BMW i3 REx
Erster vollelektrischer BMW-Antrieb mit 170 PS Spitzenleistung. Kompakte Bauweise, wartungsarm. Batterie-Degradation bei frühen 60-Ah-Versionen beachten.
Agiler Stadtstromer
Niedriger Schwerpunkt, spontane Kraftentfaltung — eigenständiger Fahrspaß. i3s besonders zackig.
Motor-Schwachstellen 5
Erste Generation (60 Ah) zeigt deutlich stärkere Degradation als 94/120 Ah. Restkapazität nach 8 Jahren teils unter 70%. Tausch extrem teuer.
Symptome: Reduzierte Reichweite, Ladezustandsanzeige ungenau, Batterie-Warnung
Einzelne i3 entwickeln zwischen 45.000 und 60.000 km Schleif- und Mahlgeräusche aus dem Antriebsbereich. Ursache ist ein Lagerschaden im Reduktionsgetriebe bzw. im E-Motor-Lagersatz. Austausch der gesamten Antriebseinheit oft unumgänglich.
Symptome: Schleifendes oder mahlendes Geräusch bei niedriger Geschwindigkeit; Geräusch verstärkt sich unter Last; keine Warnanzeige im Cockpit in frühen Stadien.
Beim i3 REx bricht die Steuerketten-Spannfeder des Zweizylinder-Boxers (baugleich mit BMW-C600-Roller-Motor). Die Steuerkette überspringt, Einlassventile verbiegen sich. BMW führte für Rollermodelle einen Rückruf durch, nicht aber für den i3 REx.
Symptome: REX schaltet sich automatisch ab, nur elektrischer Antrieb verfügbar; Fehler 'Nockenwellensensor implausibel'; Aussetzer in Zylinder 1 und 2.
Ab ca. 60.000 km verlieren i3-Akkus messbar an Kapazität. Im Winter sinkt die effektive Reichweite auf 80–100 km (60-Ah-Variante), da Heizung und Kälteverluste zusammenwirken. Nach 10 Jahren sind 20–25 % Kapazitätsverlust typisch.
Symptome: Deutlich geringere Reichweitenanzeige im Winter; Fahrzeug erreicht angezeigte Reichweite nicht; GOM-Schätzung schwankt stark bei Kälte.
Beim Loslassen des Fahrpedals fehlt gelegentlich die erwartete Motorbremse; das Fahrzeug segelt ungebremst weiter. Ursache ist ein Softwarefehler in der Antriebssteuerung, der bei vollem Akku oder nach Temperaturwechsel auftritt.
Symptome: Fahrzeug segelt beim Gaswegnehmen statt zu rekuperieren; kein Bremsruck spürbar; tritt sporadisch auf, oft nach Ladevorgängen auf 100 %.
Fahrzeug-Schwachstellen 7
Die CFK-Kohlefaserkarosserie des i3 führt bei Unfällen schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden. Selbst kleinere Schäden am Fahrgastzellen-Lebensring können nur in spezialisierten BMW-Werkstätten repariert werden und kosten ein Vielfaches einer Stahlkarosserie.
Die Elektromaschinen-Elektronik (EME) kann durch interne Hardwarefehler ausfallen. Plötzlicher Leistungsabfall während der Fahrt, Fahrzeug kann nicht mehr bewegt werden. Reparatur erfordert vollständigen Ausbau der Hinterachse.
Frühe i3 (22 kWh, bis 2017) ohne aktive Thermomanagement zeigen stärkere Batteriedegradation. Ab 2017 (33 kWh) unter 5% pro Jahr erwartet. BMW-Akkuneupreis ca. 12.000–14.000 € inkl. Einbau.
Beim i3 Rex treten Probleme mit Motorlagern, Ladeelektronik, Betankungssystem und Generator des kleinen 2-Zylinder-Verbrennungsmotors auf. Auspuffanlage kann vorzeitig defekt werden.
Beim i3 I01 kann der Ladeanschluss nicht mehr korrekt verriegeln oder sich nicht entriegeln lassen. Der Verschleiß des Verriegelungsmotors und der Kontaktstifte ist ein bekanntes Problem älterer Baujahre.
Die Komfortladeelektronik (KLE) steuert das AC-Laden und kann nach mehreren Jahren ausfallen. AC-Ladeleistung sinkt stark oder bricht ganz ab. Reparatur kostet 1.200–2.000 Euro; BMW bietet gelegentlich Kulanz.
Die vorderen Domlager verschleißen ab ca. 80.000 km und erzeugen ein charakteristisches Klappern an der Vorderachse, besonders auf Schotterwegen oder Kopfsteinpflaster. BMW erkennt es als Verschleiß, nicht als Garantiemangel.
Berichte & Tests
Der i3 zeigt bei der HU die für Elektrofahrzeuge typischen Vorteile: keine Motorölprobleme, weniger Bremsverschleiß durch Rekuperation.
Der i3 zählt zu den pannensichersten Fahrzeugen überhaupt — in mehreren Jahrgängen belegt er Spitzenplätze.