Audi TT
EA888 Gen3 mit 132 kW. Neue Zylinderbohrungsbeschichtung und integrierter Abgaskrümmer reduzieren Gewicht und Aufwärmzeit. Weniger Ölverbrauchsprobleme als Gen2.
Leichtgewicht macht den Unterschied
Im 1.305 kg leichten TT-Coupé verwandeln sich die 180 PS in echten Fahrspaß: 7 Sekunden von 0 auf 100, präzise Lenkung und tief liegender Schwerpunkt erzeugen ein Fahrgefühl weit über den Zahlen.
Motor-Schwachstellen 9
Die Simplex-Steuerkette des CJSA dehnt sich ab ca. 80.000–100.000 km messbar. Unzureichender Öldruck bei niedrigen Drehzahlen belastet Kettenspanner zusätzlich. Kaltstart-Rasseln ist Frühzeichen; unbehandelt droht Kette zu springen.
Symptome: Metallisches Rasseln aus Motorraum bei Kaltstart (3–10 Sekunden), rauer Motorlauf, P0016/P0017-Fehlercodes
Der Becherstößel (Nockenfolger) der Hochdruckpumpe verschleißt und hinterlässt Metallspäne im Kraftstoffsystem. Bei vollständigem Versagen verteilen sich Späne in alle Injektoren und Leitungen – Totalschaden Kraftstoffsystem. Regelmäßige Sichtprüfung empfohlen.
Symptome: Leistungsabfall, Startprobleme, Fehlercode Kraftstoffdruck P0087, klopfendes Geräusch aus Pumpbereich
Die variable Ölpumpe des CJSA liefert bei niedrigen Drehzahlen und im Stadtverkehr unzureichenden Öldruck. Nockenwellenversteller und Kettenspanner werden unterversorgt – Klackern, Nockenwellenverschleiß und im Extremfall Motorschaden. Bekannter Konstruktionsmangel.
Symptome: Klackern nach Kaltstart (wie Nähmaschine), Öldruck-MKL, unruhiger Leerlauf, Nockenwellenversteller-Fehlercodes
Frühe CJSA-Motoren (Produktion vor KW 35/2015) nutzen zu dünne Ölabstreifringe (1,5 mm), die verkokt werden und Öl verbrennen. Verbrauch kann 0,5–1 L/1000 km überschreiten. Ab KW 35/2015 gewellte dreiteilige Stahllamellenringe verbaut.
Symptome: Ölstand sinkt ohne sichtbare Leckage, bläulicher Abgasrauch bei Last, Zündkerzen verölt
Die Originalwasserpumpe hat ein Kunststoffgehäuse und -laufrad. Das Gehäuse versprödet durch Temperaturwechsel und reißt; das Laufrad kann sich von der Welle lösen und Pumpenausfall verursachen. Empfohlene Vorsorgemaßnahme: Wechsel bei 80.000 km.
Symptome: Kühlmittelverlust, Kühlwasserstand-Warnung, Motor überhitzt, Kühlmittelgeruch
Das Membranventil des Ölabscheiders (Teilenr. 06H 103 495 AK) reißt und erzeugt ein Ansaugleck. Dadurch strömt Ölnebel in den Ansaugtrakt, der Motor läuft fett/mager und zündet unregelmäßig. Günstige Reparatur, häufiges Problem.
Symptome: Pfeifendes/zischendes Geräusch aus Motorraum, unruhiger Leerlauf, MKL mit P2279/P2187, Leistungsabfall
Direkteinspritzung ohne Saugrohreinspritzung: Einlassventile werden nicht vom Kraftstoff gespült und verkokt durch AGR-Gase und Ölnebel. Ab ca. 50.000–80.000 km spürbarer Leistungsverlust durch verringerten Strömungsquerschnitt. Reinigung per Walnussstrahlverfahren.
Symptome: Leistungsverlust, unruhiger Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Zündaussetzer bei kaltem Motor
Der Temperatursensor im elektronischen Thermomanagementmodul fällt aus. Der Motor erreicht die Betriebstemperatur (90°C) nicht mehr, Öltemperatur bleibt bei ~70°C. Diagnose schwierig, da häufig kein Fehlercode gespeichert wird. Reparatur aufwändig (Sensor unter Ansaugkrümmer).
Symptome: Temperaturanzeige bleibt bei 75–80°C, hoher Kraftstoffverbrauch, Heizung heizt schlecht
Das Wastegate-Gestänge des IHI IS20 Turboladers entwickelt Spiel und rattert. In frühen Gen3-Motoren kann die Wastegate-Elektronik (Aktuator) durch Feuchtigkeitseintritt versagen. Dealer tauschen oft kompletten Turbolader, Aktuator einzeln reparierbar.
Symptome: Metallisches Rasseln zwischen 1800–2900 U/min, inkonsistenter Ladedruck, Ladedruck-Fehlercode P0299
Fahrzeug-Schwachstellen 4
Die S-Tronic-Mechatronik kann Fehlfunktionen entwickeln, die sich in Schaltproblemen äußern. Reparaturkosten variieren stark je nach Ausmaß des Schadens.
Das optionale Magnetic-Ride-Fahrwerk erzeugt störende Poltergeräusche, die laut Berichten vom Hersteller bis heute nicht gelöst wurden.
Die hochwertigen Ledersitze neigen zu unangenehmen Knarzgeräuschen. Neue Sitzrahmen sind die Lösung, lohnen sich aber meist nur noch im Garantiefall.
Das Virtual Cockpit neigt zu Software-Fehlern und Ausfällen. Kabelverbindungen können durch Fahrzeugvibrationen über Zeit locker werden.