Citroën DS4
Stärkste Variante des 2.0 HDi mit 163 PS. Viel Drehmoment und souveräner Durchzug. Meist mit Automatik kombiniert, beliebt im C5 II.
Top-Diesel im DS4
163 PS mit Automatik — kraftvoll und komfortabel.
Motor-Schwachstellen 6
Hochleistungsvariante mit Interferenzmotor. Bei höherer Motorlast schlägt ein Zahnriemenriss sofort auf Ventile durch. Frühverschleiß schon ab 60.000–80.000 km möglich. Werkstattkosten bei Motorschaden: 3.000–6.000 €.
Symptome: Schlagartiger Motorstillstand, kein Wiederstart, metallisches Geräusch beim Riss.
Stärker belasteter Turbo in der 163-PS-Version neigt zu früherem Lagerverschleiß bei unzureichenden Ölwechselintervallen. Erste Schwachstellen oft schon ab 60.000–80.000 km. Ölleitungen zum Turbo auf Schlamm prüfen.
Symptome: Leistungsverlust, pfeifende/rasselnde Geräusche vom Turbo, blaue Abgase, Fehlerleuchte.
EOLYS-Additiv-basiertes FAP-System regeneriert nur bei Autobahnfahrten ausreichend. Fehlgeschlagene Regenerationen schlagen auf Ölverdünnung durch. Häufige Kurzstrecken führen zu vorzeitigem Filterwechsel.
Symptome: FAP-Warnleuchte, Leistungsreduzierung, deutlich erhöhter Kraftstoffverbrauch, Dieselöl.
Die Ölpumpe des DW10-163 zeigt bei höheren Laufleistungen Verschleißerscheinungen. Der Öldruck fällt ab und reicht nicht mehr für ausreichende Schmierung von Turbo und Lagern. Mechanische Geräusche kündigen Öldruckverlust an.
Symptome: Öldruckwarnung bei warmem Motor im Leerlauf, klopfende Geräusche aus dem Motor, Öldruckkontrollleuchte blinkt gelegentlich. Öldruck-Messung zeigt unter 1,5 bar im Leerlauf.
Bei der leistungsstarken 163-PS-Version können Injektoren durch Verkokung verstopfen, besonders wenn häufig im Volllastbereich gefahren und anschließend sofort abgestellt wird. Schlechter Kraftstoff beschleunigt Ablagerungen.
Symptome: Rauer Leerlauf, Ruckeln bei Teillast, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rußgeruch.
Das Wastegate-Ventil des Turboladers verkokt durch Rußablagerungen und bleibt in einer Stellung stecken. Bei geöffnetem Wastegate kein Ladedruck aufgebaut. Unterdruckschlauch zum Aktuator oft porös. Solenoidventil überhitzt.
Symptome: Plötzlicher Leistungsverlust besonders unter Last, Turbo baut keinen Ladedruck auf, Motor fühlt sich wie ein Sauger an. Solenoidventil heiß und brummend bei 88% Tastverhältnis.
Fahrzeug-Schwachstellen 5
Die elektrische Servolenkung des DS4 I kann ausfallen — der Lenkservomotor versagt, wodurch die Lenkung extrem schwergängig wird. Ursache sind häufig Steuergerätedefekte oder defekte Steckverbindungen am Lenksäulenmotor.
Das automatisierte Schaltgetriebe EGS6 (später ETG6 umbenannt) des DS4 I neigt zu vorzeitigem Kupplungsverschleiß. Besonders bei drehmomentstarken Dieselmotoren schleift die Doppelkupplung und verursacht ruckartige Schaltvorgänge. Reparaturen sind kostenintensiv.
Das zentrale BSI-Steuergerät des DS4 I ist anfällig für Softwarefehler, die Warnleuchten für ABS, ESP, ASR und Feststellbremse gleichzeitig aktivieren. Oft wird das Problem durch Feuchtigkeit im Steckverbinder oder schwache 12V-Batterie verursacht.
Unterrostung an den Radlagersitzen der ABS-Sensoren führt dazu, dass die Sensoren festkorrodieren und sich nicht mehr demontieren lassen. Zusätzlich kann der Unterboden bei vernachlässigten Fahrzeugen flächig rosten.
Die Bremsscheiben des DS4 I verschleißen überdurchschnittlich schnell, besonders bei Stadtbetrieb. Oberflächenrost nach längerem Stehen führt zu lautem Quietschen beim ersten Bremsvorgang. Vordere Scheiben sind stärker betroffen.