Fiat Bravo
Der 2.0L MultiJet 16V 165PS im Bravo 198 ist eine Neukonstruktion mit Zahnriemenintervall 150.000 km. EGR bleibt Hauptschwachstelle, Antriebswellen waren bei einzelnen Exemplaren kritisch.
MultiAir-Highlight im Bravo
140 PS MultiAir ist der stärkste Benziner im Bravo und macht definitiv am meisten Spaß. Variable Ventilsteuerung für gutes Ansprechverhalten in allen Drehzahlen.
Motor-Schwachstellen 4
Beim 2.0L MultiJet 165PS wurden Antriebswellendefekte mit 25.000, 49.000 und 52.000 km dokumentiert, vermutlich durch das höhere Drehmoment.
Symptome: Klacken oder Knacken beim Lenken und Anfahren, Vibration bei bestimmten Geschwindigkeiten
Der 2.0L MultiJet hat ein verlängertes Zahnriemenintervall von 150.000 km. Bei ausgelassenem Wechsel droht Ventilschaden.
Symptome: Keine Vorwarnung; bei Riss sofortiger Motorstillstand und Ventilschäden
Das EGR-Ventil ist auch beim 2.0L MultiJet die primäre Schwachstelle. Es kann durch Ruß zusetzen und infolge DPF-Probleme auslösen. Regelmäßige Reinigung oder prophylaktischer Austausch empfohlen.
Symptome: Ruckeln, Leistungsverlust, Motorkontrolleuchte, schlechte Gasannahme bei Teillast
Der Partikelfilter des 2.0L MultiJet versagt bei überwiegendem Stadtbetrieb. Bereits ab 18.000 km wurden erste DPF-Warnleuchten dokumentiert.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Notlaufprogramm, Motor läuft nach Reset weitere 450-600 km normal
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Führungsbolzen der hinteren Bremssättel korrodieren und klemmen fest. Bei Hitze kehrt das Bremspedal nicht zurück, Fahrzeug verzögert ungewollt. Hill-Holder-Fehler und verbrannte Scheiben als Folge möglich.
Die Kupplung gilt als eine der häufigsten Verschleißstellen am Bravo 198. Schleifgeräusche beim Einlegen zeigen dringenden Handlungsbedarf an. Bei vollständigem Tausch inkl. Lager und Wellendichtring entstehen hohe Arbeitskosten.
Bei den stärkeren Motorvarianten (ab ca. 150 PS) zeigt die rechte Antriebswelle eine erhöhte Bruchneigung. Warnzeichen sind ungewöhnliche Geräusche beim Anfahren.
Die EPS des Bravo 198 benötigt mindestens 13–13,5 V. Schwache Lichtmaschine oder alte Batterie führen zum Ausfall der Lenkkraftunterstützung. Problem tritt häufig nach Kälte oder Kurzstrecken auf.
Die Auspuffanlage rostet durch Schwefelsäure und Kondenswasser vergleichsweise früh durch. Teile können auf die Fahrbahn fallen und nachfolgende Fahrzeuge gefährden.
Stoßdämpfer nähern sich bereits bei mittlerer Laufleistung der Defektgrenze. Koppelstangen verschleißen frühzeitig, besonders Nachmarkenteile. Poltern und Quietschen sind typische Anzeichen.
Verhärtete Gummibuchsen der Hinterachse verursachen ein Klopfen und Poltern, das bei wärmerem Wetter und unebener Fahrbahn besonders auffällt. Fiat entwickelte modifizierte hydraulische Silent Blocks als Abhilfe.
Elektrische Fensterheber reagieren nicht mehr oder öffnen sich eigenständig. Ursache sind häufig defekte Relais hinter dem Handschuhfach oder fehlerhafte Steuergeräte-Kontakte.
Häufig gemeldetes Problem beim Bravo 198: Die Klimaanlage kühlt nicht mehr, da der Drucksensor bei zu geringem Kältemitteldruck den Kompressor abschaltet.
Besonders beim 1.9 Multijet berichten Besitzer von schwer einlegbaren Gängen, wenn das Getriebe warm ist. Der Übergang von 4. auf 5. Gang ist besonders betroffen.
Ältere Bravo-198-Exemplare zeigen Rostansätze an den unteren Türkanten und am Unterboden. Bei Fahrzeugen ab 7 Jahren empfiehlt sich eine gründliche Unterbodeninspektion.
Das Lenkgetriebe des Bravo 198 produziert knarrende Geräusche beim langsamen Einlenken, verstärkt bei Kälte. Laut Teilehändlern ein bekanntes Modell-Problem; Austausch löst das Symptom oft nur vorübergehend.
An allen vier Außengriffen platzt der Lack frühzeitig ab. Der Kabelzug des Außengriffs kann sich aushängen, sodass die Tür von außen nicht mehr zu öffnen ist – typischer Verschleiß ohne Vorwarnung.
Fahrer- und Beifahrersitz knarzen beim Ein-/Aussteigen und in Kurven. Türverkleidungen und Armaturenbrett-Abdeckungen klappern über Unebenheiten. Mehrfache Garantiereparaturen oft ohne dauerhaften Erfolg.
Scheinwerfer gehören zu den häufigsten Beanstandungen bei der Hauptuntersuchung: Falscher Leuchtwinkel oder ausgebrannte Birnen.