BMW 118i
Saugmotor mit Direkteinspritzung und magerem Betrieb. Hochdruckpumpe und Injektoren können Probleme bereiten, Steuerkette dehnt sich bei mangelhafter Ölpflege.
Technik-Ärger
Direkteinspritzer mit Schichtladung — Injektoren, Hochdruckpumpe und NOx-Sensor machen mehr Ärger als Spaß.
Motor-Schwachstellen 5
Der N43B20 hat ein bekanntes Steuerketten-Problem. Der Kettenspanner versagt vorzeitig, Kunststoff-Gleitschienen brechen. BMW veröffentlichte im Oktober 2016 einen verbesserten Spanner (11318685091), aber das Grundproblem bleibt.
Symptome: Rasseln oder Klappern beim Kaltstart und bei Lastwechseln. Im fortgeschrittenen Stadium Motorschaden durch Kettensprung oder -riss.
Die Steuerkette des N43 längt sich ab 60.000 km erheblich. Gleitschienen aus Kunststoff zerbröseln; Teile fallen in die Ölwanne und verstopfen die Ölpumpe. BMW führte Kulanzaktion durch.
Symptome: Ruckeln die ersten 1–2 km nach Kaltstart; Nockenwellensensor-Fehler (P0011, P0012, P0341); Öldruckwarnung; Klackern beim Starten; Fehlermeldung "gemäßigt weiterfahren"
Die Piezo-Injektoren des Schichtlade-Systems verschleißen ab ca. 80.000–100.000 km. Defekt zwingt zum Komplettaustausch aller vier Injektoren. Kalibrierungswerte müssen ins Steuergerät eingelernt werden.
Symptome: Ruckeln und Aussetzer besonders nach Kaltstart; Fehlzündungen in bestimmten Zylindern; Laufunruhe im Leerlauf; Kraftstoffgeruch; Verbesserung wenn Motor warm
Die Hochdruckpumpe der Direkteinspritzung versagt und verursacht langen Kaltstart oder Ruckeln unter Volllast. Fehlercodes 2FBF, 2FBE, 29DC, 29E2 sind typisch.
Symptome: Sehr langer Kaltstart (mehrere Sekunden), Ruckeln bei starker Beschleunigung, Fehlerspeicher-Eintrag zum Kraftstoffdruck.
Der NOx-Sensor des Magergemisch-Systems fällt regelmäßig aus und veranlasst das Steuergerät, den Schichtladebetrieb aufzugeben. Kraftstoffverbrauch steigt deutlich. NOx-Katalysator altert und muss ersetzt werden.
Symptome: Deutlich erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlerspeichereintrag NOx-Katalysator Alterung, Motorstörungsleuchte.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Elektromechanische Servolenkung (EPS) kann bei Modellen 2007–2012 ausfallen und Lenkunterstützung vollständig versagen. Rückruf wurde für bestimmte Produktionsjahre durchgeführt.
Der Hinterachsträger neigt ab ca. 100.000 km zu erheblicher Korrosion bis hin zu Durchrostung. TÜV-Beanstandung möglich. Reparatur oft teurer als Fahrzeugwert.
Gebrochene Fahrwerksfedern und rostende Federteller sind laut TÜV-Report häufig beim E87. Ausgeschlagene Spurstangenköpfe ebenfalls bekannter Mangel. Betrifft Vorder- und Hinterachse.
An der Heckklappe bildet sich Rost besonders im Bereich der Embleme und des Heckwischers. Auch Falzkanten und Scharniere können betroffen sein.
Wasser gelangt über defekte Türdichtungen, verstopfte Schiebedach-Abläufe oder gerissene Karosseriedurchführungen in Fußraum und Kofferraum. Schäden an Elektrik möglich.
Die Gummilager der Querlenker an der Hinterachse verschleißen und verlieren ihre Elastizität. Spurversatz und TÜV-Beanstandung möglich. Beide Seiten gleichzeitig tauschen.
Handbremse und defekte Bremsschläuche fallen beim E87 häufig bei der Hauptuntersuchung auf. Bekannter TÜV-Mangelpunkt dieser Generation.
Berichte & Tests
Der 1er E87 gehört zu den zuverlässigeren Kompaktwagen seiner Zeit und meistert frühe Hauptuntersuchungen meist problemlos.
Der E87 rangiert in der Pannenhäufigkeit im Spitzenfeld seiner Zulassungsklasse.