch, da Module nicht einzeln ersetzbar.
Die Klimaautomatik zeigt ab ca. 60.000 km Fehlfunktionen: falsche Temperaturregelung, Gebläsestufen-Probleme oder kompletter Ausfall einzelner Zonen bei der Dreizonen-Klimaanlage.
Radlager, insbesondere an der Hinterachse, zeigen bei höheren Laufleistungen erhöhten Verschleiß. Regelmäßig bei Fahrzeugen ab 80.000 km bemängelt.
Beim C7 tritt Rost vorrangig am Unterboden und an den Schwellern auf, teils an schlecht zugänglichen Stellen. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren sollte der Unterboden gründlich geprüft werden.
Bei V6- und V8-Motoren verschleißen die Motorlager häufig bereits ab ca. 50.000 km und verursachen spürbare Vibrationen.
Berichte & Tests
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse
Wenige Mängel, gute Ergebnisse in der Altersklasse