Fiat Multipla
Leistungsstärkere FIRE-Variante im Fiat Stilo, die grundsätzlich zuverlässig ist, aber eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Batteriezustand und Elektrik zeigt. Zylinderkopfdichtung ist eine bekannte Schwachstelle; der Zahnriemenwechsel erfordert Spezialwerkzeug und Fachkenntnis.
Diesel im Design-Statement
JTD im Multipla — Drehmoment passt besser zur hohen Karosserie als der Benziner. Trotzdem: Wer Multipla fährt, kauft das Design, nicht den Fahrspaß.
Motor-Schwachstellen 5
Zylinderkopfdichtung ist eine bekannte Schwachstelle des 182B6. Typische Ursache ist heißes Abstellen nach Autobahnfahrten. Tritt oft um 80.000 km auf; gut gepflegte Exemplare halten hingegen über 140.000 km ohne Defekt.
Symptome: Weißer Dampf beim Kaltstart, Kühlwasser läuft schnell leer (innerhalb von 70 km), Temperaturanzeige schwankt, unruhiger Leerlauf
Der Zahnriemenwechsel am 182B6 ist ohne Spezialwerkzeug nicht korrekt durchführbar. Die beiden Nockenwellenräder spannen sich gegeneinander; beim Riss werden sofort Ventile verbogen. Reparaturkosten übersteigen oft den Restwert des Fahrzeugs.
Symptome: Motor springt nach Zahnriemenriss nicht mehr an, metallische Geräusche kurz vor Riss, Leistungsabfall durch ausgeleierte Spannrolle
Der 182B6 reagiert extrem empfindlich auf schwache Batterien. Nockenwellensensor und Motorsteuergerät erzeugen dann Fehlercodes, die Werkstätten oft monatelang auf falsche Fährten führen. Kontaktreinigung der Stecker löst viele Probleme.
Symptome: Motorkontrollleuchte, unruhiger Lauf bei ~1.950 U/min, Aussetzer auf Zylinder 3, Startschwierigkeiten
Korrodierte Stecker am Kühlwassertemperatursensor lassen den Motor glauben, er sei dauerhaft kalt. Der Lambda-Regelkreis läuft dann mit Anfettung; Kraftstoffverbrauch steigt auf über 16 l/100 km. Oft durch Steckerreinigung behebbar.
Symptome: Schwarze, verrußte Zündkerzen, Kraftstoffgeruch im Abgas, Verbrauch über 14 l/100 km, schwarzer Rauch beim Gasgeben
Bei Fahrzeugen mit über 150.000 km und unregelmäßiger Ölwechselhistorie verschleißen die Ventilschaftdichtungen des 182B6. Blauer Rauch beim Gasgeben nach längerer Standzeit ist typisch. Reparatur erfordert Zylinderkopfausbau.
Symptome: Blauer Rauch aus dem Auspuff beim Anfahren nach längerer Standzeit, erhöhter Ölverbrauch (über 0,5 l/1.000 km), Ölfilm auf Zündkerzenspitzen
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Der 1.6-16V-Benziner neigt zu frühzeitigen Zahnriemenrissen, häufig ausgelöst durch verschlissene Spannrollen. Empfohlenes Wartungsintervall liegt bei maximal 60.000 km oder 4 Jahren.
Die Erdgas-/Benzin-Bipower-Variante leidet unter Ventilverkokung im Gasbetrieb, da Erdgas die Reinigungsfunktion von Benzin an den Einlassventilen nicht übernimmt.
An älteren Multipla-Exemplaren rosten Bremsleitungen und spröden die Bremsschläuche aus. Dies stellt ein ernstes Sicherheitsrisiko dar.
Das Getriebe des Multipla neigt zu Geräuschentwicklung im Schiebebetrieb, die einen drohenden Getriebeschaden ankündigt. Singen im Leerlauf deutet auf verschlissene Lagerschalen hin.
Bei Fahrzeugen über 10 Jahren ist Unterboden- und Auspuffrost ein verbreitetes Problem. Bremsschläuche und Bremsleitungen können ebenfalls von Rost befallen sein.
Alle CNG-Druckbehälter haben eine gesetzliche Lebensdauer von 10 Jahren und müssen danach erneuert werden. Die Beschaffung und der Tausch sind kostspielig.
Defekte Lichtmaschinen sind bei allen Motorvarianten des Multipla ein bekanntes Problem. Die Lima-Schwäche betrifft Benziner, Diesel und Bipower-Varianten gleichermaßen.
Durch die hohe Karosserie und das erhebliche Gewicht des 6-Sitzers verschleißen Vorderachskomponenten (Querlenker, Buchsen, Spurstangen) überdurchschnittlich schnell.
Das Steuergerät des Multipla neigt zu überempfindlicher Fehlerdiagnose und meldet Probleme, die nicht real sind. Falsche Warnleuchten verunsichern Besitzer.
Lockere Türdichtungen sorgen für Wind- und Wassergeräusche. Der Beifahrersitz vibriert bei bestimmten Drehzahlbereichen. Kleine Plastikteile lösen sich mit zunehmendem Alter.