Fiat Bravo
1.9L MultiJet mit 110 kW (150 PS) im Fiat Bravo 198. Modernste Variante der JTD-Familie mit DPF. EGR-Ausfälle bereits ab 35.000 km dokumentiert. Gut gepflegt langlebig.
T-Jet mit Lenkungsproblem
Turbo-Schub ab 1.750 U/min beeindruckt — über 100 PS pro Liter aus 1,4 Litern. Aber die zu leichte, indirekte Lenkung des Bravo kostet den entscheidenden Punkt.
Motor-Schwachstellen 5
Der VTG-Turbolader des 150-PS-MultiJet neigt bei rußiger Betriebsweise zu Verklemmung der Leitschaufeln. Ersatz-Turbo nötig wenn Schaufeln gebrochen sind.
Symptome: Fehlender Ladedruck, starker Leistungsabfall unter 2000 U/min
Auch im modernsten Bravo-MultiJet ist der Zahnriemen wartungspflichtig. Stets Wasserpumpe, Spannrollen und Umlenkrolle mitausführen.
Symptome: Kein Motorstart, starke interne Schäden möglich wenn Riemen reißt
Der 1.9 MultiJet 16V hat Drallklappen im Ansaugkrümmer die durch Rußverkokung brechen und in den Motor gelangen können. Präventiver Ausbau wird in Fachkreisen empfohlen.
Symptome: Klackerndes Geräusch, plötzlicher Leistungsabfall, im Extremfall Motorschaden
Der 1.9 MultiJet 150PS im Bravo 198 ist besonders EGR-anfällig. Forum-Daten belegen Ausfälle ab 24.000 km, Häufungspunkt bei 35.000–50.000 km. Defekter Stellmotor führt zu Leistungsverlust und gestörter DPF-Regeneration.
Symptome: Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch, DPF-Warnleuchte, Motorkontrollleuchte, Fehlercode P0401
Der ab Werk verbaute DPF benötigt regelmäßige Autobahnfahrten zur Regeneration. Kurzstreckenbetrieb verhindert die nötige Abgastemperatur. Verstopfter DPF kann durch EGR-Defekte beschleunigt werden.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Notlaufprogramm
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Führungsbolzen der hinteren Bremssättel korrodieren und klemmen fest. Bei Hitze kehrt das Bremspedal nicht zurück, Fahrzeug verzögert ungewollt. Hill-Holder-Fehler und verbrannte Scheiben als Folge möglich.
Die Kupplung gilt als eine der häufigsten Verschleißstellen am Bravo 198. Schleifgeräusche beim Einlegen zeigen dringenden Handlungsbedarf an. Bei vollständigem Tausch inkl. Lager und Wellendichtring entstehen hohe Arbeitskosten.
Bei den stärkeren Motorvarianten (ab ca. 150 PS) zeigt die rechte Antriebswelle eine erhöhte Bruchneigung. Warnzeichen sind ungewöhnliche Geräusche beim Anfahren.
Die EPS des Bravo 198 benötigt mindestens 13–13,5 V. Schwache Lichtmaschine oder alte Batterie führen zum Ausfall der Lenkkraftunterstützung. Problem tritt häufig nach Kälte oder Kurzstrecken auf.
Die Auspuffanlage rostet durch Schwefelsäure und Kondenswasser vergleichsweise früh durch. Teile können auf die Fahrbahn fallen und nachfolgende Fahrzeuge gefährden.
Stoßdämpfer nähern sich bereits bei mittlerer Laufleistung der Defektgrenze. Koppelstangen verschleißen frühzeitig, besonders Nachmarkenteile. Poltern und Quietschen sind typische Anzeichen.
Verhärtete Gummibuchsen der Hinterachse verursachen ein Klopfen und Poltern, das bei wärmerem Wetter und unebener Fahrbahn besonders auffällt. Fiat entwickelte modifizierte hydraulische Silent Blocks als Abhilfe.
Elektrische Fensterheber reagieren nicht mehr oder öffnen sich eigenständig. Ursache sind häufig defekte Relais hinter dem Handschuhfach oder fehlerhafte Steuergeräte-Kontakte.
Häufig gemeldetes Problem beim Bravo 198: Die Klimaanlage kühlt nicht mehr, da der Drucksensor bei zu geringem Kältemitteldruck den Kompressor abschaltet.
Besonders beim 1.9 Multijet berichten Besitzer von schwer einlegbaren Gängen, wenn das Getriebe warm ist. Der Übergang von 4. auf 5. Gang ist besonders betroffen.
Ältere Bravo-198-Exemplare zeigen Rostansätze an den unteren Türkanten und am Unterboden. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren empfiehlt sich eine gründliche Unterbodeninspektion.
Das Lenkgetriebe des Bravo 198 produziert knarrende Geräusche beim langsamen Einlenken, verstärkt bei Kälte. Laut Teilehändlern ein bekanntes Modell-Problem; Austausch löst das Symptom oft nur vorübergehend.
An allen vier Außengriffen platzt der Lack frühzeitig ab. Der Kabelzug des Außengriffs kann sich aushängen, sodass die Tür von außen nicht mehr zu öffnen ist – typischer Verschleiß ohne Vorwarnung.
Fahrer- und Beifahrersitz knarzen beim Ein-/Aussteigen und in Kurven. Türverkleidungen und Armaturenbrett-Abdeckungen klappern über Unebenheiten. Mehrfache Garantiereparaturen oft ohne dauerhaften Erfolg.
Scheinwerfer gehören zu den häufigsten Beanstandungen bei der Hauptuntersuchung: Falscher Leuchtwinkel oder ausgebrannte Birnen.