Cupra 2.0 TSI 265
EA888 evo Mittelstufe. Verschiedene Leistungsvarianten von 150 kW (203 PS) bis 195 kW (265 PS). Starker Alltagsturbo mit breitem Drehmomentplateau.
Nahe am VZ-Niveau
265 PS mit Allrad, adaptiven Dämpfern und direkter Lenkung — echter Sportspaß im Individual-Modus. Motor dreht willig, Traktion überzeugend.
Motor-Schwachstellen 4
Die Wasserpumpe des EA888 Gen4 245PS ist eine bekannte Schwachstelle im Formentor. Betroffene Fahrer berichteten von plötzlichem Überhitzungsereignis mit Kostenvoranschlägen über 2.000 €. Kulanz von VW ist möglich, muss aktiv beantragt werden.
Symptome: Alle Warnleuchten leuchten auf, Temperaturanzeige im roten Bereich, Dampf aus der Motorhaube, Leistungsabfall
Auch Gen4 nutzt Steuerkette mit gleicher Achillesferse wie Gen3. Ab ca. 120.000–150.000 km sind Kettenlängungen bekannt. Longlife-Öle beschleunigen den Verschleiß der Gleitschienen erheblich.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, Steuerzeiten-Fehler, Motorkontrollleuchte, rauer Lauf
Der EA888 Gen3/4 kann durch unterdimensionierte Ölabstreifringe erhöhten Ölverbrauch entwickeln. Zusätzlich kann der Kurbelgehäuse-Ölabscheider unter sportlichen Bedingungen versagen und Öl in den Ansaugtrakt leiten.
Symptome: Sinkender Ölstand, blauer Rauch beim Beschleunigen oder nach Gaswegnehmen, Verkokung der Einlassventile
Nockenwellenträger-Dichtungen und obere Steuerkettenabdeckung neigen bei allen EA888-Varianten zur Undichtigkeit. Öl sammelt sich im Bereich der Nockenwellensteller und tropft nach außen.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug, sinkender Ölstand ohne sichtbare Ursache, Ölgeruch nach Fahrt
Fahrzeug-Schwachstellen 5
Das Facelift 2024 des Formentor brachte schwere Software-Probleme mit. Cupra stoppte die Software-Version 1899 nach kurzer Zeit. Auch Version 1900 enthält laut Community zahlreiche Fehler. Händler tauschen Steuergeräte als Notlösung.
Sämtliche Fahrassistenten (Front Assist, Spurhalte, Toter-Winkel, Travel Assist) fallen sporadisch während der Fahrt komplett aus. Neustart hilft nicht immer. Ursache ist häufig das Lenkrad-Steuergerät oder verschmutzte Radarsensoren. Werkstattbesuche bringen oft nur temporäre Besserung.
Die Dichtungsproblematik am Kofferraum und Panoramadach des Formentor wurde beim Facelift nicht grundlegend behoben. Neue Modelle zeigen vereinzelt identische Wassereinbrüche wie die Vorgeneration.
Wie beim Leon Facelift reagieren die kapazitiven Lenkradtasten häufig nicht. Die Touch-Sensoren erkennen Berührungen nicht zuverlässig. Lenkradtausch wurde als Lösung durchgeführt, aber das Problem kann nach kurzer Zeit wiederkehren.
Der bekannte überdurchschnittliche Bremsscheibenverschleiß der Brembo-Anlage setzt sich beim Facelift fort. VZ-Käufer sollten mit kürzeren Wechselintervallen und höheren Bremskosten rechnen als bei Normalmotoren.