Dacia Duster
Renaults 1,2-Liter-Turbomotor ist wegen übermäßigem Ölverbrauch und Steuerkettenproblemen bekannt. Zu weite Kolbentoleranzen führen zu Ölverbrennung, die Auslassventile thermisch schädigt und im schlimmsten Fall zum Totalschaden führt. Ölstand mindestens alle 2.000 km kontrollieren; betroffene Fahrzeuge vor dem Kauf gründlich prüfen.
Sorgenmotor: Turbopower im Duster
125 PS TCe im Duster — kräftig und agil. Aber: die berüchtigte Steuerkette trübt den Fahrspaß. Reparaturkosten bis 2.000 € drohen. Aber: bekannte Schwachstellen machen diesen Motor zum Risiko.
Motor-Schwachstellen 4
Ölrücklaufdüsen zum Kettenspanner unterdimensioniert und verstopfen. Kette längt sich bereits ab 37.000 km. Mehrfachwechsel ohne Dauerlösung dokumentiert.
Symptome: Ölrücklaufdüsen zum Kettenspanner unterdimensioniert und verstopfen
Ölverbrauch bis zu 1,5 L/1.000 km dokumentiert. Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen betroffen. Renault-intern als Risikomotor eingestuft.
Symptome: Ölverbrauch bis zu 1,5 L/1
Wastegate-Klappe klemmt oder schließt nicht mehr richtig. Ladedruck zu niedrig oder Überladung möglich. Turbo-Austausch nötig.
Symptome: Wastegate-Klappe klemmt oder schließt nicht mehr richtig
Wasserpumpe leckt an der Wellendichtung. Kühlmittelverlust kann zur Überhitzung führen wenn nicht rechtzeitig erkannt.
Symptome: Wasserpumpe leckt an der Wellendichtung
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Schon beim ersten HU-Termin fallen beim Duster I Achsbauteile auf — die Mängelquote liegt fünfmal über dem Durchschnitt vergleichbarer Fahrzeuge. Ein gravierender Schwachpunkt des ersten Duster.
Für 4×4-Modelle der Baujahre 2010-2011 gab es einen Rückruf, weil durch Schneeeinlagerungen die hinteren Bremsleitungen bersten konnten.
Bei Modellen aus März bis Juni 2014 wurden Hinterachsfedern gemeldet, die sich aus ihren Federtellern lösen konnten.
Scheinwerfer und Rückleuchten weisen beim Duster I zweistellige Mängelquoten auf. Besonders das Abblendlicht und die Rücklichter fallen bei der Hauptuntersuchung extrem häufig auf.
Bereits nach wenigen Jahren fällt der Duster I mit erhöhtem Ölverlust auf. Leckagen an Motor und Getriebe sind typisch und treten ab dem fünften Betriebsjahr regelmäßig bei der HU auf.
Die Klimaanlage des Duster I zeigt ab etwa 70.000 km häufiger Ausfälle durch Kompressorschäden, Kältemittelverluste und defekte Kondensatoren.
Die Kraftstoffanzeige bleibt gerne in der Mitte stehen und bewegt sich trotz vollem oder leerem Tank nicht weiter. Erfordert oft den Tausch des gesamten Tankgebers.
Die Windschutzscheibe des Duster I ist für häufige Rissbildung bekannt, auch ohne direkte Steinschlageinwirkung. Thermische Spannungen und Fertigungstoleranzen begünstigen die Rissbildung.
Das Schaltgetriebe erzeugt bei höheren Geschwindigkeiten (90-120 km/h) ein heulendes Geräusch im 4.-6. Gang. Konstruktionsbedingt durch Innenverzahnung. Getriebeölwechsel kann lindern.
Berichte & Tests
Mängelquote steigt auf über 35 % bei älteren Fahrzeugen. Abblendlicht und Rückleuchten fallen fünfmal häufiger als Schnitt durch. Ölverlust und Fahrwerk kritisch.