Fiat Multipla
1.9L JTD mit 85 kW im Multipla 186. Robuster Diesel-Grundmotor, aber mit typischen JTD-Schwächen wie EGR-Verkokung, Turboladerverschleiß und dem Risiko gerissener Zahnriemen bei vernachlässigter Wartung.
Lustloser Benziner im Unikat
Ausgeprägte Lustlosigkeit — der 1.6 harmoniert schlecht mit der hohen Karosserie. Multipla-Spaß ist Design-Polarisierung, nicht Fahrdynamik.
Motor-Schwachstellen 5
Der VTG-Turbolader neigt bei hohen Laufleistungen zu Verklemmung der variablen Leitschaufeln durch Rußablagerungen. Symptom ist starker Leistungsverlust und kein Druckaufbau. Ein neuer Lader kostet ab 400 EUR.
Symptome: Deutlicher Leistungsabfall, kein Ladedruck, Turbo pfeift nicht mehr oder heult ungewöhnlich
Zahnriemenwechselintervall beträgt 120.000 km oder 5 Jahre. Überfällige Wartung führt zu Riemenriss und Totalschaden. Zusätzlich Spannrollen und Wasserpumpe wechseln, da deren Ausfall den Riemen mitreißen kann.
Symptome: Motor startet plötzlich nicht mehr, lautes Reißgeräusch, Totalausfall
Das AGR-Ventil neigt durch Rußablagerungen zu Verklemmung, besonders bei Kurzstreckenfahrten. Folge sind Leistungsverlust, Ruckeln im Teillastbereich und Motorkontrollleuchte. Reinigung oft temporär, Austausch häufig nötig.
Symptome: Ruckeln um 2000 U/min, Leistungsverlust, Motorkontrollleuchte, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Ältere Injektoren verlieren ihre Dichtwirkung und können Kraftstoff zurückströmen lassen. Folge ist, dass der Raildruck von mind. 150 bar nicht mehr aufgebaut wird. Startprobleme nach Standzeit sind ein frühes Warnsignal.
Symptome: Schwieriger Kaltstart, Motor springt erst nach mehreren Versuchen an, blaue Kaltrauchentwicklung
Der Luftmassenmesser kann durch Ölnebel aus dem Turbo-Ladeluftsystem verschmutzen oder altersbedingt aussteigen. Fehlmessungen erzeugen Leistungsverlust und fehlerhafte Steuerung. Reinigung mit Isopropanol oft wirksam.
Symptome: Leistungsverlust, schlechtes Ansprechverhalten, Motorkontrollleuchte, Fehlercodes P0110/P0236
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Der 1.6-16V-Benziner neigt zu frühzeitigen Zahnriemenrissen, häufig ausgelöst durch verschlissene Spannrollen. Empfohlenes Wartungsintervall liegt bei maximal 60.000 km oder 4 Jahren.
Die Erdgas-/Benzin-Bipower-Variante leidet unter Ventilverkokung im Gasbetrieb, da Erdgas die Reinigungsfunktion von Benzin an den Einlassventilen nicht übernimmt.
An älteren Multipla-Exemplaren rosten Bremsleitungen und spröden die Bremsschläuche aus. Dies stellt ein ernstes Sicherheitsrisiko dar.
Das Getriebe des Multipla neigt zu Geräuschentwicklung im Schiebebetrieb, die einen drohenden Getriebeschaden ankündigt. Singen im Leerlauf deutet auf verschlissene Lagerschalen hin.
Bei Fahrzeugen über 10 Jahren ist Unterboden- und Auspuffrost ein verbreitetes Problem. Bremsschläuche und Bremsleitungen können ebenfalls von Rost befallen sein.
Alle CNG-Druckbehälter haben eine gesetzliche Lebensdauer von 10 Jahren und müssen danach erneuert werden. Die Beschaffung und der Tausch sind kostspielig.
Defekte Lichtmaschinen sind bei allen Motorvarianten des Multipla ein bekanntes Problem. Die Lima-Schwäche betrifft Benziner, Diesel und Bipower-Varianten gleichermaßen.
Durch die hohe Karosserie und das erhebliche Gewicht des 6-Sitzers verschleißen Vorderachskomponenten (Querlenker, Buchsen, Spurstangen) überdurchschnittlich schnell.
Das Steuergerät des Multipla neigt zu überempfindlicher Fehlerdiagnose und meldet Probleme, die nicht real sind. Falsche Warnleuchten verunsichern Besitzer.
Lockere Türdichtungen sorgen für Wind- und Wassergeräusche. Der Beifahrersitz vibriert bei bestimmten Drehzahlbereichen. Kleine Plastikteile lösen sich mit zunehmendem Alter.